Heute Nacht, kurz nach Mitternacht, brach im Gebiet Gorica bei Dubrovnik ein großer Waldbrand aus, der schnell eine beträchtliche Fläche erfasste. Nach Informationen vom Boden ging die Meldung über den Brand in den frühen Nachtstunden ein, und die Feuerwehrleute sahen sich herausfordernden Bedingungen gegenüber – starkem Wind und extrem trockenem Gelände. Dank der schnellen und koordinierten Intervention konnte der Brand bereits um 1:45 Uhr erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden.
Große Kräfte im Einsatz
An der Löscharbeit waren insgesamt 26 Feuerwehrleute beteiligt. Den Hauptteil der Kräfte bildeten 22 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Dubrovnik, die mit sieben Fahrzeugen zum Brandort ausrückten. Unterstützt wurden sie von vier Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Zaton, und auch das Feuerlöschboot Orlando war im Einsatz. Durch ihre schnelle Reaktion konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden.
Ausmaß des Brandes und Verdacht auf Ursache
Der Brand erfasste eine Fläche von etwa 6000 Quadratmetern, mit Abmessungen von ungefähr 50 mal 120 Metern. Obwohl eine offizielle Bestätigung der Ursache noch aussteht, tauchten vor Ort mehrere inoffizielle Informationen auf, die auf menschliches Verschulden hindeuten. Zeugen hatten laut Angaben des Portals Dubrovnik Insider unmittelbar vor Ausbruch des Brandes ein Feuerwerk gehört und gesehen. Zusätzlichen Verdacht erregt auch die gefundene Verpackung von Pyrotechnik in der nahegelegenen Ulica Josipa Kosora.
Detonationen am Brandort
Die Situation wurde zusätzlich durch Explosionen erschwert, die vom Brandort zu hören waren. Nach ersten Informationen handelte es sich um zwei zurückgebliebene Granaten aus dem Heimatkrieg, die durch das Feuer explodierten. Diese Angaben sowie die Vermutungen über Pyrotechnik als Ursache müssen von den zuständigen Behörden noch bestätigt werden. Derzeit sind dies alles inoffizielle Informationen, und konkretere Details zur Brandursache werden nach der Ermittlung vor Ort bekannt gegeben.
Brandstelle unter Kontrolle
Trotz der nächtlichen Bedingungen und Gefahren vor Ort gelang es den Feuerwehrleuten, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Weitere Aktivitäten vor Ort konzentrieren sich nun auf die Sicherung der Brandstelle und die Verhinderung eines möglichen Wiederaufflammens. Fotos vom Ort des Geschehens machte der Fotograf Maro Bošnjak.
Der Kreisbrandinspektor Stjepan Simović erklärte, dass der anspruchsvollste Teil der Brandstelle der südliche Bereich zum Meer hin war, wo das Gelände steil, felsig und unzugänglich ist. „Die Lage ist besser, aber der Teil zum Meer hin bleibt problematisch, daher ist auch das Boot ‚Orlando‘ eingetroffen. Es sah wirklich ernst aus“, sagte Simović um Mitternacht. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei den Verkehr in diesem Gebiet aus Richtung Hladnica und vom Gebäude der Zentrale 112, und die Durchfahrt war nur Anwohnern gestattet. Nach Angaben von Bürgern war vor dem Brand ein Feuerwerk zu hören, und die Meldung ging um 0:20 Uhr ein.