Schwere Gewitter mit heftigem Regen haben am Donnerstag, dem 6. August 2026, in den westlichen Teilen Österreichs örtliche Überschwemmungen und Muren ausgelöst. Besonders betroffen waren die Bergregionen in den Bundesländern Tirol und Salzburg, einschließlich beliebter Touristenziele.
Drei Muren im Zillertal
Nach Angaben der Tiroler Polizei gingen am Donnerstagabend im Zillertal, einem bei vielen Touristen beliebten Ziel, drei Muren ab. Der Schlamm blockierte vorübergehend lokale Verkehrswege und erschwerte die Fortbewegung. In den Städten Innsbruck und Kitzbühel mussten die Feuerwehren wegen überfluteter Keller und Straßen eingreifen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA und fügte hinzu, dass niemand verletzt wurde.
Überlaufende Bäche und Evakuierung von Bergwanderern
Im Bundesland Salzburg traten Wildbäche über die Ufer. In der besonders betroffenen Gemeinde Uttendorf waren Rettungskräfte die ganze Nacht im Einsatz. Der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF meldete unter Berufung auf die Landesfeuerwehr, dass der Tobersbach über die Ufer getreten sei und das Wasser Straßen, landwirtschaftliche Anwesen und Felder überflutet habe.
Auch in den Tourismusorten Dorfgastein und Bad Gastein wurden Muren verzeichnet. In einer Berghütte bei Bad Gastein waren elf Menschen eingeschlossen. Sechs Bergwanderer wurden am Donnerstagabend mit einem Militärhubschrauber evakuiert, während das Hüttenpersonal beschloss, vor Ort zu bleiben.
Von Hitzerekord zu Überschwemmungen
Dieses dramatische Unwetter folgte auf einen Hitzerekord von 41,2 Grad Celsius, der am Mittwoch, dem 5. August 2026, in Bad Deutsch-Altenburg nahe der slowakischen Grenze gemessen wurde. Es war bereits der zweite historische Temperaturhöchstwert in dem Land innerhalb weniger Tage. Mitteleuropa erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle und Dürre, gefolgt von verheerenden Gewittern.