Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen haben am Montag, dem 10. August 2026, eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie scharf vor dem warnen, was sie als "unkontrollierte Einwanderung" nach Europa bezeichnen. Die beiden Regierungschefinnen, die einzigen Frauen an der Spitze von Regierungen in der Europäischen Union, forderten die Einrichtung von Migrantenzentren außerhalb der Union, um abgelehnte Asylbewerber in ihre Herkunftsländer zurückführen zu können.
"Wir akzeptieren keine unkontrollierte Einwanderung nach Europa und haben sowohl in unseren Heimatländern als auch in Europa eine strenge Einwanderungspolitik angeführt", schrieb die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in einem Beitrag auf Instagram.
Schonungslose Diagnose des Problems
Frederiksen nannte in ihrer Erklärung eine Reihe konkreter Folgen, die die illegale Einwanderung ihren Worten zufolge für die europäischen Gesellschaften mit sich bringt. "Niemand kann leugnen, dass illegale Einwanderung unsere Gesellschaften negativ beeinflusst: steigende Kriminalitätsraten, zunehmender Druck auf die öffentlichen Dienste und die Erosion des öffentlichen Vertrauens", so ihre Botschaft.
Besonders hob sie die Schwere von Situationen hervor, in denen Täter schwerer Straftaten keinen legalen Status haben. "Besonders ernst ist es, wenn illegale Migranten, die kein Recht haben, in unseren Ländern zu bleiben, Gewalt und Verbrechen begehen, mit Drogen handeln oder für sexuelle Gewalt verantwortlich sind", fügte Frederiksen hinzu.
Lösung außerhalb der EU-Grenzen
Im Zentrum ihres Vorschlags steht die Idee, die Verfahren außerhalb des Territoriums der Union zu verlagern. Meloni und Frederiksen bestehen darauf, dass "Migrantenzentren außerhalb der Union für die Rückkehr in Drittländer außerhalb der EU sowie andere innovative Lösungen außerhalb Europas eingerichtet werden müssen". Diese Rückkehrzentren, wie sie oft genannt werden, sind seit Jahren Gegenstand von Diskussionen innerhalb des Blocks und bleiben ein äußerst kontroverses Thema.
Politisch unvereinbar, aber vereint
Das gemeinsame Auftreten der beiden Ministerpräsidentinnen ist besonders interessant angesichts ihrer diametral entgegengesetzten politischen Positionen. Giorgia Meloni führt die rechtsextreme Partei Brüder Italiens, während Mette Frederiksen Sozialdemokratin ist. Sich dieser Unterschiede bewusst, betonten sie in der Erklärung: "Wir gehen von sehr unterschiedlichen politischen Positionen aus. Wir sind nicht in allem einer Meinung. Aber wir sind verbunden in unserem Wunsch, Europa zu schützen."