Mehr als 8000 Menschen bei einem Festival an der Mrežnica, und die Genehmigung, falls überhaupt vorhanden, für höchstens 7000. Dieses Verhältnis, aus der Luft aufgenommen und auf der Facebook-Seite von Ranger Karlovac geteilt, ist nur das jüngste Detail in einem jahrelangen Katalog von Schäden, die diese informelle Gruppe der systematischen Vernachlässigung der vier Karlovacer Flüsse zuschreibt.
Kupa, Korana, Mrežnica und Dobra, so die Ranger, werden wie öffentliche Mülldeponien behandelt. Fast täglich werden Fotos und Videos von weggeworfenen Müllsäcken, Chemietoiletten, die in der Natur landen, und brennendem Müll direkt an den Ufern veröffentlicht.
Luftaufnahme und direkte Anklage
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Beitrag zu Veranstaltungen an der Mrežnica. Ein mit einer Drohne aufgenommenes Video enthüllte das Ausmaß der Versammlung, und dazu kam eine scharfe Botschaft an die Organisatoren. "Es ist schön, wenn Menschen Spaß haben und feiern, sich am Leben freuen, aber das ergibt keinen Sinn mehr", heißt es in dem Beitrag von Ranger Karlovac auf ihrer Facebook-Seite, gefolgt von der entscheidenden Frage.
"Sie zerstören und wieder, Sie sind nicht höflich! Für wie viele Personen haben Sie eine Genehmigung, das Festival abzuhalten? 7000? Wie viele sind Sie, über 8000? Na also?" Damit wird die Einhaltung von Kapazitäten und Genehmigungen direkt in Frage gestellt, mit der Andeutung, dass die tatsächliche Besucherzahl die gemeldete bei weitem übersteigt.
Viertausend Follower für vier Flüsse
Neben der Dokumentation der Schäden reinigen die Ranger mit eigenen Händen Wälder und Ufer. Ihre Arbeit vor Ort wird jedoch nur von viertausend Menschen in den sozialen Medien verfolgt. Angesichts des jahrelangen Engagements und des Ausmaßes der Zerstörung teilt die Gruppe mit, dass diese Zahl mindestens zehnmal so hoch sein sollte.
Ihr Kampf ist nicht nur ein Kampf für saubere Ufer. Es ist ein Appell an Bürger und Institutionen, den Wert des natürlichen Reichtums zu erkennen, den Karlovac besitzt und der, nach den Zeugnissen von vor Ort zu urteilen, unwiederbringlich zerstört wird. Weggeworfene Chemietoiletten und große Mengen Müll an der Korana sind nur ein Teil des Bildes, das diese engagierten Flussaktivisten täglich der Öffentlichkeit präsentieren.