Die Fußballer von Hajduk spielten am Samstag auf Poljud ein dramatisches Spiel des 2. Spieltags der SuperSport HNL gegen Istra 1961, das mit 2:2 endete. Die Spliter führten bis zur Nachspielzeit mit 2:1, doch die Gäste kamen im letzten Angriff der Partie durch Ahmeti zum Ausgleich und ließen das volle Stadion erstarren.
Dieses Ergebnis lässt Hajduk nach zwei gespielten Runden nur mit einem Punkt zurück, was bei den Fans sowohl auf den Rängen als auch in den sozialen Medien einen Ausbruch der Unzufriedenheit auslöste. Während des Spiels waren vom Poljud Pfiffe und Rufe wie "Vorstand, geht" zu hören, und auch der Vereinspräsident Ivan Bilić stand im Fokus der Kritik.
Drama in fünf Akten auf Poljud
Die Partie begann für den Gastgeber hervorragend. Bereits in der 15. Minute traf Pukštas ins Netz und brachte Hajduk früh in Führung. Es schien, als kontrollierten die Spliter das Spiel, doch die Gäste gaben nicht auf. In der 42. Minute gelang Frederiksen der Ausgleich, und mit 1:1 ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit übernahm Hajduk erneut die Initiative, und die Belohnung kam in der 84. Minute, als Livaja zum 2:1 traf. Während sich viele bereits mit dem Sieg der Gastgeber abgefunden hatten, folgte in der Nachspielzeit die kalte Dusche. Ahmeti überwand in den letzten Sekunden den Torhüter und stellte den Endstand von 2:2 her, was auf Poljud Schock und Wut auslöste.
Šego: "Das ist nur eine Kopfsache"
Nach dem Spiel äußerte sich Hajduk-Stürmer Michele Šego, der teilweise die Verantwortung für das erste Gegentor übernahm. "Ich denke, wir haben ihnen erlaubt, zurückzukommen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben ein Tor aus einer einstudierten Aktion erzielt. Ich übernehme teilweise die Verantwortung für das erste Gegentor, der Ball darf nicht durch die Mauer gehen, und das ist mein Fehler, dass ich mich weggedreht habe", sagte Šego.
Der Stürmer wies dann auf ein psychologisches Problem der Mannschaft hin. "Wir haben es geschafft, zum 2:1 zu treffen, aber ich weiß nicht, was ich zum Spielende sagen soll, dass wir das Spiel nicht zu Ende bringen können. Das ist nur eine Kopfsache. Wir kennen unsere Geschichte. Als ich hier war, gab es Steaua, jetzt Pafos. Ich weiß nicht, was wir tun müssen. Es liegt am Kopf", fügte der sichtlich enttäuschte Šego hinzu.
Er äußerte sich auch zum schlechten Ligastart: "Überhaupt nicht. Wir hätten beide Spiele gewinnen müssen. Aber der Fokus muss auf Donnerstag liegen, auf dem Weiterkommen und dem Weg in Europa." Šego schloss mit der Feststellung, dass die Mannschaft zu viele Schwankungen habe und das Spiel nicht von Anfang bis Ende kontrollieren könne.
Garcia: "Wieder haben wir dumme Tore kassiert"
Auch Hajduk-Trainer Garcia machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. "Wieder haben wir dumme Tore kassiert, wir brechen einfach ein...", sagte Garcia, dessen Kommentar von der Jutarnji list zitiert wurde. Interessanterweise untersagten ihm die Klubverantwortlichen, auf die Rufe von den Rängen an die Adresse des Vorstands zu antworten.
Fans brutal in Kommentaren
Nicht milder waren die Fans in den sozialen Medien, wo sie in Kommentaren ihren ganzen Zorn über den erneuten Aussetzer ausließen. Kritik gab es in alle Richtungen, von den Spielern über den Vorstand bis zum Trainer.
"Sie haben es nicht einmal bis zur Gospa geschafft, und die Meisterschaft ist schon fast vorbei. Silić ist ein Betrug, das Innenverteidigerpaar ist schrecklich, Bamba ist katastrophal, das ist nichts Neues. Einziger Lichtblick sind Šutalo und Puki. Und ja, der Punkt für Istra ist verdient nach zwei nicht gepfiffenen Strafstößen", lautete einer der Kommentare. Andere waren noch härter: "Der erfolgloseste Verein in der Geschichte des Sports, ich werde nicht mehr kommentieren, ich habe wirklich keine Worte."
Einige Fans haben die Meisterschaft bereits abgeschrieben: "Die Meisterschaft ist längst verloren, wir müssen uns auf die Conference League konzentrieren und versuchen, sie zu gewinnen." Andere forderten die Entlassung des Trainers: "Lasst uns Geld für die Abfindung dieses Trainers sammeln, und er soll gehen." Auch die Abwehrprobleme standen im Fokus: "Marešić und Van Hoorenbeeck können zusammen nicht einmal Dalibor Petko in Damenbegleitung decken."
Ein Fan fasste das Gefühl vieler mit einem Kommentar zusammen: "Wir sehen jedes Spiel dasselbe, Krise in den letzten 15-20 Minuten, Mannschaft ohne Kraft und Konzentration. Wie? Hat denn niemand im Trainerteam dieses Problem bemerkt?"