Maričić begeistert von Šotiček
Der Sport-News-Korrespondent aus Basel, Damir Maričić, verfolgte die Entwicklung von Marin Šotiček und erklärt, warum das junge Flügelspiel jetzt freier und entschlossener spielt als in der Schweiz.
Der Sport-News-Korrespondent aus Basel, Damir Maričić, verfolgte die Entwicklung von Marin Šotiček und erklärt, warum das junge Flügelspiel jetzt freier und entschlossener spielt als in der Schweiz.
Der junge kroatische Nationalspieler Marin Šotiček hat in seinen ersten beiden Spielen für Hajduk einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und zahlreiche Lobeshymnen geerntet. Nun hat der Sport-News-Korrespondent aus Basel, Damir Maričić, der seine Entwicklung im Schweizer Klub aus erster Hand verfolgt hat, erklärt, warum das Flügelspiel sofort besser aussieht als in Basel.
Maričić, ehemaliger Spieler von Hajduk, Dinamo und Zagreb, hat Šotičeks Auftritte in den letzten beiden Spielzeiten regelmäßig verfolgt und oft mit ihm gesprochen. Über ihn sagt er, dass er in der Schweiz verkrampft gespielt habe.
"Ich bin begeistert, wie er bei Hajduk gestartet ist. Ich habe in Basel mehrfach mit ihm gesprochen, es war, als ob er in einer Art Verkrampfung spielte. Ich sagte ihm: 'Sei ein bisschen frecher.' Er hat einen sehr leichten Schritt und ist schnell, aber wenn er einen Gegner ausgespielt hatte, schien er ständig zu zögern, ob er schießen sollte oder nicht. Es freut mich außerordentlich, dass er jetzt bei Hajduk nach dem Freispielen abgezogen hat", sagte Maričić gegenüber Sport-News.
Maričić hob auch eine Situation hervor, die ihm besonders gefiel. "Šego schrie ihn an, warum er nicht abgespielt habe, das ist weder in Ordnung noch nett von ihm. Mir war es geradezu eine Freude, dass er nicht übermäßig abspielte, denn genau das war sein Problem in Basel. Oft spielte er ab, auch wenn er hätte schießen sollen. Bei Hajduk habe ich endlich Entschlossenheit bei ihm gesehen."
Nach dem Vereinswechsel schickte Maričić ihm eine Glückwunschbotschaft mit dem Rat: "Marin, du bist zu einem großen und verrückten Verein gekommen, ich wünsche dir alles Gute, sei etwas entschlossener im Eins-gegen-Eins und schieß." Obwohl er nicht sicher ist, ob Šotiček ihm gefolgt ist, betont er, dass er mit einer besseren Ausstrahlung und größerem Selbstvertrauen aufgetreten sei als in Basel.
Auf Šotičeks Stagnation in Basel haben laut Maričić auch Trainerwechsel Einfluss gehabt.
"Der zweite Trainer war Ludovic Magnin, unter ihm spielte er etwas, aber dann kam Stephan Lichtsteiner, der ihn scheinbar völlig strich. Marin verlor das Selbstvertrauen, und es ist gut, dass er gegangen ist, während Lichtsteiner derzeit der erste Kandidat in der Schweizer Liga für eine Entlassung ist. Unter ihm war er in der dritten Reihe. Deshalb bin ich gerade so zufrieden mit dem, was er in Varaždin und Vilnius gespielt hat", erklärte Maričić.
Maričić zog eine interessante Parallele zu Ivan Rakitić, da Dinamo Šotiček verpflichten wollte, als dieser Lokomotiva verließ, aber keine Einigung erzielt wurde.
"Letztes Jahr rief mich der Journalist Slaven Alfirević an und sagte, er habe gehört, dass Šotiček ein Hajduk-Fan sei. Danach sprach ich mit ihm, und er sagte mir, dass in seiner Familie alle Dinamo-Fans seien. Ich könnte ihn mit Rakitić insofern vergleichen, als auch Raketinas Familie streng Dinamo-orientiert war, und er wurde am Ende ein glühender Hajduk-Fan", sagte Maričić.
Maričić schloss, dass Šotiček in Basel "verbrannt" wäre, wenn er geblieben wäre, da Lichtsteiner ihn sicherlich nicht aufgestellt hätte. "Ich sagte ihm, dass in Split alles positiv verrückter sei als in Zagreb. Seinetwegen bin ich öfter nach Basel gefahren, als ich es sonst getan hätte. Er muss arbeiten und so viel wie möglich spielen. In Basel schien er Angst zu haben. Er war benachteiligt, es fehlte ihm jemand, der hinter ihm stand. Adrian Leon Barišić half ihm, so gut er konnte, solange er in Basel war."