Sommerliches Feuerverbot: Strafen bis zu 19.900 Euro
Von Anfang Juni bis Ende Oktober gilt ein strenges Verbot des Feuermachens im Freien. Die Missachtung der Vorschriften kann hohe Geldstrafen, aber auch bis zu 60 Tage Haft zur Folge haben.
Von Anfang Juni bis Ende Oktober gilt ein strenges Verbot des Feuermachens im Freien. Die Missachtung der Vorschriften kann hohe Geldstrafen, aber auch bis zu 60 Tage Haft zur Folge haben.
Während die Sommertemperaturen steigen und die Vegetation austrocknet, gilt in Kroatien eine entscheidende Maßnahme zum Schutz vor Bränden. Vom 1. Juni bis zum 31. Oktober ist jegliches Anzünden von Feuer und leicht entzündlichen Materialien im Freien verboten. Die zuständigen Behörden appellieren an die Bürger, äußerste Vorsicht walten zu lassen, da schon die geringste Nachlässigkeit katastrophale Folgen haben kann.
Der Gesetzgeber hat für Verstöße strenge Sanktionen vorgesehen. Für das bloße Verursachen eines Brandes sind Geldstrafen zwischen 1.990 und sogar 19.900 Euro festgelegt. Alternativ kann das Gericht auch eine Freiheitsstrafe von bis zu 60 Tagen verhängen.
Auch mildere Formen der Nachlässigkeit bleiben nicht ungestraft: Für fahrlässige Brandverursachung sind Strafen von 260 bis 1.990 Euro vorgesehen. Selbst wer einen Brand bemerkt und ihn nicht den zuständigen Behörden meldet, riskiert eine Geldstrafe von 130 bis 1.990 Euro.
Je nach Schwere der Folgen kann das unverantwortliche Verhalten auch den Tatbestand von Straftaten erfüllen, wie etwa die Gefährdung von Leben und Eigentum durch eine gemeingefährliche Handlung.
In den Sommermonaten sind Aktivitäten, die das Brandrisiko erhöhen, häufig, wie Grillen, Arbeiten im Freien, bei denen Funken entstehen, oder das unverantwortliche Wegwerfen von Zigarettenkippen. Feuer darf niemals bei Wind oder in der Nacht entzündet werden, und Zigarettenkippen dürfen weder in der Natur noch aus dem Autofenster geworfen werden. Leicht entzündliche Materialien, Feuerzeuge und Streichhölzer sollten von Wärmequellen ferngehalten werden.
Den Bürgern wird geraten, Fahrzeuge nicht auf Zufahrtswegen zu parken, die für Feuerwehr und andere Einsatzfahrzeuge reserviert sind. Wenn das Verbrennen durch lokale Entscheidungen erlaubt ist, muss die Person, die das Feuer entzündet, ständig anwesend sein und das Feuer nach Beendigung vollständig mit Wasser, Schaum oder Pulver löschen. Der Ort darf erst verlassen werden, wenn jede Glut gelöscht ist.
Eine besondere Warnung wurde an Drohnenbesitzer gerichtet. Das Filmen oder Fotografieren von Bränden aus der Luft ist strengstens verboten, da dies die Sicherheit der Feuerwehrleute und Löschflugzeuge direkt gefährdet und den Löschprozess behindert.
Im Falle eines Brandes, ob drinnen oder draußen, sind die Bürger verpflichtet, sofort die Notrufnummern 112, 193 oder 192 zu wählen. Wenn sich ein Brand in einem Gebäude ereignet, aus dem ein sicheres Verlassen nicht möglich ist, sollten Türen und Fenster geschlossen werden, um das Eindringen von Rauch zu verhindern, und die Atemwege mit einem feuchten Tuch geschützt werden.
Bei einem Brand im Freien ist es entscheidend, einen sicheren Ort zu finden, sich von trockenem Gras zu entfernen und die Windrichtung zu beachten. Das Löschen des Feuers mit eigenen Kräften ist nur erlaubt, wenn es sicher und mit einem tragbaren Feuerlöscher durchführbar ist. Wenn die Flammen Kleidung erfassen, sollte man sich auf den Boden legen und durch Rollen das Feuer löschen.
Die zuständigen Behörden appellieren an das Gewissen der Bürger und betonen, dass eine unvorsichtige Handlung Menschenleben gefährden, Eigentum zerstören und Umweltschäden verursachen kann, deren Behebung den Einsatz vieler Feuerwehrleute und spezieller Ausrüstung erfordert.