Darko Nejašmić (27) erlebt derzeit den Höhepunkt seiner Karriere beim niederländischen Verein NEC Nijmegen. Nachdem sie in der Liga überraschend den mächtigen Ajax überholt hatten, schockierten die Spieler von NEC erneut alle, indem sie den griechischen Klub Olympiacos in der Champions-League-Qualifikation mit insgesamt 2:1 besiegten.
Held des Rückspiels im Mittelfeld
Das erste Duell in Griechenland endete torlos, sodass die Entscheidung über den Einzug ins Play-off im Rückspiel in den Niederlanden fiel. Den Sieg für NEC sicherte ein Tor von Emre Mor in der 95. Minute, und Nejašmić hatte auf dem Platz entscheidenden Einfluss. Der kroatische Mittelfeldspieler stand alle 120 Minuten auf dem Platz und wurde verdient zum Spieler des Spiels gewählt.
Seine Überlegenheit zeigt sich in der Statistik: Er hatte 113 Ballkontakte, mehr als alle anderen Mittelfeldspieler der niederländischen Mannschaft, und 71 genaue Pässe, davon 34 in der gegnerischen Hälfte. Die Plattform SofaScore bewertete seine Leistung mit der Note 7,1.
'Busquets aus Nijmegen'
Die niederländischen Medien gaben ihm nach dem Spiel den Spitznamen "Busquets aus Nijmegen", in Anspielung auf seine Ruhe und Kontrolle beim Spielaufbau. Nejašmić reagierte auf diese Vergleiche mit einem Lächeln.
"Danke für die Komplimente, denn ich mag Busquets sehr, auch wenn ich denke, dass ich doch ein etwas anderes Spielerprofil bin. Aber mir ist klar, worauf Sie anspielen, mit ihm wurde ich auch schon zu Beginn meiner Karriere verglichen, als ich im Trikot von Hajduk spielte", sagte Nejašmić gegenüber Sportklub.
Von den Emiraten bis zur Schwelle der Champions League
Besonders interessant ist, wie NEC Nejašmić ohne Ablöse verpflichtete, nachdem sein Vertrag beim Klub Sharjah FC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelaufen war. Vor seinem Wechsel in den Nahen Osten spielte der 27-jährige Kroate für Osijek, wohin er direkt von Hajduk kam.
Mit dem Einzug in das Play-off der Champions League, wo sie auf das norwegische Team Bodø/Glimt treffen, haben sich NEC und Nejašmić zumindest die Teilnahme an der Ligaphase der Europa League gesichert. Für den kroatischen Spieler bedeutet dies, dass er zum ersten Mal in seiner Karriere in der Hauptphase eines europäischen Klubwettbewerbs auftreten wird.