Die Fußballer von Hajduk starten am Donnerstag in ein neues europäisches Abenteuer, und die erste Hürde in der 3. Qualifikationsrunde der Conference League wird Žalgiris aus Vilnius sein. Die Litauer gehen mit großem Selbstvertrauen in dieses Duell, nachdem sie in der vorherigen Runde gegen Dinamo Tiflis eines der verrücktesten Comebacks in der Geschichte der europäischen Wettbewerbe hingelegt haben.
Nach einer 0:3-Niederlage im ersten Spiel feierte Žalgiris im Rückspiel vor heimischem Publikum einen 7:2-Sieg. Über diese unvergessliche Nacht und den kommenden Gegner sprach der ukrainische Mittelfeldspieler Ivan Serhijovyč Litvinenko, der eine klare Botschaft an den Verein aus Split sendete.
Familiäre Atmosphäre und Charakter der Mannschaft
Litvinenko beschrieb die Feierlichkeiten nach dem Sieg gegen das georgische Dinamo besonders emotional. "Auf den Rängen war es, als wäre ein Erdbeben ausgebrochen. Alle haben gefeiert. Meine Frau und mein Sohn waren im Stadion, ich sah ihr Glück und das Glück der Menschen um sie herum. Es war etwas Unglaubliches", erinnerte sich der ukrainische Mittelfeldspieler gegenüber Telegram.hr.
Er betonte auch die außergewöhnliche Verbindung zwischen Mannschaft und Fans, die seiner Meinung nach ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung einer Siegermentalität ist. "Bei uns herrscht eine familiäre Atmosphäre, zusammen mit den Fans. Sie geben uns enorme Unterstützung, reisen zu Auswärtsspielen und geben dafür ihr eigenes Geld aus... Innerhalb einer Woche haben wir 0:3 verloren und dann 7:2 gewonnen. Das zeigt, wie mental stark unsere Mannschaft ist", fügte er hinzu.
Respekt vor Hajduk, aber auch Selbstvertrauen
Litvinenko ist sich der Qualität und des Rufs des Vereins aus Split bewusst, beabsichtigt jedoch nicht, vorzeitig die Waffen zu strecken. "Wir sind uns bewusst, dass Hajduk ein großer Verein ist und dass es extrem schwer wird, besonders auswärts im Poljud", sagte er. "Wir respektieren den Gegner, aber das Wichtigste ist, dass wir aus diesem Sieg gegen Dinamo die Erkenntnis mitnehmen, dass wir Charakter haben."
Obwohl er zugibt, dass Hajduk der Favorit ist, glaubt er, dass seine Mannschaft ernsthaften Widerstand leisten kann. "Hajduk ist sicherlich stärker als unsere bisherigen Gegner, aber wir werden alles geben, um ihnen ernsthaften Widerstand zu leisten. Sie müssen auch verstehen, dass Žalgiris keine Mannschaft ist, die man leicht besiegen kann", so Litvinenko.
Das erste Spiel zwischen Žalgiris und Hajduk findet am Donnerstag in Vilnius statt, das Rückspiel ist eine Woche später im Poljud geplant.