Der Brand, der am Montagnachmittag im Gebiet von Mašićka Šagovina ausgebrochen war, wurde heute Morgen um 6:28 Uhr nach fast 16 Stunden erschöpfendem Kampf gegen die Flammen gelöscht. Während die ersten Informationen vom Boden von 10 bis 15 Hektar betroffener Fläche sprachen, offenbarte die Aufnahme der Polizeidrohne eine erschreckende Wahrheit, die Flammen haben mindestens 100 Hektar vernichtet.
Drohne zeigt wahres Ausmaß der Katastrophe
Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Nova Gradiška, Tomislav Orlovac, bestätigte gegenüber 035portal, dass der Brand gelöscht wurde, und beschrieb den dramatischen Verlauf der Nacht. Erste Schätzungen vom Boden am Montagnachmittag deuteten auf deutlich geringeren Schaden hin, doch das Bild aus der Luft veränderte die Wahrnehmung völlig.
"Gegen 19:30 Uhr hat die Polizei das Brandgebiet mit einer Drohne aufgenommen, und dabei wurde festgestellt, dass wir von einer Fläche von etwa 100 Hektar sprechen, möglicherweise sogar mehr. Leider ist auch junger Wald zu Schaden gekommen", sagte Orlovac.
Wind und unwegsames Gelände erschwerten die Löscharbeiten
Der Einsatz, der am Montag gegen 14:30 Uhr begann, war von Anfang an von äußerst ungünstigen Bedingungen geprägt. Der Wind wechselte ständig die Richtung, trieb das Feuer in alle Richtungen und veränderte die Lage vor Ort kontinuierlich. Zudem erwies sich die Geländebeschaffenheit als nahezu unüberwindbares Hindernis für herkömmliche Feuerwehrfahrzeuge.
"Wir hatten verschiedene Fahrzeuge, aber ohne ‚Stiefel' und Kettenlaufwerke geht es in solchem Gelände einfach nicht. Das Gelände ist sehr unwegsam, und genau das stellte uns zusammen mit dem Wind vor das größte Problem", erklärte der Kommandant.
Zahl der Feuerwehrleute wuchs über Nacht
Je weiter die Nacht fortschritt und das Ausmaß des Feuers deutlicher wurde, desto mehr wurde die Zahl der eingesetzten Feuerwehrleute von zunächst 43 auf 58 erhöht. Orlovac betonte, dass die Feuerwehrleute fast die gesamte Nacht am Brandort verbrachten und gegen das Feuer kämpften, das bei hohen Tagestemperaturen wütete.
"Der Brand wurde heute Morgen um 6:28 Uhr gelöscht. Am Ende waren 58 Feuerwehrleute im Einsatz, und die größten Probleme bereiteten uns Wind und unwegsames Gelände. Es wehte aus allen Richtungen, praktisch hatten wir alle Windrichtungen, wodurch sich die Lage vor Ort ständig änderte", sagte Orlovac.
Was hat den Brand verursacht?
Besonders besorgniserregend ist der Schaden am jungen Wald, dessen Wiederherstellung Jahre dauern wird. Die endgültige vom Feuer betroffene Fläche und das Ausmaß des Schadens werden erst noch genau bestimmt. Offen bleibt auch die entscheidende Frage, was hat den Brand verursacht, der mindestens hundert Hektar vernichtet hat? Nach inoffiziellen Informationen wird menschliches Verschulden vermutet, doch diese Information sollte mit Vorsicht betrachtet werden, da es noch keine offizielle Schlussfolgerung zur Ursache gibt. Die Antwort sollte die polizeiliche Ermittlung geben.