In den ersten drei Wochen der neuen Saison haben zwei Spieler von Dinamo Zagreb besonders auf sich aufmerksam gemacht. Lukas Kačavenda und Matteo Pérez Vinlöf haben mit ihren Leistungen ihre eigenen Aktien schlagartig erhöht und sind zur Geschichte geworden, die vor dem entscheidenden Play-off zur Champions League die Runde macht.
Kačavenda jagt Beljo und eigene Rekorde
Kačavenda hat in den bisherigen fünf Spielen drei Tore erzielt und teilt sich damit die Spitze der vereinsinternen Torschützenliste mit dem treffsichersten Stürmer Kroatiens, Dino Drena Beljo. Sein letztes Tor erzielte er bereits in der 19. Minute beim Auswärtsspiel in Kaunas, wo ihm ausgerechnet Beljo den dritten Saisontreffer aufgelegt hatte.
Damit hat der ehemalige Spieler von Lokomotiva bereits vor Mitte August fast die Hälfte seiner effektivsten Karriere-Saison erreicht. In der Saison 2021/22 erzielte er sieben Tore, jetzt sind es drei, was ihn aus dem Schatten zu einer ernstzunehmenden Verstärkung gemacht hat. Obwohl er vielleicht noch nicht in der Startelf steht, hat sich Kačavenda zweifellos zum zwölften Mann der Mannschaft entwickelt, zur ersten Option, auf die Trainer Mario Kovačević von der Bank aus blickt.
Der Schwede, der zur Offensivwaffe wurde
Pérez Vinlöf hingegen kam gegen Thun in Maksimir von der Bank und zeigte sofort, warum er ein immer wichtigeres Rädchen im Team wird. In Litauen erzwang er in den ersten elf Minuten zwei Gelbe Karten für die gegnerischen Spieler, und die Gastgeber stoppten ihn noch mehrmals grob. Der italienische Schiedsrichter griff diesmal nicht zur dritten Verwarnung, obwohl er Grund dazu gehabt hätte.
Neben seinem defensiven Beitrag zeichnete sich der Schwede durch Vorstöße aus, die enormes Selbstvertrauen widerspiegelten. Seine Position in der Startformation hat sich weiter gefestigt, und die Statistik von zwei Vorlagen und zahlreichen scharfen Hereingaben auf den Fünfmeterraum spricht für einen Spieler, der über die Rolle eines einfachen Verteidigers hinausgewachsen ist und zum modernen Außenverteidiger geworden ist, zur Offensivwaffe im Körper eines Abwehrspielers.
Zajc, Mišić und Stojković bleiben das Schlagzeug-Trio
Im Mittelfeld setzt Kovačević weiterhin auf das Standard-Trio aus der Meistersaison. Miha Zajc, der gegen die Litauer in Maksimir 70 Minuten spielte, wurde im Rückspiel nicht von der Bank aktiviert, bleibt aber neben Josip Mišić und Luka Stojković, zwei 32-Jährigen und einem 22-Jährigen, die erste Wahl für die neue Saison.
Nächste Station: Viking und Champions League
Dinamo richtet nun den Fokus auf das Play-off zur UEFA Champions League. Der Gegner ist der norwegische Verein Viking FK, das erste Spiel findet am Dienstag, 18. August, um 21 Uhr in Maksimir statt. "Wir wissen, was als Nächstes kommt", hieß es aus dem Verein zu einem Foto von Luka Stanzl, und in der Ankündigung steht auch: "Gemeinsam gehen wir für die Champions League!"
Die Tickets sind bereits im Verkauf. Der Vorverkauf für Mitglieder des Klubs läuft von Mittwoch, 12. August, 11 Uhr, bis Donnerstag, 13. August, 23:59 Uhr. Der freie Verkauf beginnt am Freitag, 14. August, um 11 Uhr und dauert bis zum Spieltag um 21:45 Uhr. Die Preise reichen von 12 Euro für Mitglieder auf dem Nord-Unterrang bis 28 Euro für andere Fans auf dem West-Unterrang. Inhaber von Saisonkarten können ihren Platz bis zum 18. August um 12 Uhr über den Online-Service weitergeben.