Die Jugendorganisation der Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) bewertete am Mittwoch anlässlich des Internationalen Jugendtages, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Kroatien auf einem historischen Tiefstand liegt. In einer Mitteilung betonten sie, dass es notwendig sei, die Umsetzung von Maßnahmen fortzusetzen, die jungen Menschen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern, wobei sie als Prioritäten die Erhöhung des Angebots an bezahlbaren Wohnungen und die weitere finanzielle Entlastung derjenigen, die bereits auf dem Arbeitsmarkt sind, hervorhoben.
"Das diesjährige Thema ‚Verschiedene Kontexte, gemeinsame Bestrebungen' zeigt, dass junge Menschen unabhängig von den unterschiedlichen Umständen, in denen wir leben, dieselben Ziele teilen, qualitativ hochwertige Bildung, sichere Arbeitsplätze, bezahlbarer Wohnraum und die Möglichkeit eines unabhängigen Lebens", so die HDZ-Jugend.
Investitionen in Bildung und studentische Standards
Die Jugendorganisation der Regierungspartei betont die kontinuierlichen Investitionen in Schüler- und Studentenstandards. Sie führen an, dass allen Grundschülern kostenlose Mahlzeiten zur Verfügung gestellt werden und der Staat Lehrbücher und Transport finanziert. Jährlich werden etwa 13.500 sozioökonomische und MINT-Stipendien vergeben. "Seit 2016 wurden den Studierenden mehr als 150.000 Stipendien zuerkannt, wobei sowohl die Anzahl als auch die Beträge erhöht wurden", heißt es in der Mitteilung.
Sie erinnerten auch an Investitionen in Studentenwohnheime in 18 kroatischen Städten sowie an die Renovierung von 34 Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen in Zagreb. Als wichtige Vorteile für Studierende hoben sie den Mindestlohn für studentische Arbeit von 6,56 Euro und die Erhöhung des steuerfreien Betrags für studentische Arbeit auf 12.000 Euro hervor, zusätzlich zur Einführung einer Mindestvergütung für Schülerarbeit.
Steuererleichterungen und Rekordbeschäftigung
Sie äußerten sich auch zur finanziellen Situation junger Menschen, die bereits berufstätig sind. "Es ist wichtig, junge Menschen, die bereits in den Arbeitsmarkt eingetreten sind, finanziell zu entlasten", heißt es. Mehr als 200.000 junge Menschen haben Anspruch auf Rückerstattung der Einkommensteuer, wobei Personen unter 25 Jahren eine 100-prozentige und Personen zwischen 26 und 30 Jahren eine 50-prozentige Rückerstattung erhalten.
Die HDZ-Jugend betont, dass die Beschäftigung in Kroatien auf dem höchsten Stand aller Zeiten liegt, während die Zahl der registrierten arbeitslosen Jugendlichen auf etwa 14.000 gesunken ist. Als Indikator für den Anstieg des Lebensstandards führten sie an, dass das durchschnittliche Nettoeinkommen im Mai 2026 bei 1.552 Euro lag.
Vom Kindergarten bis zur Wohnung: Maßnahmen für Familie und Selbstständigkeit
In der Mitteilung wird auch auf die Mittel für die Familieninfrastruktur hingewiesen. Für Kindergärten sind 530 Millionen Euro bereitgestellt, was etwa 44.000 neue Plätze ergeben soll. In Grundschulen und die Schaffung von Bedingungen für den Unterricht in einer Schicht werden zwei Milliarden Euro investiert, und das Elterngeld wurde auf 3.000 Euro erhöht.
Als eine der größten Herausforderungen für junge Menschen hoben sie bezahlbaren Wohnraum hervor. "Es ist wichtig, das Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu erhöhen, den langfristigen Mietmarkt zu entwickeln und jungen Menschen die Lösung einer der größten Fragen auf dem Weg zu einem unabhängigen Leben zu erleichtern", so ihre Botschaft. Dabei verwiesen sie auf den Nationalen Wohnungspolitikplan bis 2030 im Wert von zwei Milliarden Euro sowie auf die Maßnahme der Steuerrückerstattung beim Kauf der ersten Immobilie.
Plenković zum Müll in Gospić: "Ohne Hysterie, Panik und Drama"
In einem separaten Beitrag auf der Social-Media-Plattform X am Vortag, dem 11. August, äußerte sich Premierminister Andrej Plenković zum Müllproblem in Gospić und zur Kritik der Opposition. "Die Regierung der Republik Kroatien geht die Situation mit dem Müll in Gospić ernsthaft und verantwortungsvoll an, im Gegensatz zur Opposition, die mit Desinformationen Panik verbreitet und versucht, eine fabrizierte Ausnahmesituation zu schaffen", schrieb er.
Plenković kündigte eine beschleunigte Sanierung von insgesamt 37.000 Tonnen Müll an und erklärte, dass alle, die Straftaten begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden, und der Staat werde auch die finanziellen Mittel für die Sanierung zurückfordern. Er fügte hinzu, dass nach Messungen des Kroatischen Instituts für öffentliche Gesundheit (HZJZ) keine Gefahr für das Trinkwasser in der Lika bestehe und die Öffentlichkeit regelmäßig über die Wasserqualität informiert werde.
"So wie wir bisher Probleme mit verschiedenen Arten von Abfällen gelöst haben, werden alle maximal engagiert sein, auch beim Thema Abfall in Gospić, aber ruhig, rational, ernsthaft, fachkundig und verantwortungsvoll, ohne Hysterie, Panik und Drama", schloss Plenković und fügte hinzu, dass die Regierungskoalition stabil sei und die Initiative der Opposition für ein Misstrauensvotum gegen die Regierung wie viele zuvor enden werde.