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Meloni und Frederiksen fordern Migrantenzentren außerhalb der EU

Die italienische und die dänische Ministerpräsidentin haben sich trotz gegensätzlicher politischer Positionen in einer scharfen Warnung zusammengetan und fordern die Einrichtung von Migrantenzentren außerhalb der Grenzen der Europäischen Union.

Foto: Wikipedia (Mette Frederiksen)
Kurz gesagt
  • Die italienische Ministerpräsidentin Meloni und die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen haben vor 'unkontrollierter Einwanderung' nach Europa gewarnt.
  • Gemeinsam forderten sie die Einrichtung von Migrantenzentren außerhalb der EU zur Rückführung abgelehnter Asylbewerber.
  • Die dänische Ministerpräsidentin brachte illegale Einwanderung scharf mit steigender Kriminalität und Druck auf öffentliche Dienste in Verbindung.
  • Das Auftreten ist ungewöhnlich, da es zwei Regierungschefinnen von ganz rechts und der linken Mitte vereint, die in dem Wunsch, 'Europa zu schützen', verbunden sind.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen haben am Montag, dem 10. August 2026, eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie scharf vor dem warnen, was sie als "unkontrollierte Einwanderung" nach Europa bezeichnen. Die beiden Regierungschefinnen, die einzigen Frauen an der Spitze von Regierungen in der Europäischen Union, forderten die Einrichtung von Migrantenzentren außerhalb der Union, um abgelehnte Asylbewerber in ihre Herkunftsländer zurückführen zu können.

"Wir akzeptieren keine unkontrollierte Einwanderung nach Europa und haben sowohl in unseren Heimatländern als auch in Europa eine strenge Einwanderungspolitik angeführt", schrieb die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in einem Beitrag auf Instagram.

Schonungslose Diagnose des Problems

Frederiksen nannte in ihrer Erklärung eine Reihe konkreter Folgen, die die illegale Einwanderung ihren Worten zufolge für die europäischen Gesellschaften mit sich bringt. "Niemand kann leugnen, dass illegale Einwanderung unsere Gesellschaften negativ beeinflusst: steigende Kriminalitätsraten, zunehmender Druck auf die öffentlichen Dienste und die Erosion des öffentlichen Vertrauens", so ihre Botschaft.

Besonders hob sie die Schwere von Situationen hervor, in denen Täter schwerer Straftaten keinen legalen Status haben. "Besonders ernst ist es, wenn illegale Migranten, die kein Recht haben, in unseren Ländern zu bleiben, Gewalt und Verbrechen begehen, mit Drogen handeln oder für sexuelle Gewalt verantwortlich sind", fügte Frederiksen hinzu.

Lösung außerhalb der EU-Grenzen

Im Zentrum ihres Vorschlags steht die Idee, die Verfahren außerhalb des Territoriums der Union zu verlagern. Meloni und Frederiksen bestehen darauf, dass "Migrantenzentren außerhalb der Union für die Rückkehr in Drittländer außerhalb der EU sowie andere innovative Lösungen außerhalb Europas eingerichtet werden müssen". Diese Rückkehrzentren, wie sie oft genannt werden, sind seit Jahren Gegenstand von Diskussionen innerhalb des Blocks und bleiben ein äußerst kontroverses Thema.

Politisch unvereinbar, aber vereint

Das gemeinsame Auftreten der beiden Ministerpräsidentinnen ist besonders interessant angesichts ihrer diametral entgegengesetzten politischen Positionen. Giorgia Meloni führt die rechtsextreme Partei Brüder Italiens, während Mette Frederiksen Sozialdemokratin ist. Sich dieser Unterschiede bewusst, betonten sie in der Erklärung: "Wir gehen von sehr unterschiedlichen politischen Positionen aus. Wir sind nicht in allem einer Meinung. Aber wir sind verbunden in unserem Wunsch, Europa zu schützen."

Häufige Fragen
Was genau sind die Migrantenzentren außerhalb der EU, die Meloni und Frederiksen vorschlagen? +
Es handelt sich um einen Vorschlag für Zentren in Drittländern, außerhalb der Grenzen der Europäischen Union, wohin abgelehnte Asylbewerber vor ihrer Rückkehr in ihre Herkunftsländer gebracht werden sollen.
Warum ist diese gemeinsame Erklärung ungewöhnlich? +
Sie ist ungewöhnlich, weil sie von zwei Regierungschefinnen kommt, die an völlig entgegengesetzten Enden des politischen Spektrums stehen. Giorgia Meloni führt eine rechtsextreme Partei, während Mette Frederiksen Sozialdemokratin ist.
Welche negativen Folgen illegaler Einwanderung nennt die dänische Ministerpräsidentin? +
Mette Frederiksen hob steigende Kriminalitätsraten, erhöhten Druck auf öffentliche Dienste, die Erosion des öffentlichen Vertrauens sowie Fälle schwerer Verbrechen wie Gewalt, Drogenhandel und sexuelle Gewalt hervor, die von Personen ohne Aufenthaltsrecht begangen werden.
Sind solche Rückkehrzentren eine neue Idee in der Europäischen Union? +
Nein, über sie wird seit Jahren diskutiert, aber sie bleiben ein sehr kontroverses Thema innerhalb der EU und wurden noch nicht eingerichtet.

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