In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2026 sind im Velebit-Kanal vier junge Staatsbürger der Portugiesischen Republik verschwunden. Die Meldung über ihr Verschwinden ging um 04:41 Uhr in der nationalen Zentrale zur Koordinierung der Seenotrettung in Rijeka (MRCC Rijeka) ein. Nach Informationen, die eine Bekannte übermittelte, wurden sie zuletzt gesehen, als sie von einem Campingplatz nördlich von Senj in Richtung Stadt in einem kleinen aufblasbaren Freizeitboot aufbrachen.
Bei extrem schlechtem Wetter in Richtung Senj aufgebrochen
Die vier Freunde begaben sich trotz der bereits herrschenden äußerst ungünstigen Wetterbedingungen in einem nur bis zu 1,5 Meter langen Boot aufs Meer. Nach Angaben des MRCC Rijeka gab es auf See starke Bora-Böen, und die Wellen erreichten eine Höhe von bis zu drei Metern. Nachdem sie ausgelaufen waren, verliert sich jede Spur von ihnen. Die Such- und Rettungsaktion wurde gemäß dem angenommenen Plan gestartet, und sofort wurden die Hafenkapitänschaft Senj, die Hafenkapitänschaft Rijeka und die Außenstelle der Hafenkapitänschaft Novi Vinodolski in die Koordination einbezogen.
Leeres Boot bei Krk gefunden
Unmittelbar nach Eingang der Meldung wurde eine koordinierte Such- und Rettungsaktion in Zusammenarbeit mit der Hafenkapitänschaft Senj, der Hafenkapitänschaft Rijeka und der Außenstelle der Hafenkapitänschaft Novi Vinodolski gestartet. Die bisherige Suche führte zum Fund eines verlassenen schwimmenden Objekts in der Nähe der Küste der Insel Krk. Der Beschreibung nach handelt es sich um ein Boot, das dem entspricht, das die vermissten Personen benutzt haben. Das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur bestätigte, dass es sich um eine große koordinierte Aktion handelt.
Orkanartige Bora erschwert die Suche, auch ein Flugzeug wird eingesetzt
Die Rettungsaktion wird durch extreme Wetterbedingungen ernsthaft erschwert. In weiten Teilen des Suchgebiets werden orkanartige Bora-Böen von etwa 60 Knoten verzeichnet, und die Wellen übersteigen eine Höhe von zwei Metern. Aus diesem Grund wurde ein Teil der Einheiten in den Windschatten zurückgezogen. Um 09:10 Uhr stellte das MRCC Rijeka einen Antrag auf Einsatz verfügbarer Schiffe aus dem Bestand der PPAP Rijeka, sobald es die Wetterbedingungen zulassen. Außerdem wurde die Küstenwache der Republik Kroatien um den Einsatz eines Flugzeugs vom Typ 'Pilatus PC-9' gebeten, das das weitere Gebiet des Velebit-Kanals absuchen soll. Die ungünstigen Seebedingungen dauern seit gestern an, und die Wellen erreichten bis zu drei Meter Höhe.
Landsuche und Polizeieinsatz
Über den Verlauf der Aktion wird die Polizeidirektion der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar regelmäßig informiert. Beamte der Polizeistation Crikvenica sind an der Landsuche beteiligt, wo sie Streifen durchführen und alle verfügbaren Informationen über die vermissten Personen sammeln. Die Suche wird mit allen verfügbaren Mitteln zu Wasser, in der Luft und an Land fortgesetzt.