Mourinho äußert sich scharf zur vergangenen Saison
Der Portugiese kehrt zu Real Madrid zurück, und in den spanischen Medien wird bereits heftig darüber diskutiert, ob er noch ein Top-Trainer ist.
Der Portugiese kehrt zu Real Madrid zurück, und in den spanischen Medien wird bereits heftig darüber diskutiert, ob er noch ein Top-Trainer ist.
José Mourinho hat gegenüber El Chiringuito TV eine Erklärung abgegeben, in der er auf die vergangene Saison und die Misserfolge im Verein zurückblickt und betont, dass nicht nur Trainer und Spieler die Verantwortung tragen. Seine Rückkehr zu Real Madrid, über die am 19. August 2026 Fabrizio Romano und Goal.com berichteten, sorgt bereits für heftige Reaktionen in der spanischen Öffentlichkeit.
Im Gespräch mit El Chiringuito TV kommentierte Mourinho die vergangene Saison und erwähnte Xabi Alonso und Árbeloa, die "den Preis" für die Misserfolge gezahlt hätten. Er betonte jedoch, dass viele Faktoren den Ausgang der Spiele beeinflussen.
"Last season, Xabi Alonso and Árbeloa paid the price... but many factors impact the win or the loss", sagte Mourinho.
Er fügte eine umfassendere Bewertung der Verantwortung innerhalb des Vereins hinzu:
"A lot of people failed. Not just coaches or players, people inside the club too", so seine Botschaft.
Die Sendung "La Tribu" auf Radio Marca widmete Mourinhos Rückkehr nach Madrid große Aufmerksamkeit. Die Diskussionsteilnehmer waren sich uneinig, welcher Mourinho in seiner neuen Amtszeit im Santiago Bernabéu zu sehen sein wird.
Einer der Teilnehmer zeigte sich überzeugt, dass das Publikum eine andere Version des Portugiesen sehen wird: "I think we will see a different version from the one we saw in 2011." Andere hingegen sind skeptisch und meinen, dass Mourinho nicht von seiner kontroversen Persönlichkeit zu trennen sei.
Über seinen Charakter sagte ein Teilnehmer: "What Mourinho does is not something contrived, and it is not a shield he hides behind. Mourinho is like this", und schloss daraus, dass man ihn vollständig akzeptieren müsse: "You have to take the whole package from him."
Die hitzigste Debatte drehte sich um die Frage, ob Mourinho noch ein Weltklasse-Trainer ist. Ein Teilnehmer bezeichnete ihn als "sehr guten Trainer", aber nicht mehr auf dem Niveau von Pep Guardiola und Luis Enrique.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Mourinho is first class, first, first." Seine Verteidiger betonten, dass der Portugiese "innovated and made his teams competitive" und dass sein Einfluss auf den Fußball über die Ergebnisse der letzten Saisons hinausgehe.
Kritiker hingegen erinnerten an seinen Niedergang und die immer selteneren Trophäen, darunter seine Amtszeit bei Roma, die Niederlage gegen Sevilla im Finale der Europa League sowie die anschließenden Episoden in der Türkei und in Portugal.
Ein Teil der Diskussionsteilnehmer ist überzeugt, dass Real Madrid nicht nur einen Trainer, sondern auch eine Persönlichkeit gesucht hat. "Real Madrid signed Mourinho because he is an institution, and because he represents a way of being", sagte einer von ihnen und spielte damit auf seine erste Amtszeit und die Auseinandersetzungen mit Barcelona an.
Am Ende werden die Ergebnisse entscheiden. Wie in der Debatte betont wurde, wird sein eigentlicher Kampf "will not be his personal battle, but rather an attempt to make Real Madrid win".
Mourinho kehrt in einem Moment zurück, in dem Real Madrid seit zwei Jahren keinen spanischen Titel mehr gewonnen hat und Barcelona dominiert. Die Debatte endete mit dem Satz: "Mourinho is what Florentino Pérez brings."