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Linta fordert Untersuchung nach Zeugenaussage über Massaker an 500 Serben

Der Vorsitzende des Verbands der Serben aus der Region forderte die Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad auf, die Angaben eines ehemaligen Offiziers der kroatischen Armee über die Ereignisse im August 1995 zu prüfen.

Foto: Wikipedia (Banovina)
Kurz gesagt
  • Miodrag Linta forderte die Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad auf, die Angaben über ein Massaker an 500 serbischen Zivilisten in Banija im August 1995 zu untersuchen.
  • Die Angaben stützen sich auf die Zeugenaussage des ehemaligen Offiziers der kroatischen Armee Tihomir Mandarić über die Aktion der 2. Brigade 'Gromovi'.
  • Der verstorbene Svetozar Livada forderte jahrelang erfolglos eine Untersuchung von den kroatischen Behörden, wobei er sich auf einen Text aus der Wochenzeitung 'Identitet' von 2001 berief.
  • Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben gibt es nicht, und die kroatischen Institutionen haben keine Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht.

Der Vorsitzende des Verbands der Serben aus der Region, Miodrag Linta, hat am Freitag, dem 7. August 2026, die Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad aufgefordert, eine Untersuchung einzuleiten. Anlass sind die Angaben des Offiziers der kroatischen Armee Tihomir Mandarić über die Massentötung von 500 serbischen Zivilisten im Gebiet von Banija während der Militäroperation "Oluja" (Sturm).

Linta erinnerte in einer Mitteilung daran, dass Mandarić öffentlich behauptet hatte, dass Angehörige der 2. Brigade "Gromovi" (Donner) am 6. August 1995 ein Verbrechen am Ort Janusove livade (Janus-Wiesen) in der Nähe von Donji Žirovac, direkt an der Straße Glina - Dvor, begangen hätten.

Zeugenaussage über das Abfangen einer Zivilistenkolonne

Nach Mandarićs Aussage fingen das 1. und 3. Bataillon der 2. Brigade der kroatischen Armee "Gromovi" eine große Gruppe von etwa 500 serbischen Zivilisten ab. Die Kolonne bewegte sich vom Weiler Janusi über die Janus-Wiesen hinunter zur Hauptstraße, die nach Bosnien führen sollte.

Details über die Tat selbst und die genaue Zahl der Opfer sind offiziell nicht bestätigt, und die kroatischen Institutionen haben bisher keine Ergebnisse einer Untersuchung zu diesen Angaben veröffentlicht.

Jahrelange Forderungen nach einer Untersuchung

Linta wies auch auf die Bemühungen des verstorbenen Svetozar Livada, des Vorsitzenden der Gemeinschaft der Serben in Kroatien, Universitätsprofessor und Wissenschaftler, hin. Livada hatte in den Jahren 2001 bis 2006 mehrfach erfolglos von der kroatischen Regierung die Einleitung einer Untersuchung über die Liquidierung von 500 Serben während der "Oluja" gefordert. Er betrachtete dies als das größte Verbrechen, das an einem einzigen Tag während des Bürgerkriegs in Kroatien geschah.

Als Argument nutzte Livada einen Text, der 2001 in der Zagreber Wochenzeitung des Serbischen Demokratischen Forums "Identitet" (Identität) veröffentlicht wurde. In diesem Text belegten die Journalisten Boris Pavić und Ivan Klobučar die These des Verbrechens, wobei sie sich ausdrücklich auf die Zeugenaussage des Offiziers der kroatischen Armee Tihomir Mandarić beriefen.

Aufruf zum Handeln

Der jüngste Aufruf zur Untersuchung erfolgt mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ereignis selbst. Derzeit gibt es keine Informationen darüber, ob die Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad Lintas Antrag annehmen und ein formelles Verfahren einleiten wird.

Häufige Fragen
Was behauptet Miodrag Linta über die Ereignisse in Banija im Jahr 1995? +
Linta behauptet, dass der Offizier der kroatischen Armee Tihomir Mandarić über ein Massaker an 500 serbischen Zivilisten ausgesagt hat, das am 6. August 1995 von Angehörigen der 2. Brigade 'Gromovi' begangen wurde.
Wer ist Svetozar Livada und welche Rolle spielt er in diesen Angaben? +
Svetozar Livada war der Vorsitzende der Gemeinschaft der Serben in Kroatien und Professor, der von 2001 bis 2006 erfolglos von den kroatischen Behörden eine Untersuchung über die Tötung von 500 Serben während der 'Oluja' forderte.
Gibt es eine offizielle Bestätigung dieser Angaben? +
Nein, es gibt keine. Die kroatischen Institutionen haben keine Ergebnisse einer Untersuchung zu diesen Behauptungen veröffentlicht, und die Staatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen in Belgrad muss noch über die Einleitung eines Verfahrens entscheiden.
Wo genau soll sich das Verbrechen ereignet haben? +
Nach der Aussage von Tihomir Mandarić ereignete sich das Verbrechen auf den Janus-Wiesen (Janusove livade) in der Nähe von Donji Žirovac, unmittelbar an der Straße Glina - Dvor.

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