Die kroatische U20-Wasserball-Nationalmannschaft besiegte am Donnerstag, dem 13. August 2026, Frankreich überzeugend mit 21:8 und zog ins Viertelfinale der Europameisterschaft ein. Die Partie im Freibad Julian Rusev in Warna, vor nur 150 Zuschauern, war eine vollständige Dominanz der Mannschaft von Trainer Zoran Bajić.
Bereits nach dem ersten Viertel war klar, wohin die Reise geht. Kroatien gewann diesen Abschnitt mit 6:1 und ging mit einem deutlichen 11:3 in die Halbzeit. Frankreich, trainiert von Enzo Khasz, fand weder gegen die kroatische Abwehr noch gegen die gut aufgelegten Angreifer eine Lösung.
Batoš glänzt zwischen den Pfosten
Besonders hervorzuheben ist Torhüter Batoš mit insgesamt 10 Paraden, darunter zwei gehaltene Fünfmetern, was die Franzosen zusätzlich frustrierte. Seine Kollegen im Tor, Špilar und Dragošević, kamen auf zwei beziehungsweise eine Parade. Auf der anderen Seite musste der französische Torhüter Fuksa acht Paraden zeigen, doch auch das konnte das Debakel seiner Mannschaft nicht verhindern.
In den kroatischen Reihen waren Sušić und Burburan mit je vier Toren am erfolgreichsten. Jerković, Žilić, Tončinić und Skejić steuerten jeweils zwei Treffer bei, während sich auch Čurković, Fajković, Dobrić und Rogić in die Torschützenliste eintrugen. Interessanterweise erhielten im letzten Viertel auch Ersatzspieler wie Fajković, Roglić und Donđivić ihre Chance vom Fünfmetern.
Statistik, die alles sagt
Der Qualitätsunterschied zeigte sich am deutlichsten in der Überzahl-Realisation: Kroatien nutzte 7 von 14 Chancen, während Frankreich mit nur 3 von 14 desolat war. Ähnlich sah es bei den Fünfmetern aus: Die kroatischen Spieler verwandelten 7 von 9, die Franzosen nur 2 von 5. Bei der Führung von 14:4 im dritten Viertel vergab Jerković den ersten von bis dahin sechs Fünfmetern, aber der Abpraller landete dennoch im Netz.
Frankreich war mit gemischten Ergebnissen ins Turnier gestartet: Siege gegen Slowenien (21:13) und Bulgarien (13:11), aber auch eine Niederlage gegen die Türkei (15:8). Der französische A-Nationaltrainer Vjeko Kobeščak wird in dieser Generation nur schwer Spieler für die Zukunft der A-Nationalmannschaft finden.
Freitag bringt das Derby gegen Serbien
Für Kroatien folgt nun eine weitaus ernstere Prüfung. Am Freitag um 17 Uhr trifft das Team auf Serbien, um den Einzug ins Halbfinale und den Kampf um die Medaillen zu sichern. Es wird ein weiteres Aufeinandertreffen zweier Wasserball-Schulen, die in der Geschichte die schönsten Seiten dieses Sports geschrieben haben.
Die Schiedsrichter der Partie gegen Frankreich waren Licari aus Malta und Jimenez aus Spanien. Kroatien erledigte die Aufgabe routiniert, mit einigen Fehlern, die die Franzosen nicht nutzen konnten oder wollten, wie in einem Bericht von vor Ort festgehalten wurde.