Dinamo erledigte das Rückspiel in Litauen gegen Kauno Žalgiris (2:1) routiniert und sicherte sich das Play-off zur Champions League, in dem am 18. August im Maksimir-Stadion der norwegische Verein Viking FK wartet. Doch hinter einem weiteren erfolgreichen europäischen Schritt verbirgt sich die Geschichte eines Spielers, der nach Jahren des Kampfes mit Verletzungen und Leihen endlich seinen Platz im Rampenlicht gefunden hat.
Tor, das die Rückkehr bestätigt
Lukas Kačavenda brachte die Gastgeber in der 19. Minute mit einem schönen Tor nach einer komplexen Aktion und einer Vorlage von Dion Drena Beljo in Rückstand. Mit diesem Tor erzielte er sein drittes Tor in fünf Saisoneinsätzen, alle drei in der Champions-League-Qualifikation. Er war auch maßgeblich am dramatischen Weiterkommen gegen den Schweizer Verein Thun beteiligt, als er nach seiner Einwechslung zunächst einen Platzverweis provozierte und dann den Ausgleich erzielte.
Trainer Mario Kovačević entschied sich in Litauen, ihn in der Startelf zu lassen, anstatt Gabriel Vidović, der in den ersten beiden europäischen Spielen der Saison gestartet war. Gleichzeitig drohte Kačavenda wegen zweier gelber Karten eine Sperre, weshalb der Trainer der Blauen bewusst riskierte, ihn nicht für die nächste Runde zu verlieren. Diese Entscheidung erwies sich als entscheidend.
Weg durch Verletzungen und Leihen
Geboren 2003 in Zagreb, machte Kačavenda seine ersten fußballerischen Schritte bei Kustošija, durchlief einen Teil der Dinamo-Jugendakademie und erlebte seine Senioren-Anerkennung bei Lokomotiva. Seine Leistungen brachten ihm 2022 den Preis der Kroatischen Fußballergewerkschaft als bester junger Spieler der Liga ein, doch im selben Jahr erlitt er einen Riss des vorderen Kreuzbandes, eine der schwersten Verletzungen für einen Fußballer.
Ende August 2023 wechselte er auf Leihbasis von Lokomotiva zu Dinamo, doch aufgrund der Folgen seiner früheren Verletzung bestritt er in dieser Saison kein einziges Pflichtspiel. Die letzte Saison verbrachte er auf Leihbasis beim österreichischen Klub LASK aus Linz, der den Meistertitel gewann, aber Kačavenda gehörte nicht zu den Hauptspielern der Mannschaft. Der österreichische Klub nutzte die Kaufoption nicht, und Sportdirektor Dino Burić sagte, dass sein Aufenthalt in Österreich dennoch bedeutsam war, da er sich von einer schweren Verletzung erholte und sich an ein neues Land, eine neue Liga und einen anderen Spielstil anpassen musste.
Rückkehr nach Maksimir und neue Chance
Dinamo realisierte am 1. August 2024 seinen Transfer von Lokomotiva und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. In der Saison 2024/25 bestritt er 32 Pflichtspiele, erzielte zwei Tore und gab sechs Vorlagen, zudem hatte er sechs Einsätze in der Champions League. In einer schwierigen Saison, in der Dinamo den Meistertitel nicht gewann, kämpfte Kačavenda um einen Platz in der starken Konkurrenz im Mittelfeld, zu der Petar Sučić und Martin Baturina gehörten.
In dieser Saison erhält er die Kontinuität, die ihm gefehlt hat. Dinamos unvollständiges Mittelfeld, zusammen mit der großen Anzahl an Spielen, die kommen, ermöglicht es ihm, eine Rolle auf einer der Achter-Positionen zu übernehmen und sich zu dem Spieler zu entwickeln, von dem man einst dachte, dass er es sein könnte.
Kovačević hat ihn erkannt
"Letztes Jahr tat es mir leid, als Kačavenda auf Leihbasis ging. Ich habe nicht zugelassen, dass er diese Saison geht. Und er hatte Angebote. Ich bin froh für ihn, er hatte viele Verletzungen, hat schon viel in seiner Karriere durchgemacht. Ich wünsche ihm, dass er in Zukunft so wenige wie möglich hat", sagte Kovačević nach dem Sieg gegen Thun.
Nach so vielen Rückschlägen hat sich für Kačavenda endlich die Tür geöffnet. Er ist derzeit die schönste Geschichte der Dinamo-Saison, die bisher in allen Bereichen in die richtige Richtung geht.
Viking kommt nach Maksimir
Die Blauen erwartet nun das Play-off zur Champions League gegen den norwegischen Verein Viking. Das Spiel findet am Dienstag, den 18. August, um 21 Uhr im Maksimir-Stadion statt. Tickets werden online über die offizielle Vereinswebsite verkauft. Der Vorverkauf für Clubmitglieder beginnt am Mittwoch, den 12. August, um 11 Uhr und dauert bis Donnerstag, den 13. August, um 23:59 Uhr. Der freie Verkauf startet am Freitag, den 14. August, um 11 Uhr und dauert bis Dienstag, den 18. August, um 21:45 Uhr.
Die Preise für Einzeltickets für den Westen unten betragen 23 Euro für Mitglieder und 28 Euro für andere Fans, während sie für den Westen oben 18 Euro für Mitglieder und 23 Euro für andere betragen. Der Norden unten ist ausschließlich Mitgliedern zu einem Preis von 12 Euro vorbehalten. Inhaber von Saisonkarten können ihren Platz bis Dienstag um 12 Uhr über den Online-Service übertragen.