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Unwetter erschüttert Westösterreich

Aufgrund heftiger Regenfälle und schwerer Gewitter in beliebten österreichischen Urlaubsregionen wie dem Zillertal und Bad Gastein kam es zu Erdrutschen und überlaufenden Bächen; sechs Bergwanderer wurden per Hubschrauber evakuiert.

Foto: Wikipedia (Poplava)
Kurz gesagt
  • Am Donnerstagabend gingen im Tiroler Zillertal drei Muren ab und blockierten Straßen.
  • Wegen überlaufender Bäche in Salzburg waren in Uttendorf Rettungskräfte die ganze Nacht im Einsatz.
  • Aus einer Berghütte bei Bad Gastein wurden sechs Bergwanderer per Hubschrauber evakuiert, fünf weitere Personen blieben zurück.
  • Das Unwetter folgte einen Tag, nachdem in Österreich ein Temperaturrekord von 41,2 °C gemessen wurde.

Schwere Gewitter mit heftigem Regen haben am Donnerstag, dem 6. August 2026, in den westlichen Teilen Österreichs örtliche Überschwemmungen und Muren ausgelöst. Besonders betroffen waren die Bergregionen in den Bundesländern Tirol und Salzburg, einschließlich beliebter Touristenziele.

Drei Muren im Zillertal

Nach Angaben der Tiroler Polizei gingen am Donnerstagabend im Zillertal, einem bei vielen Touristen beliebten Ziel, drei Muren ab. Der Schlamm blockierte vorübergehend lokale Verkehrswege und erschwerte die Fortbewegung. In den Städten Innsbruck und Kitzbühel mussten die Feuerwehren wegen überfluteter Keller und Straßen eingreifen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA und fügte hinzu, dass niemand verletzt wurde.

Überlaufende Bäche und Evakuierung von Bergwanderern

Im Bundesland Salzburg traten Wildbäche über die Ufer. In der besonders betroffenen Gemeinde Uttendorf waren Rettungskräfte die ganze Nacht im Einsatz. Der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF meldete unter Berufung auf die Landesfeuerwehr, dass der Tobersbach über die Ufer getreten sei und das Wasser Straßen, landwirtschaftliche Anwesen und Felder überflutet habe.

Auch in den Tourismusorten Dorfgastein und Bad Gastein wurden Muren verzeichnet. In einer Berghütte bei Bad Gastein waren elf Menschen eingeschlossen. Sechs Bergwanderer wurden am Donnerstagabend mit einem Militärhubschrauber evakuiert, während das Hüttenpersonal beschloss, vor Ort zu bleiben.

Von Hitzerekord zu Überschwemmungen

Dieses dramatische Unwetter folgte auf einen Hitzerekord von 41,2 Grad Celsius, der am Mittwoch, dem 5. August 2026, in Bad Deutsch-Altenburg nahe der slowakischen Grenze gemessen wurde. Es war bereits der zweite historische Temperaturhöchstwert in dem Land innerhalb weniger Tage. Mitteleuropa erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle und Dürre, gefolgt von verheerenden Gewittern.

Häufige Fragen
Welche Gebiete in Österreich sind am stärksten vom Unwetter betroffen? +
Am stärksten betroffen sind die westlichen Bergregionen, insbesondere das touristische Zillertal in Tirol sowie Bad Gastein und Dorfgastein in Salzburg.
Gab es Verletzte bei den Überschwemmungen und Erdrutschen? +
Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA wurde niemand verletzt. Sechs Bergwanderer wurden vorsorglich per Hubschrauber evakuiert.
Was hat diese Muren und Überschwemmungen verursacht? +
Ursache waren schwere Gewitter mit heftigem Regen, die auf eine Periode extremer Hitze und Dürre folgten, die Mitteleuropa erfasst hatte.
Wie ist die aktuelle Temperatursituation in Österreich? +
Nur einen Tag vor dem Unwetter, am 5. August, wurde in Bad Deutsch-Altenburg ein neuer Hitzerekord von 41,2 Grad Celsius gemessen.

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