In der internationalen Freitauchszene sorgte die Nachricht über einen neuen Weltrekord für Aufsehen. Die ungarische Vertreterin Zsofia Torocsik erzielte einen historischen Erfolg, indem sie bei einem Wettbewerb in den Gewässern des Naturparks Lastovo-Archipel auf 107 Meter in der Disziplin FIM (Free Immersion) tauchte. Dieses Ereignis, das gestern endete, hat den Ruf von Lastovo als erstklassige Location für Tiefentauchgänge weiter gestärkt.
Die Organisation des Wettbewerbs übernehmen Adriatic Freediving und AIDA Kroatien, unterstützt vom Naturpark Lastovo-Archipel, der bereits im vierten Jahr in Folge Teil dieser Sportgeschichte ist. Dank der natürlichen Gegebenheiten wie kristallklarem Wasser und großen Tiefen in Küstennähe ist Lastovo zum Treffpunkt für Taucher aus aller Welt geworden – nicht nur für Wettkämpfe, sondern auch für Sommercamps, die von Adriatic Freediving organisiert werden.
Doppelter Versuch, ein anerkannter Rekord
Torocsik unternahm auf Lastovo auch einen zweiten großen Versuch. In der Disziplin CWTB tauchte sie sogar 114 Meter, was ebenfalls einen potenziellen Weltrekord darstellte. Doch nach einer detaillierten Analyse der Zeitlupenaufnahmen stellten die Kampfrichter ein Ziehen während des Auftauchens fest, was zur Annullierung dieses Ergebnisses führte. Ihr Erfolg in der FIM-Disziplin bleibt jedoch offiziell anerkannt und in den Annalen verzeichnet.
Neben der ungarischen Taucherin diente der Wettbewerb auch als wichtige Vorbereitung für die kroatische Nationalmannschaft vor der bevorstehenden Weltmeisterschaft im Oktober auf Zypern. Der Splitter Toma Čelar zeigte in fast allen Disziplinen eine deutliche Verbesserung und wird einer der kroatischen Trumpfkarten bei der Weltmeisterschaft sein. Auf der anderen Seite verzichteten Sanda Delija und Petar Klovar bewusst auf Rekordversuche, und die Organisatoren glauben, dass sie ihre besten Ergebnisse für Zypern aufheben.
Sicherheit und internationaler Rahmen des Wettbewerbs
Bei den tiefsten Tauchgängen spielte der erfahrene Vitomir Maričić als Hauptsicherheitstaucher eine Schlüsselrolle. Seine Aufgabe war es, die Sicherheit aller Teilnehmer zu überwachen, und in diesem Jahr nahmen in den anspruchsvollsten Disziplinen neben Kroaten auch Vertreter aus Deutschland, Argentinien und Ungarn teil, die um die höchsten Plätze auf dem Podium kämpften.
Die Organisatoren betonen besonders die ökologische Dimension dieser Veranstaltung. Freitauchen ist eine der wenigen Sportarten, die Spitzenwettkämpfe in einer nahezu unberührten Umgebung mit minimalen Auswirkungen auf die Natur ausrichten kann. Die Durchführung eines solchen Wettbewerbs in einem geschützten Meeresgebiet stellt ein Modell dar, wie Sport und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Die Veranstaltung trug auch den Status eines Weltrekordversuchs, was garantiert, dass alle Aspekte – von der Kampfrichtertätigkeit und Sicherheit bis hin zur Dopingkontrolle – auf höchstem Niveau waren.