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Gedenkstätte in Škabrnja nach 14 Jahren fertiggestellt, Eröffnung möglicherweise am Gemeindetag

Das 400 Quadratmeter große Gebäude mit Multimedia-Saal, Gedenkraum und Gemeindebüros wartet nur noch auf Formalitäten, bevor es die ersten Besucher empfangen kann

Foto: Wikipedia (Domovinski rat)
Kurz gesagt
  • Das Gedenkzentrum in Škabrnja ist nach 14 Jahren Bauzeit fertiggestellt und besitzt seit Juli 2026 eine Nutzungsgenehmigung.
  • Das 400 m² große Gebäude auf zwei Etagen umfasst einen Multimediaraum, einen Gedenkraum mit Kreuz auf dem Dach sowie Büros der Gemeindeverwaltung.
  • Die Eröffnung wird nach Absprache mit dem Ministerium am Gemeindetag, dem 18. Oktober, oder früher erwartet.

Mehr als dreißig Jahre nach der Tragödie im Kroatienkrieg und vierzehn Jahre nach Baubeginn ist das Gedenkzentrum in Škabrnja endlich vollständig fertiggestellt. Das Gebäude hat die Nutzungsgenehmigung erhalten, und es bleibt nur noch die Abstimmung über das Datum der offiziellen Eröffnung, berichtete die Zadarski list am Freitag, 31. Juli 2026.

Das Zentrum erstreckt sich über 400 Quadratmeter und ist in zwei Etagen gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich ein Multimediaraum für Veteranenverbände, Anwohner und Besucher, im Obergeschoss ist der Sitz der Gemeindeverwaltung untergebracht: der Gemeinderatssaal und vier Büros. Auf der rechten Seite des Gebäudes befindet sich ein Gedenkraum mit den Namen der Opfer, über dem sich das Dach in Form eines Kreuzes öffnet.

Langer Weg bis zur Fertigstellung

Mit den Arbeiten am Zentrum wurde bereits 2012 begonnen, doch das Projekt war von Anfang an von finanziellen Schwierigkeiten begleitet. Die Inflation trieb die Kosten deutlich in die Höhe, und zusätzliche Verzögerungen verursachten die Insolvenzen zweier an dem Bau beteiligter Baufirmen. Trotz allem gelang es der Gemeinde Škabrnja, das Projekt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien zu Ende zu führen.

"Die Arbeiten am Zentrum sind abgeschlossen, das Gebäude hat die Nutzungsgenehmigung und alles ist eingerichtet. Es bleiben nur noch kleine Formalitäten und die Abstimmung über das Eröffnungsdatum, damit alles angemessen organisiert werden kann", sagte Ivan Škara, Gemeindevorsteher von Škabrnja, der Zadarski list.

Symbolisches Datum

Obwohl das genaue Eröffnungsdatum noch nicht bestätigt ist, kündigte Gemeindevorsteher Škara die Möglichkeit an, dass das Zentrum am Gemeindetag, dem 18. Oktober (Jahr nicht angegeben), eröffnet wird. Der Termin wird noch mit dem Ministerium abgestimmt, doch er betont, dass die Türen des Gedenkzentrums bald geöffnet werden.

"Wir sind aufgeregt, weil wir endlich die Räumlichkeiten eröffnen und Veteranenverbände, Besucher und alle, die sich dafür interessieren, was hier während des Kroatienkrieges geschah, empfangen können. Nach mehr als 30 Jahren werden wir endlich einen Ort haben, der der Erinnerung dient", betonte Škara.

Ort der Erinnerung und neues gesellschaftliches Zentrum

Škabrnja wurde 1991 schwer getroffen, als der Ort angegriffen und zerstört wurde und viele Einwohner ihr Leben verloren. Das Gedenkzentrum ist nicht nur als dauerhafte Erinnerung an die Opfer gedacht, sondern auch als neues Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde, ein Ort, an dem sich Vereine treffen, Veranstaltungen stattfinden und Besucher empfangen werden.

Laut Zadarski list soll das Gebäude mit dem Gedenkraum und dem symbolischen Kreuz auf dem Dach zu einem Ort werden, an dem die Erinnerung an das Leid bewahrt wird, aber auch zu einem Ort der Begegnung und des Alltagslebens der Menschen von Škabrnja.

Häufige Fragen
Wann wurde das Gedenkzentrum in Škabrnja fertiggestellt? +
Die Arbeiten wurden vollständig abgeschlossen und das Gebäude besitzt seit dem 31. Juli 2026 eine Nutzungsgenehmigung, berichtete die Zadarski list.
Wann wird das Zentrum für die Öffentlichkeit geöffnet? +
Das genaue Datum ist noch nicht bestätigt, aber Gemeindevorsteher Ivan Škara hat die Möglichkeit einer Eröffnung am Gemeindetag, dem 18. Oktober, angekündigt.
Was befindet sich im Gedenkzentrum? +
Auf 400 m² sind ein Multimediaraum, ein Gedenkraum mit den Namen der Opfer, der Gemeinderatssaal und vier Büros untergebracht.
Warum dauerte der Bau so lange? +
Der 2012 begonnene Bau verzögerte sich wegen gestiegener Kosten, Inflation und der Insolvenz zweier beteiligter Baufirmen.

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