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Knin vor dem Sturm: Manche sehen eine Chance, andere warten auf Wasser

Während die Stadt die zentrale staatliche Feier vorbereitet, reicht die Realität der Bewohner von unternehmerischem Optimismus bis zum Warten auf grundlegende Infrastruktur.

Foto: Norbert Bálint na Pexels
Kurz gesagt
  • Ein Teil der Jugend aus Knin, wie Franka Kopilaš, plant in Zagreb zu bleiben, während einige Rückkehrer aus dem Ausland sich entscheiden, in ihrer Heimatstadt ein Geschäft zu gründen.
  • Die Bewohner von drei Vororten haben seit zehn Jahren keine Wasserleitung und erhalten Trinkwasser per Tankwagen, was im Sommer tagelang dauern kann.
  • Bürgermeister Marijo Čačić nennt hohe Kosten und die geringe Einwohnerzahl als Gründe, kündigt aber einen schrittweisen Bau des Wassernetzes an.

Vor der zentralen staatlichen Feier zum Sturm ist das Leben in Knin alles andere als eintönig. Während sich die Stadt auf die Feierlichkeiten vorbereitet, führen die Bewohner ihre eigenen Kämpfe und treffen Entscheidungen, die ihren Alltag prägen. Einige kehren nach Jahren im Ausland zurück und gründen ein Geschäft, andere sehen ihre Zukunft außerhalb von Knin, und einige haben noch immer kein fließendes Wasser, berichtet N1.

Die Wahl der Jugend: Bleiben oder Gehen

Franka Kopilaš sieht ihre berufliche Perspektive nicht in ihrer Heimatstadt. "Ich plane vorerst in Zagreb zu bleiben, ich denke nicht, dass ich nach Knin zurückkehren werde", erklärte sie. Sie betont jedoch, dass die Situation nicht schwarz-weiß ist. "Meine Schwester ist hier geblieben, arbeitet, es geht ihr super. Viele meiner Freunde planen zurückzukehren, es gibt viele Möglichkeiten, man muss sie nur nutzen."

Von Irland zum eigenen Lokal

Es gibt auch diejenigen, die die Entscheidung zur Rückkehr bereits getroffen haben und darin ihren Weg gefunden haben. Kristijan, der mehrere Jahre in Irland lebte, kehrte zurück und eröffnete ein Gastronomiebetrieb. Er gibt zu, dass der Anfang nicht einfach war. "Es war nicht so schwer, wie es riskant war. Als ich das Geschäft startete, hatte ich keine Unterstützung, das System war seltsam, aber man ist jung. Meine Entscheidung zurückzukehren war nicht schwer, denn wenn man etwas liebt, wie ich die Gastronomie und meine Stadt liebe, ist nichts schwer", sagte Kristijan. Er fügt hinzu, dass die Menschen seine Bemühungen erkannt haben und sie heute "ein ruhiges und schönes Leben" führen.

Eine ähnliche Geschichte teilt Gracija Požar. Nach ihrem Studium in Zagreb und der Arbeit als Kostümbildnerin für verschiedene Filme und Orte entschied sie sich, zurückzukehren und ein Familienunternehmen mit Pferden zu gründen. "Ich habe in Zagreb studiert und als Kostümbildnerin an verschiedenen Orten und Filmen gearbeitet, aber das Familienleben zwingt einen, an einem Ort zu sein. Wir betreiben Zucht, einige Pferde sind zum Verkauf, und wir bieten auch Freizeit- und Therapiereiten an", erzählte Požar.

Wasser auf Abruf, manchmal tagelang

Dennoch, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, ist die Realität deutlich anders. Die Bewohner von drei größeren Vororten haben keine Wasserleitung und sind für die Trinkwasserversorgung auf Tankwagen angewiesen. Marijan Zelenika, der in einem Vier-Personen-Haushalt lebt, beschreibt, wie das in der Praxis aussieht. "Das Wasser bringen uns die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr. Wir bestellen über das Kommunalunternehmen und nach zwei bis drei Tagen wird es geliefert. Im Sommer, wenn es Brände und große Nachfrage gibt, kann es auch ziemlich lange dauern", sagte er. Wegen des Viehbedarfs holt er das Wasser selbst vom Fluss.

Miran Mrduljaš, Mitglied der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, bestätigt, dass diese Aktivität seit zehn Jahren läuft und besonders in den Sommermonaten anspruchsvoll ist. "Seit zehn Jahren sichern wir den Transport von Trinkwasser für Haushalte, die nicht an die Wasserleitung angeschlossen sind. Diese Aktivität bleibt normalerweise unbemerkt, ist aber ziemlich anspruchsvoll, besonders in der Sommersaison, wenn wir gleichzeitig viele Brände haben", sagte Mrduljaš.

Antwort der Stadtverwaltung: Dokumentation und Phasen

Bürgermeister Marijo Čačić ist sich des Problems bewusst und erklärt, warum die Lösung auf sich warten lässt. "Wir haben drei größere Vororte, die keine Wasserleitung haben. Es handelt sich um dünn besiedelte Gebiete, die weit vom städtischen Wassernetz entfernt sind, und für den Bau einer solchen Wasserleitung sind große Mittel erforderlich." Als Haupthindernis nennt er auch die wirtschaftliche Rentabilität. "Andererseits kann man die Nachhaltigkeit des Projekts nicht nachweisen, weil es dort nur wenige Einwohner gibt. Es handelt sich um große Beträge. Derzeit arbeiten wir an der Projektdokumentation und sammeln sie, und wir planen einen schrittweisen Bau", erklärte Čačić.

Häufige Fragen
Wie ist die Situation mit dem Wasser in der Umgebung von Knin? +
Drei größere Vororte haben keine Wasserleitung, und die Bewohner sind seit zehn Jahren auf Wasser angewiesen, das ihnen die örtliche Freiwillige Feuerwehr per Tankwagen liefert.
Warum kehren Menschen aus dem Ausland nach Knin zurück? +
Rückkehrer wie Kristijan und Gracija Požar betonen die Liebe zu ihrer Heimatstadt und den Wunsch, ein eigenes Geschäft zu gründen, von der Gastronomie bis zur Pferdezucht.
Was sagt der Bürgermeister zum Problem der Wasserleitung? +
Bürgermeister Marijo Čačić sagt, dass große Mittel erforderlich sind und es schwierig ist, die Nachhaltigkeit des Projekts wegen der geringen Einwohnerzahl nachzuweisen, aber die Dokumentation für einen schrittweisen Bau wird vorbereitet.

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