Mateo Holjevac gewinnt WM-Bronze im Judo
Der junge Dugorešanin glänzte bei der Weltmeisterschaft für Menschen mit Down-Syndrom in Schweden und sicherte sich Bronze im Einzel und mit dem Team. Sein Vereinskamerad Nenad Vrbanec wurde Weltmeister.
Der junge Dugorešanin glänzte bei der Weltmeisterschaft für Menschen mit Down-Syndrom in Schweden und sicherte sich Bronze im Einzel und mit dem Team. Sein Vereinskamerad Nenad Vrbanec wurde Weltmeister.
Mateo Holjevac, Mitglied des Judo-Clubs Zrinski aus Čakovec, hat bei der Weltmeisterschaft im Judo für Menschen mit Down-Syndrom einen herausragenden Erfolg erzielt. Bei dem Wettkampf im schwedischen Lindesberg sicherte sich Holjevac die Bronzemedaille in der Einzelkonkurrenz bis 73 Kilogramm und holte anschließend mit seinen Nationalmannschaftskollegen auch Bronze im Team.
Auf dem Weg zur Medaille besiegte Holjevac nacheinander starke Gegner. Zuerst setzte er sich gegen Franco Mussolini aus Argentinien durch, dann besiegte er Oliver Trepinski aus Polen und bestätigte den Siegeszug auch gegen Mikka Niskanen aus Finnland. Diese drei Siege führten ihn ins Halbfinale, wo er vom Türken Ahmet Unal gestoppt wurde. Doch auch die gewonnene Bronze ist ein riesiger Erfolg für den jungen kroatischen Kämpfer.
Den großartigen Tag für den Club aus Čakovec krönte Nenad Vrbanec, der in der Kategorie bis 90 Kilogramm den Weltmeistertitel errang. Im Halbfinale besiegte er den Portugiesen Lemos, und im Finalkampf war er gegen den Isländer Weyand erfolgreich, womit er Kroatien die Goldmedaille brachte.
Neben den Einzelerfolgen glänzten die kroatischen Vertreter auch im Teamwettbewerb. Als einzige Vertreter Kroatiens schlossen sich Holjevac und Vrbanec mit der bulgarischen Kämpferin Bozhidara Angelova zusammen. In einem Feld von neun Teams gewann dieses gemischte kroatisch-bulgarische Team die Bronzemedaille. Interessanterweise traten sie mit einem zahlenmäßigen Nachteil an, da die Teams aus drei bis fünf Mitgliedern bestehen konnten, und mussten daher oft zweimal gegen frische Gegner auf die Matte.
Mit einem knappen Ergebnis von 3:2 besiegten sie Georgien, Finnland und Großbritannien. Mit demselben Ergebnis verloren sie gegen Argentinien und Polen.
Auch Trainer Filip Šeketa, der den Judo-Club Zrinski leitet, machte keinen Hehl aus seinem Stolz.
"Es ist schwer in Worte zu fassen, wie stolz ich auf die Jungs bin. Sie leben den Judo wirklich. Sie trainieren fleißig, hören zu, respektieren Absprachen und sind ein wahres Vorbild dafür, wie sich Sportler verhalten sollten, sowohl auf der Matte als auch außerhalb. Deshalb freue ich mich besonders, wenn sich ihre ganze Mühe auf diese Weise auszahlt,"sagte Šeketa gegenüber Kaportal und fügte hinzu, dass solche Wettkämpfe viel mehr als sportliche Wettbewerbe seien und es wunderbar sei, den gegenseitigen Respekt und die Unterstützung unter den Sportlern aus aller Welt zu sehen.
Übrigens ist dies nicht der erste große Erfolg von Mateo Holjevac auf der internationalen Bühne. Genau in Lindesberg wurde er im Vorjahr Europameister, und nun hat er seiner Medaillensammlung die erste WM-Medaille hinzugefügt.