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Neues Projekt für 12.000 behandelte Suchtkranke

Die Regierungskommission hat ein Projekt zur sozialen Reintegration verabschiedet, das erstmals auch Verhaltensabhängigkeiten umfasst, mit dem Ziel einer leichteren Beschäftigung und Rückkehr in die Gemeinschaft.

Foto: Wikipedia (Zdravstvo)
Kurz gesagt
  • Die Regierungskommission hat ein Projekt verabschiedet, das die soziale Reintegration auf Alkohol-, Glücksspiel- und Videospielabhängige ausweitet.
  • Etwa 12.000 Personen in Kroatien werden jährlich wegen Suchterkrankungen behandelt, und bisher haben 1.235 Menschen durch ähnliche Programme Arbeit gefunden.
  • Das Projekt bietet Unterstützung durch Bildung, Beschäftigung, Wohnraum und psychosoziale Hilfe mit benannten Koordinatoren.
  • Für die Programme wurden 2025 540.000 Euro bereitgestellt, 20 % mehr als im Vorjahr.

Etwa 12.000 Personen in Kroatien werden jährlich wegen Problemen im Zusammenhang mit Drogen, Alkohol, Glücksspiel und Videospielen behandelt. Das Projekt zur sozialen Reintegration, das Ende Juli 2026 von der Regierungskommission für Suchtkrankheiten und Verhaltensabhängigkeiten verabschiedet wurde, soll ihnen den Zugang zu Bildung, Beschäftigung und anderen wichtigen Formen der Unterstützung nach Abschluss der Therapie erleichtern.

Neu ist, dass das Programm erstmals auch auf Personen ausgeweitet wird, die wegen Alkohol-, Glücksspiel- und Videospielsucht behandelt wurden, was das moderne Verständnis dieses Problems widerspiegelt. Experten warnen, dass die Genesung nicht mit dem Ende des Konsums abgeschlossen ist, sondern dass Arbeitslosigkeit, abgebrochene Schulbildung und Stigmatisierung oft die größten Hindernisse für die Rückkehr in ein normales Leben sind.

Vier Säulen der Unterstützung für die Rückkehr ins Leben

Das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) betont, dass soziale Reintegration ein wesentlicher Bestandteil der Genesung ist. Der neue nationale Rahmen stützt sich auf das Konzept des "Recovery-Kapitals", das persönliche, familiäre und gesellschaftliche Ressourcen umfasst, die für die langfristige Aufrechterhaltung der Abstinenz und eines qualitativ hochwertigen Lebens erforderlich sind.

Das Projekt basiert auf vier Bereichen: Bildung, Beschäftigung, Wohnraum und psychosoziale Unterstützung. Den Nutzern wird ermöglicht, ihre Grund- oder Sekundarschulbildung abzuschließen sowie Umschulungen zu absolvieren. Die Kroatische Arbeitsagentur wird Berufsberatung anbieten, um einen Beruf zu wählen, der den Fähigkeiten der Person und den Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht.

Darüber hinaus werden Workshops zur aktiven Arbeitssuche und Karriereentwicklung organisiert, und die Bildung wird auch über das Gutscheinsystem finanziert. Damit Personen nach der Behandlung nicht zwischen verschiedenen Institutionen "verloren gehen", werden spezielle Koordinatoren im Gesundheits-, Sozial- und Beschäftigungssystem benannt, die sie durch alle Phasen begleiten.

Spezielle Programme und systematische Überwachung

Das Projekt sieht auch spezielle Programme für Frauen, Minderjährige und andere gefährdete Gruppen vor sowie den Abbau einiger administrativer Hürden. Der Erfolg der Umsetzung wird durch interne und externe Evaluierung überwacht, wobei die Anzahl der einbezogenen Nutzer, ihre Beschäftigung und die Kontinuität der Behandlung analysiert werden.

Das Programm knüpft an das System der Resozialisierung an, das in Kroatien seit 2007 besteht. Nach Angaben des HZJZ haben bis Ende 2025 1.346 Personen eine Berufsberatung und Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durchlaufen. 437 waren in Bildungsprogramme eingebunden, und 1.224 erhielten das Recht auf eine vom Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Jugend finanzierte Schulbildung. Im gleichen Zeitraum fanden 1.235 Personen eine Arbeit.

Mehr als 15.000 Nutzer nutzten verschiedene Formen der psychosozialen Unterstützung, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen angeboten wurden. Für Programme zur sozialen Reintegration wurden im Jahr 2025 rund 540.000 Euro bereitgestellt, was 20 Prozent mehr als im Vorjahr entspricht.

Ziel ist es, Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung zu verringern und die Selbstständigkeit von Personen in Genesung zu stärken, damit ihre Rückkehr in die Gemeinschaft dauerhaft ist und nicht nur ein formeller Austritt aus dem Behandlungssystem.

Häufige Fragen
Wer ist alles vom neuen Projekt zur sozialen Reintegration umfasst? +
Das Projekt wurde erstmals auf Personen ausgeweitet, die wegen Alkohol-, Glücksspiel- und Videospielsucht behandelt wurden, zusätzlich zu den bisherigen Nutzern, die wegen Drogenabhängigkeit behandelt wurden.
Wie viele Personen haben bisher durch das Resozialisierungsprogramm Arbeit gefunden? +
Nach Angaben des HZJZ haben seit Beginn des Programms im Jahr 2007 bis Ende 2025 1.235 Personen eine Beschäftigung gefunden.
Wie viel Geld wird für Programme zur sozialen Reintegration bereitgestellt? +
Im Jahr 2025 wurden für diese Programme rund 540.000 Euro bereitgestellt, was einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Wie wird der Erfolg des neuen Projekts überwacht? +
Die Umsetzung wird durch ein System interner und externer Evaluierung überwacht, wobei die Anzahl der einbezogenen Nutzer, ihre Beschäftigung, die Nutzung von Unterstützungsmaßnahmen und die Kontinuität der Behandlung analysiert werden.

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