Wandbild in Srednjaci bewahrt die Erinnerung an die 149. Brigade
Zum 35. Jahrestag der Gründung der Einheit aus Trešnjevka wurde eine dauerhafte Gedenkstätte mit den Namen der Gefallenen enthüllt.
Zum 35. Jahrestag der Gründung der Einheit aus Trešnjevka wurde eine dauerhafte Gedenkstätte mit den Namen der Gefallenen enthüllt.
Der Zagreber Stadtteil Srednjaci hat seit Mittwoch ein neues Wandbild, das dauerhaft die Erinnerung an die 149. Brigade der Kroatischen Armee Trešnjevka bewahrt. Die Einheit wurde am 12. August 1991 gegründet, und anlässlich des 35. Jahrestags ihrer Gründung wurden die Namen der sieben Mitglieder, die im Heimatkrieg gefallen sind, erneut an der Wand angebracht, wie Narodno.hr berichtet.
Die Initiative geht auf Fran Fadljević, Bezirksrat des Stadtbezirks Trešnjevka Süd, zurück, während das Werk selbst von dem Muralisten Kruno Thorn ausgeführt wurde. Fadljević erklärt, dass die Idee aus Gesprächen mit Menschen aus der Nachbarschaft entstand, die wollten, dass ihre Veteranen einen dauerhaften Ort des Gedenkens genau dort erhalten, wo sie gelebt haben.
Das Wandbild ehrt alle Angehörigen der Brigade, insbesondere die sieben, deren Namen unter den Gefallenen verzeichnet sind: Mario Babić, Ivica Didović, Branko Farkaš, Ivan Franjić, Mislav Tkalec, Duško Popović und Ivica Žunić.
Die Brigade entstand in einem Moment, als Kroatien offener Aggression ausgesetzt war und schnell eigene Verteidigungskräfte aufbaute. Die Mobilisierung wurde im Herbst 1991 durchgeführt, und die ersten Kampfstellungen befanden sich entlang des Flusses Kupa.
Während des Krieges war die Einheit an mehreren Fronten im Einsatz: Ein Teil der Männer kämpfte in Westslawonien, und sie hinterließ auch in Posavina, Banovina und Lika ihre Spuren. Ihr Name und ihre Kriegsabzeichen werden bis heute als Teil des militärischen Erbes der Kroatischen Armee bewahrt, was zusätzlich die tiefe Verbundenheit mit Trešnjevka bezeugt.
Das Wandbild in Srednjaci ist nicht nur eine bemalte Fassade. Es vermittelt den neuen Generationen, dass die Freiheit, die sie heute genießen, nicht von selbst kam und dass hinter der Zahl 149 echte Nachbarn stehen, darunter sieben, die nie in ihren Stadtteil zurückkehrten.
Gerade solche Orte haben die tiefste Bedeutung, denn sie erinnern daran, dass die Geschichte des Heimatkrieges auch aus Straßen, Höfen und Familien besteht, aus denen die Menschen 1991 aufbrachen, um ihr Land zu verteidigen, ohne zu wissen, ob sie zurückkehren würden.