Die Fußballer von Slaven Belupo erlitten gestern Abend eine schmerzliche Heimniederlage gegen Varaždin mit 1:4, doch nach den Reaktionen in den sozialen Medien zu urteilen, verärgerte die Fans der Apotheker weit mehr, was sich außerhalb des Platzes abspielte. Organisatorische Mängel im Stadion in Koprivnica, insbesondere im Zusammenhang mit dem gastronomischen Angebot und den Ticketpreisen, sorgten für einen Sturm der Unzufriedenheit.
Gregurina räumt Qualitätsunterschied ein
Nach dem Spiel suchte Slaven-Trainer Mario Gregurina keine Ausreden. "Derzeit gibt es einen großen Qualitätsunterschied, sie wirken wie eine echte Mannschaft, die seit zwei Jahren zusammen ist, und wir befinden uns in einem Prozess der Anpassung und Eingewöhnung aneinander. Manche auch an die Stadt, an die Wetterbedingungen, und erst dann an den Platz und die fußballerischen Anforderungen", sagte Gregurina und spielte damit auf die Eingespieltheit des Teams von Nikola Šafarić an.
Schlange bis zum "Miklinovac" und warmes Bier
Doch der eigentliche Schock für die Fans kam am Ausschank. Ein Nutzer namens Teorija Velikog Šanka fasste die Frustration in drei Punkten zusammen: "Problem Nr. 1: Sie haben die Kinder am Ausschank geteilt und es gab 25 Minuten kein Bier! Problem Nr. 2: Als das Bier kam, war es warm und es wurde 20 Minuten lang ein Bier gezapft, und die Schlange reichte bis zum Miklinovac. Problem Nr. 3: Die Vereinsführung geht!"
Dieser Kommentar löste eine Lawine ähnlicher Reaktionen aus. Matija, ein Fan aus Varaždin, schloss sich mit noch schärferer Kritik an: "Eine Schande für den Vereinsausschank! 40 Minuten Wartezeit auf ein warmes Bier. Und die Ticketpreise will ich gar nicht erst kommentieren. Kindern 15 Euro abnehmen. Aber danke für die Punkte. Grüße aus Varaždin".
Tickets unter der Lupe: 15 Euro für einen Dreijährigen
Gerade der Ticketpreis, besonders für die Jüngsten, sorgte für zusätzliche Wut. Zvonko war fassungslos über die Aktion des Vereins: "Für die dreijährigen Enkelkinder 15 Euro Eintritt verlangt... wirklich schön..."
Dejan wiederum weitete die Kritik auf den Gesamteindruck der Vereinsführung zu Saisonbeginn aus: "Die Saison hat begonnen, aber es scheint, als wären alle im Verein im Urlaub. Trikots von letzter Saison, am Ausschank hat niemand Zeit zu arbeiten, die Zähler funktionieren nicht, nur die Ticketpreise sind höher, die Spieler und Trainer bereiten sich auf den dritten, vierten Spieltag vor. Jetzt können Sie die Spieler Nummer 22, 23, 24 ruhig nach Herešin schicken, für sie sind Liber und Lepinjica ein Raumschiff."
Mitgefühl mit den Mitarbeitern am Ausschank
Trotz der Wut über die langen Wartezeiten und das lauwarme Bier zeigte ein Teil der Fans Verständnis für die Menschen, die am Ausschank arbeiteten. Marko betonte: "Mir tut das Team leid, das die Getränke verkauft hat, die können nichts dafür, und genauso uns, die wir das Ticket bezahlt haben", und machte deutlich, dass die Verantwortung für das Chaos nicht bei ihnen, sondern bei den Organisatoren liegt.
Neben Kritik gab es auch Versuche von schwarzem Humor. Aleksandar kommentierte die Niederlage kurz und ironisch mit "Wir hatten sie!", was wahrscheinlich das Einzige war, was die Slaven-Fans gestern Abend zum Lachen bringen konnte. Die Kommentare glühten auch auf der Facebook-Seite von ePodravina, wo sich neben Fans auch langjährige Fußballfunktionäre zu Wort meldeten.