Falsche Polizisten und ein falscher Arzt betrügen ältere Frauen in Zagreb
Polizei warnt ältere Mitbürger vor Telefonbetrug, bei dem Betrüger sich als Amtspersonen ausgeben und Geld für die Überprüfung von Banknoten oder Notoperationen verlangen.
Polizei warnt ältere Mitbürger vor Telefonbetrug, bei dem Betrüger sich als Amtspersonen ausgeben und Geld für die Überprüfung von Banknoten oder Notoperationen verlangen.
Die Zagreber Polizei hat am Samstag über zwei schwere Betrugsfälle gegen ältere Frauen berichtet, die sich diese Woche in den Gebieten Sesvete und Peščenica ereignet haben. In beiden Fällen gaben sich unbekannte Täter fälschlich als Amtspersonen aus und erpressten von den Opfern jeweils mehrere tausend Euro.
Der erste Betrug ereignete sich zwischen Dienstag, dem 4. August, und Donnerstag, dem 6. August, im Ort Kašina im Gebiet von Sesvete. Eine unbekannte Frau rief die 76-Jährige telefonisch an ihrer Adresse in der Blaguška-Straße an und gab sich fälschlich als Polizistin aus. Sie behauptete, das Opfer besitze gefälschtes Geld, das überprüft werden müsse.
Nachdem die ältere Dame der erfundenen Geschichte Glauben schenkte, erschien ein zweiter unbekannter Täter an ihrer Wohnadresse, dem sie Geld und Bankkarte übergab. Der Fall wurde der Polizei am Freitag, dem 7. August, gemeldet, der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.
Nur einen Tag später, am Freitag, dem 7. August, gegen 19 Uhr, ereignete sich ein weiterer Betrug, diesmal in der II. Ferenščica-Straße in Peščenica. Ein unbekannter Mann kam in die Wohnung der 86-Jährigen und gab sich fälschlich als Arzt aus. Er erzählte ihr, dass ein Familienmitglied schwer verletzt sei und dringend Geld für eine Operation benötige.
Besorgt um ihre Familie glaubte die Frau der Geschichte und übergab dem Betrüger wie vereinbart mehrere tausend Euro.
Die Polizeidirektion Zagreb (PUZ) appellierte erneut an alle älteren Mitbürger, wachsam zu sein. In ihrer Mitteilung betonten sie, dass gerade sie am häufigsten Opfer solcher Straftaten werden, wegen ihres Alters, ihrer Gutmütigkeit und der Tatsache, dass sie oft allein leben.
"Ältere Bürger sind am häufigsten Opfer von Betrugsdelikten. Gründe dafür sind sehr oft ihr Alter, das selbstständige Wohnen und ihre Gutmütigkeit. Betrüger kommen neben Telefonaten immer häufiger auch an die Haustür und bieten verschiedene Dienstleistungen und Vergünstigungen an", teilte die Polizei mit.
Die Polizei betont, dass falsche Ärzte, Banker, Polizisten, Gesundheitspersonal oder Masseure niemals telefonisch Geld für Operationen, Medikamente oder die Überprüfung gefälschter Banknoten verlangen. Betrüger nutzen geschickt das Gefühl der Sorge um die Kinder aus und erzeugen eine fiktive Dringlichkeit, um die Opfer zu schnellem Handeln zu zwingen.