Der jahrelange Rechtsstreit zwischen der Stadt Pula und dem Unternehmer Milija Mirović um den Parkplatz in der Vrtlarska-Straße ist endlich beendet. Am Montag, dem 3. August 2026, wurde in der Vrtlarska 6 eine Zwangsvollstreckung gegen die Firma Fortuna Invest durchgeführt, und die Verwaltung dieses Parkplatzes wurde von Pula Parking übernommen.
Das Verfahren verlief ohne Zwischenfälle und basierte auf einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung. "Wir haben eine rechtskräftige Räumungsverfügung erhalten und diese am Montag umgesetzt. Es handelt sich um einen Parkplatz, den Herr Mirović bzw. seine Firma Fortuna über viele Jahre illegal zur Parkgebührenerhebung genutzt hat", erklärte der stellvertretende Bürgermeister von Pula, Siniša Gordić, gegenüber Glas Istre, der persönlich bei der Räumung anwesend war.
Was wurde entfernt und was folgt
Die erste Phase umfasste die Entfernung der Schranke, um den Bürgern freien Zugang zu ermöglichen. Gordić bestätigte auch die Entfernung des Häuschens, das zur Parkgebührenerhebung diente, und betonte, dass dies besonders problematisch war, da es sich um jahrelange illegale Gebührenerhebung handelte.
Auf dem Gelände verblieb jedoch noch eine Metallbox mit verschiedenen Geräten und Gegenständen. "Die nächste Phase umfasst die Entfernung der Metallbox, die auf dem Gelände verblieben ist und verschiedene Geräte und andere Gegenstände enthält. Dort befinden sich auch Fahrradständer, Sand, Eimer und andere Dinge", erläuterte Gordić. Er fügte hinzu, dass gemäß dem gesetzlichen Verfahren alle Gegenstände zunächst inventarisiert und dann auf Kosten des Eigentümers entfernt werden.
"Danach werden die Gegenstände auf Kosten des Eigentümers entfernt, da er sie nicht selbst entfernt hat. Dadurch wird der Bereich vollständig geräumt, und Pula Parking wird die Verwaltung dieses Parkplatzes übernehmen und eine regelmäßige Parkkontrolle einrichten."
Bewegte Vergangenheit des Streits
Der Konflikt eskalierte im April 2026, als mehrere Vorfälle registriert wurden. Mirović blockierte damals die Durchfahrt mit Fahrzeugen und wurde nach Weigerung, polizeilichen Anordnungen Folge zu leisten, vorübergehend festgenommen. Die Situation wurde zusätzlich durch seine verbalen Auseinandersetzungen mit Journalisten, die vor Ort berichteten, sowie seine beharrliche Weigerung, mit den Stadtbehörden zu kommunizieren, verschärft, mit der Botschaft, dass er deren Forderungen nicht anerkenne.
Am Ende scheint er die juristische Niederlage akzeptiert zu haben und übergab das Grundstück ohne größeren Widerstand. Die Räumung am Montag verlief ohne Zwischenfälle, und Gordić bestätigte, dass kein polizeiliches Eingreifen erforderlich war.