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NATO entwickelt offiziellen Kriegsplan für Konflikt mit Russland

Die deutsche Bild berichtet, dass das Bündnis unter der Leitung eines US-Majors ein Konzept ausgearbeitet hat, das Angriffe auf Kaliningrad und den Einsatz von Drohnen tief in Russland vorsieht.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Die NATO hat einen offiziellen Plan für einen Konflikt mit Russland unter dem Namen NATO Land Warfighting Concept entwickelt.
  • Der Plan umfasst Angriffe auf die Oblast Kaliningrad und den Einsatz von Drohnen tief in Russland.
  • Die Bild betont, dass die NATO die Pläne nicht geheim hält, während Moskau bestreitet, einen Angriff auf das Bündnis zu planen.

Die NATO hat einen offiziellen Einsatzplan für den Fall eines bewaffneten Konflikts mit Russland entwickelt, bekannt als NATO Land Warfighting Concept, wie die deutsche Zeitung Bild unter Berufung auf Quellen berichtet. Das Konzept wurde unter der Leitung des US-Majors Andrew Pingray entwickelt, und die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS übermittelte diese Information am Sonntag.

Erste Phase: Angriffe auf Kaliningrad und autonome Zone

Nach den veröffentlichten Details wären die NATO-Streitkräfte in der Anfangsphase darauf ausgerichtet, sich Kampfflugzeugen, Raketen und Drohnen entgegenzustellen. Dabei sind Angriffe vor allem auf Einrichtungen in der Oblast Kaliningrad, der russischen Enklave zwischen Polen und Litauen, vorgesehen.

Gleichzeitig würde im Konfliktfall an der Grenze zu Belarus und Russland eine sogenannte "autonome Zone" eingerichtet. In dieser würden ausschließlich Drohnen und autonome Militärtechnik operieren, ohne klassische Bodentruppen.

Zweite Phase: Angriffe auf russische Infrastruktur

Der nächste Schritt des Plans sieht die Ausweitung der Operationen auf militärische Einrichtungen und logistische Punkte auf dem Territorium Russlands selbst vor. Zu den potenziellen Zielen zählen Flughäfen, Militäranlagen, Brücken und Bahnhöfe.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Art und Weise des Eindringens von Drohnen- und Robotersystemen in russisches Territorium. Die NATO beabsichtigt offenbar, Drohnen und Roboter auf dem Luftweg tief ins Innere Russlands zu bringen, wodurch ihr Einsatz über die unmittelbare Kampfzone hinaus ausgeweitet würde.

Der Plan wird nicht geheim gehalten

Die Bild betont besonders ein ungewöhnliches Element des gesamten Konzepts: Das Bündnis hält diese Pläne nicht geheim. Dies wird als wesentlicher Unterschied zur üblichen Praxis der Militärplanung hervorgehoben.

Die Ausarbeitung eines solchen Szenarios erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem in einigen NATO-Staaten Behauptungen bestehen, Russland bereite sich auf einen Angriff auf das Bündnis vor. Moskau hat solche Behauptungen mehrfach zurückgewiesen und bestritten, einen Angriff auf die NATO zu planen, so die russische Seite.

NATO veröffentlicht Video über Aufklärer

Am selben Tag veröffentlichte das offizielle NATO-Profil auf der Plattform X ein Video über Aufklärungseinheiten. In dem Beitrag heißt es, dass sich Aufklärer weit vor den Hauptstreitkräften bewegen, extremer Erschöpfung, rauem Gelände und ständiger Gefahr ausgesetzt sind, um wichtige Geheimdienstinformationen zu sammeln.

Obwohl der Beitrag nicht direkt mit dem veröffentlichten Plan in Verbindung steht, kommt er zu einem Zeitpunkt erhöhter medialer Aufmerksamkeit für die militärischen Vorbereitungen des Bündnisses. Kroatien ist seit 2009 NATO-Mitglied, und solche Pläne beeinflussen die Sicherheitsarchitektur ganz Europas.

Häufige Fragen
Wer leitete die Erstellung des NATO-Plans? +
Das Konzept wurde unter der Leitung des US-Majors Andrew Pingray entwickelt.
Was beinhaltet die erste Phase des Plans? +
Die erste Phase umfasst die Bekämpfung von Flugzeugen, Raketen und Drohnen sowie Angriffe vor allem auf Einrichtungen in der Oblast Kaliningrad.
Wie würde die NATO Drohnen nach Russland bringen? +
Laut Plan würden Drohnen und Roboter auf dem Luftweg tief ins Innere Russlands gebracht.
Hält die NATO diesen Plan geheim? +
Nein, die Bild betont besonders, dass das Bündnis diese Pläne nicht geheim hält, was für die Militärplanung ungewöhnlich ist.

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