Der Präsident von HNK Rijeka, Damir Mišković, hat in einem ausführlichen Interview für das Portal Torpedo.media enthüllt, dass es eine mündliche Vereinbarung mit dem Mittelfeldspieler Toni Fruk über eine Vertragsverlängerung gibt, falls es bis zum Ende der Transferperiode nicht zu seinem Transfer kommt. Diese Nachricht ist für Rijeka von entscheidender Bedeutung, da Fruks aktueller Vertrag am Ende der Saison ausläuft.
'Fruk bleibt, bis ihn jemand kauft'
Mišković verbarg nicht den Wunsch, einen der besten Spieler der Liga zu verkaufen, betonte jedoch, dass es einen klaren Plan für beide Szenarien gibt. "Fruk bleibt, bis ihn jemand kauft", sagte Mišković und fügte hinzu: "Wir haben eine mündliche Vereinbarung, falls er nicht verkauft wird, dass er seinen Vertrag verlängert. Wir werden sehen, was mit ihm passiert. Ich würde gerne und ich denke, es ist Zeit, dass er verkauft wird, aber man muss nur ruhig bleiben."
Zur Erinnerung: Rijeka zahlte fast vier Millionen Euro an Fiorentina für das Recht auf Fruks Transfer. Ein Abgang des Spielers ohne Ablöse im Sommer wäre ein erheblicher finanzieller Schlag für den Verein, weshalb die Vereinbarung über einen neuen Vertrag von großer Bedeutung ist. Nach inoffiziellen Informationen verlangt Mišković mindestens zehn Millionen Euro für sein Juwel, doch ein konkretes Angebot, das Rijeka zufriedenstellen würde, ist bisher nicht eingegangen, obwohl Fruk mit mehreren Vereinen in Verbindung gebracht wurde.
Schande ohne Sponsor, verspricht 10 Prozent Belohnung
Rijeka startete in die neue Saison ohne den Namen eines Hauptsponsors auf der Vorderseite des Trikots, was Mišković offen kommentierte. Obwohl er bestätigte, dass die Verhandlungen mit einem Unternehmen weit fortgeschritten sind, wird es nicht schnell zu einer Unterschrift kommen.
"Wir sind kurz vor der Unterzeichnung mit einem neuen Hauptsponsor, aber das wird sicherlich noch 5-6 Monate dauern. Sie kommen erst nach Kroatien, wir sprechen mit ihnen. Aber das ist diese Schande, dass wir als Rijeka nach all diesen Erfolgen keinen Sponsor finden können. Ich habe bereits gesagt, wer einen Sponsor bringt, erhält 10 Prozent des Gewinns", so der erste Mann des Vereins aus Rujevica.
Personalkreuzworträtsel: Kaderverkleinerung und Suche nach einem Flügelspieler
Mišković äußerte sich auch zum Spielerkader und gab zu, dass es zeitweise zu viele Spieler gab. "Wir haben daran gearbeitet, den Kader zu verkleinern, er war zu groß. Wir haben in Panik gehandelt und gedacht, wir brauchen mehr Spieler, aber es stellte sich heraus, dass wir das nicht brauchen, aber okay. Jedes Mal, wenn ein Trainer da ist, muss man seine Anforderungen erfüllen, aber dieses Jahr haben wir gezielt Spieler abgegeben oder verkauft, und wir werden es weiterhin tun", erklärte er.
Was die Zugänge betrifft, ist die Priorität klar: ein Flügelstürmer. "Es ist nicht gerade einfach, einen Flügelspieler zu finden, aber sicherlich arbeiten die Sportdirektoren daran. Wir haben ein paar Flügelspieler gefunden, die unseren Kriterien entsprechen. Ich denke, es wird noch ein Flügelspieler kommen, aus dem Ausland. Bei uns gibt es leider keinen. Was wir in Kroatien nehmen konnten, haben wir genommen", schloss Mišković. Nach Yusuf Kabadayi, dem 22-jährigen Flügelstürmer, der auf Leihbasis bis zum Saisonende mit Kaufoption von Augsburg kam, zielt Rijeka auf eine weitere Verstärkung für diese Position.
Lob für Dalić und Kek
Im Interview sprach Mišković auch über den ehemaligen Nationaltrainer Zlatko Dalić, der Fruk nicht zur Weltmeisterschaft mitgenommen hatte. "Wir sind alle enttäuscht, wenn unser Liebling nicht spielt, aber Zlatko ist sein eigener Herr. Man kann Zlatko nicht sagen 'der oder jener muss spielen', und darin liegt sein großer Wert. In diesem Moment waren die Jungs, die gespielt haben, besser als Fruk, leider. Erinnern wir uns, dass Fruk eine lange Pause wegen Problemen mit der Hand hatte, und das war der Grund, warum er nicht spielte", sagte er. Er fügte hinzu, dass Dalić einen fantastischen Job gemacht habe und es für alle besser gewesen sei, dass er sich zurückgezogen habe, während er auf dem Höhepunkt war.
Besonders hob er die Rückkehr von Matjaž Kek auf die Bank von Rijeka hervor und nannte ihn eine der größten Verstärkungen dieser Saison. Unter seiner Führung startete Rijeka mit vier Siegen, was die Optimismus vor der Fortsetzung der Meisterschaft und den europäischen Herausforderungen zusätzlich anheizte.