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Journalismus am Rande: Wie man dem Druck standhält

Wirtschaftliche Unsicherheit, politischer Druck und Desinformation prägen den Alltag kroatischer Journalisten, und der Berufsstand sucht nach nachhaltigen Lösungen.

Foto: Visual Tag Mx na Pexels
Kurz gesagt
  • Kroatien liegt laut Reporter ohne Grenzen für 2024 auf Platz 57 der weltweiten Pressefreiheit.
  • Im Land sind mehr als 1000 registrierte Medien tätig, und die digitale Transformation verändert die Finanzierungsmodelle.
  • Journalisten, die über Korruption recherchieren, sind oft Ziel von Bedrohungen, und immer mehr wenden sich der Arbeit für ausländische Medien zu.

Der Journalismus in Kroatien steht heute vor komplexen Herausforderungen, die die Grundlagen des Berufs bedrohen. Laut Reporter ohne Grenzen belegt Kroatien im Ranking der Pressefreiheit für 2024 nur den 57. Platz von 180 Ländern, was deutlich auf Verbesserungspotenzial beim Schutz der Pressefreiheit hinweist.

Im Land sind mehr als 1000 registrierte Medien tätig, darunter Print-, elektronische und Online-Portale. Die digitale Transformation hat die Medienlandschaft drastisch verändert: Die Auflagen der Printzeitungen sinken, während Online-Publikationen wachsen. Dieser Wandel brachte neue Finanzierungsmodelle, aber auch wirtschaftliche Unsicherheit für viele Journalisten mit sich.

Druck und Bedrohungen

Journalisten, die über Korruption und organisierte Kriminalität recherchieren, sind besonders Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Der Kroatische Journalistenverband warnt regelmäßig vor schlechten Arbeitsbedingungen, niedrigen Gehältern und Arbeitsplatzunsicherheit. Immer mehr Journalisten entscheiden sich für Selbstständigkeit oder die Arbeit für ausländische Medien wegen besserer Bedingungen, was die heimische Medienlandschaft zusätzlich verarmt.

Den rechtlichen Rahmen bilden das Mediengesetz und der Ehrenkodex der kroatischen Journalisten, während der Rat für elektronische Medien die Einhaltung der Vorschriften durch elektronische Publikationen überwacht. Trotzdem bleiben politischer Druck und der Einfluss von Desinformation zentrale Probleme, mit denen sich der Berufsstand konfrontiert sieht.

Auf der Suche nach Nachhaltigkeit

Die Kroatische Journalistenvereinigung (HND) und der Kroatische Journalistenverband (SNH) führen die Bemühungen zur Verbesserung des Status von Journalisten an. Die Schließung lokaler Medien und die Konzentration des Eigentums erschweren die Lage zusätzlich und verringern die Vielfalt der Stimmen im öffentlichen Raum. Die Zukunft des Berufs wird davon abhängen, ob die Mediengemeinschaft stabile Finanzierungsmodelle findet und die beruflichen Standards stärkt.

Häufige Fragen
Auf welchem Platz liegt Kroatien bei der Pressefreiheit für 2024? +
Kroatien belegt den 57. Platz von 180 Ländern im Ranking von Reporter ohne Grenzen.
Wie viele registrierte Medien sind in Kroatien tätig? +
In Kroatien sind mehr als 1000 registrierte Medien tätig, darunter Print-, elektronische und Online-Portale.
Welche Hauptorganisationen vertreten Journalisten in Kroatien? +
Die Hauptorganisationen sind die Kroatische Journalistenvereinigung (HND) und der Kroatische Journalistenverband (SNH).
Mit welchen Herausforderungen sehen sich Journalisten am häufigsten konfrontiert? +
Journalisten sehen sich wirtschaftlicher Unsicherheit, politischem Druck, Bedrohungen und dem zunehmenden Einfluss von Desinformation gegenüber.

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