Angesichts einer Flut von Kritik wegen ihres angekündigten Konzerts in Vodice am Feiertag Mariä Himmelfahrt hat Jelena Karleuša beschlossen, sich öffentlich zu äußern. Die serbische Sängerin veröffentlichte am Montag, dem 10. August 2026, auf TikTok ein dreiminütiges Video mit dem Titel "Anlässlich meines Auftritts in Vodice", in dem sie sich direkt an die kroatische Öffentlichkeit wandte und alle Vorwürfe zurückwies.
Organisierte Kampagne und manipulierte Aufnahmen
In dem Video behauptet Karleuša, Ziel eines koordinierten Angriffs in den sozialen Medien zu sein. "In den sozialen Medien bemerke ich ein gezieltes Vorgehen über Bots, die Kontaktaufnahme mit verschiedenen Gruppen und Institutionen sowie das Teilen manipulierter und unrichtiger Aufnahmen meiner Aussagen", erklärte die Sängerin. Sie fügte hinzu, dass mit diesen Materialien der ursprüngliche Kontext ihrer Worte absichtlich verfälscht werde, um sie als Person darzustellen, die gegen ein Volk spreche.
Sie ging auch auf die zahlreichen Beiträge ein, die in diesen Tagen im Internet kursieren und als Argumente gegen sie verwendet werden. "In den letzten Tagen werden zahlreiche angebliche Screenshots, Zitate und Aussagen veröffentlicht, die mir zugeschrieben werden, die ich aber in meinem Leben weder ausgesprochen noch geschrieben habe", sagte Karleuša und wies die Authentizität dieser Materialien zurück.
Aussagen richteten sich an politische Kreise, nicht an das Volk
Die Sängerin erläuterte, dass ihre früheren umstrittenen Aussagen ausschließlich an politische Kreise im Kontext bestimmter gesellschaftlicher und politischer Krisen gerichtet waren. "Sie waren niemals gegen das kroatische oder ein anderes Volk gerichtet", betonte sie. Während ihrer Ansprache wiederholte sie diesen Gedanken mehrfach und hob hervor: "Jelena Karleuša ist keine Feindin des kroatischen Volkes, noch irgendeines Volkes. Ich bin nicht jemand, der kommt, um zu provozieren oder ein Symbol irgendeines politischen Konflikts zu sein."
Sie erinnerte auch an ihre langjährige Karriere in Kroatien, wo sie, wie sie sagt, regelmäßig auftritt und großen Respekt vor dem Publikum hat. "Ich bin nie gekommen, um zu provozieren, Menschen zu spalten oder politische Botschaften zu senden. Ich bin ausschließlich als Künstlerin gekommen, um für Menschen zu singen, die meine Musik hören und lieben", sagte sie in dem Video.
Lied als Beweis guter Absichten
Als besten Beweis dafür, dass sie nichts gegen Kroaten habe, führte Karleuša die Zeilen ihres Liedes "Balkan Boy" an. Sie betonte, dass sie gerade in diesem Lied Kroatien "im schönsten möglichen Kontext" erwähnt habe. Ihre Ansprache schloss sie mit einem Appell an das Publikum, nicht auf Provokationen hereinzufallen. "Ich habe Menschen nie nach Nationalität geteilt, das werde ich auch jetzt nicht tun", so die 47-jährige Sängerin.
Bürgermeister von Vodice: 'Nicht willkommen'
Trotz Karleušas Ansprache lässt der Widerstand gegen ihre Ankunft nicht nach. Der Bürgermeister von Vodice, Ante Cukrov, hatte sich bereits früher zu diesem Fall geäußert. "Das ist unangemessen. Wir sind nicht für private Grundstücke verantwortlich, nur für öffentliche Flächen. Wir haben nichts gegen irgendjemanden und alle sind in der Stadt Vodice willkommen, aber hier geht es um den Namen einer Person, die öffentlich mit negativen Kommentaren über unser Land aufgetreten ist, und nur deshalb ist sie nicht willkommen", sagte Cukrov gegenüber Nacional.
Das Konzert ist weiterhin für den 15. August im Club Hacienda geplant. Die Organisatoren haben angekündigt, dass die Türen des Clubs um 23 Uhr geöffnet werden, und der Beginn des Auftritts ist für Mitternacht, also den 16. August, vorgesehen.