Umwelt- und Energiewendeministerin Marija Vučković informierte am Samstag über den Fortschritt der Sanierung und Entsorgung von Gefahrengut in Gospić. Sie betonte, dass zwei Ausschreibungsverfahren eröffnet wurden und dass am selben Morgen neue Anfragen zur Annahme von Abfällen an eine Reihe von Adressen in ganz Europa gesendet wurden.
Die Ministerin erinnerte an den entscheidenden Infrastrukturmangel, der den Export von Abfällen zur einzigen Option macht. "Kroatien hat keine Deponie für Gefahrengut und keine Müllverbrennungsanlage, das ist der logische Weg", erklärte Vučković.
Anfragen an 62 Standorte in Europa gesendet
Nach den Worten der Ministerin startete das Ministerium die erste Runde von Anfragen am 28. Juli 2026, als sie an 15 Adressen im Ausland gesendet wurden. Nach der Veröffentlichung der neuesten Ergebnisse der Geotechnischen Fakultät wurde die Suche ausgeweitet.
"In der Zwischenzeit haben wir in Europa weitere Adressen gefunden, und heute Morgen wurden neue Anfragen mit Blick auf die zuletzt veröffentlichten Ergebnisse der Geotechnischen Fakultät gesendet. Wir haben heute zusätzlich, laut Liste, an 32 Verbrennungsanlagen und 30 Deponien für Gefahrengut gesendet", sagte Vučković, womit sich die Gesamtzahl der kontaktierten Standorte auf 62 erhöht.
Gefahr im Karstgebiet
Die Ministerin räumte ein, dass der vergrabene Abfall zu Recht Besorgnis in der Öffentlichkeit auslöst, insbesondere wegen der Lage im Karstgebiet. Sie warnte auch vor dem größeren Problem sogenannter schwarzer Punkte.
"Ebenso, was den vergrabenen Abfall betrifft, von dem ich sagte, dass er die Öffentlichkeit zu Recht beunruhigt, wie mich auch andere Standorte beunruhigen, die sogenannten schwarzen Punkte in Karstgebieten, ist es richtig, dass neben den lokalen Verschmutzungen, die vorhanden sind und über die wir früher gesprochen haben, die Gefahr einer schnelleren Ausbreitung besteht. Das ist alles richtig. Wir arbeiten an all diesen Punkten", erklärte Vučković.
Auf die Frage, was sie den Bürgern von Gospić mitteilen möchte, bat die Ministerin um Geduld. Sie sagte, man müsse abwarten und sehen, ob es interessierte Wirtschaftsakteure für die zwei laufenden Ausschreibungsverfahren geben werde, und dass die Bürger nach der Analyse über die gewählte Sanierungsvariante informiert würden.
"Wir tun alles, was möglich ist", so Vučković.