Die Debatte über den größten Fußballer der Geschichte wird wahrscheinlich nie endgültig entschieden, doch einige Namen dominieren diese Gespräche immer wieder. Die türkische Zeitung Daily Sabah hat ihre Rangliste der 50 größten Spieler aller Zeiten veröffentlicht, und an der Spitze steht Lionel Messi, womit eine weitere Episode der ewigen Sportfrage abgeschlossen ist.
Der argentinische Virtuose, mit rekordverdächtigen acht gewonnenen Goldenen Bällen und dem schließlich 2022 gewonnenen Weltmeistertitel, wird als Maßstab für Größe im modernen Fußball gesetzt. Seine Karriere, die neben zahlreichen Vereinstiteln auch den Gewinn der Copa América 2021 umfasst, ist von über 800 offiziellen Toren und unzähligen Vorlagen geprägt, womit sein Einfluss die trockene Statistik bei weitem übertrifft.
Brasilianisches Erbe und Maradonas Magie
Direkt hinter Messi platziert sich der legendäre Brasilianer Pelé, der einzige Spieler in der Geschichte mit drei Weltmeistertiteln (1958, 1962 und 1970). Seine Explosivität und sein Torinstinkt machten ihn zum ersten globalen Fußball-Superstar. Der dritte Platz gebührt Diego Maradona, dessen Kampagne bei der Weltmeisterschaft 1986 in goldenen Buchstaben in die Geschichte eingegangen ist. Neben der berühmten "Hand Gottes" und dem "Jahrhunderttor" gegen England transformierte Maradona Neapel, indem er mit dem Verein zwei Serie-A-Titel und den UEFA-Pokal gewann.
Cristiano Ronaldo belegte den vierten Platz, und seine unglaubliche Langlebigkeit sowie fünf gewonnene Champions-League-Titel, zusammen mit fünf Goldenen Bällen, machen ihn zu einem der größten Sportler aller Zeiten. Die Führung Portugals zum historischen Titel bei der EM 2016 festigte seinen Status zusätzlich. Die ersten fünf komplettiert der Niederländer Johan Cruyff, dreifacher Gewinner des Goldenen Balls, dessen Fußballphilosophie als Spieler und Trainer das Spiel für immer verändert hat.
Modrić stolz unter den Unsterblichen
Einen besonderen Platz auf der Liste für kroatische Fans nimmt Luka Modrić ein, der sich auf Position 33 platziert hat. Der Kapitän der Vatreni ist einer der wenigen aktiven Spieler auf der Liste, neben Messi, Cristiano Ronaldo, Manuel Neuer, Sergio Ramos, Luis Suárez und Neymar, die noch immer ihre Karrieren schreiben.
In der Elite-Gesellschaft von Platz sechs bis zehn befinden sich Franz Beckenbauer, Weltmeister als Kapitän (1974) und als Trainer (1990), der Brasilianer Ronaldo Nazário, Held des Finales von 2002 mit zwei Toren, der Franzose Zinedine Zidane, Torschütze von zwei Toren im Finale von 1998 und Autor des wundersamen Volleys im Champions-League-Finale 2002, Alfredo Di Stefano, Anführer von Real Madrid beim Gewinn von fünf aufeinanderfolgenden Europapokalen, sowie Michel Platini, der von 1983 bis 1985 drei Goldene Bälle in Folge gewann und Frankreich zum Europameistertitel 1984 führte.
Eine Debatte, die nie endet
Die Liste, die Spieler aus verschiedenen Epochen umfasst, von Lew Jaschin und George Best bis zu Xavi Hernández und Andrés Iniesta, wirft unweigerlich Fragen zu den Kriterien auf. Daily Sabah betont, dass Verteidiger und Torhüter in solchen Auswahlen oft unterbewertet werden, und historische Daten vor den 1960er Jahren weniger vollständig sind. Dennoch wird die ewige Debatte zwischen Messis vielseitiger Brillanz, Pelés unnachahmlicher Sammlung von Weltmeistertiteln, Maradonas Höhepunkt und Ronaldos Langlebigkeit für immer Gesprächsstoff für Fußballfans auf der ganzen Welt bleiben.