Nvidia und die Wall Street sammeln 500 Milliarden Dollar für KI
Der Chiphersteller hat sich mit Investmentgiganten wie BlackRock und Goldman Sachs zusammengetan, um den wachsenden Bedarf an Rechenzentren und Chipfabriken zu kapitalisieren.
Der Chiphersteller hat sich mit Investmentgiganten wie BlackRock und Goldman Sachs zusammengetan, um den wachsenden Bedarf an Rechenzentren und Chipfabriken zu kapitalisieren.
Der Chiphersteller Nvidia und führende Finanzinstitutionen der Wall Street haben am Dienstag, dem 11. August 2026, einen Plan zur Mobilisierung von mindestens 500 Milliarden Dollar Kapital angekündigt. Die Mittel sind für Investitionen in die Infrastruktur künstlicher Intelligenz vorgesehen, was einen der ambitioniertesten Schritte zur Erweiterung der KI-Kapazitäten darstellt.
Die Partnerschaft umfasst die Investmentbanken und -firmen Goldman Sachs, Apollo, BlackRock und KKR, wie Daily Sabah berichtet. Das kroatische Portal Financije.hr nennt zudem Blackstone und Brookfield als Teil des Konsortiums, was darauf hindeutet, dass der Partnerkreis möglicherweise noch breiter ist. Ein Zeitrahmen für die Beschaffung dieser enormen Summe wurde nicht präzisiert.
Dieser Schritt unterstreicht, wie die wachsende Nachfrage nach KI-Rechenkapazitäten institutionelle Anleger anzieht. Unternehmen, Regierungen und Start-ups wetteifern darum, Rechenzentren zu bauen, um die immer anspruchsvolleren KI-Workloads zu unterstützen.
"In der künstlichen Intelligenz ist Rechenleistung Umsatz. Wir bringen die weltweit führenden Anbieter von langfristigem Kapital zusammen, um KI-Infrastruktur unabhängig zu finanzieren und zu bewerten", erklärte Jensen Huang, CEO von Nvidia, gegenüber Financije.hr.
Joe Bae und Scott Nuttall, die Vorstandsvorsitzenden von KKR, fügten in einer gemeinsamen Erklärung hinzu: "Rechenleistung ist zu einem zentralen Infrastrukturvermögenswert geworden." Diese Aussage bestätigt, dass KI-Hardware und -Infrastruktur von großen Investoren erstmals als eigenständige Anlageklasse behandelt werden.
Der Bau von Rechenzentren ist äußerst kapitalintensiv. Jensen Huang schätzte, dass für jedes Gigawatt Energieverbrauch eine Investition von 50 bis 60 Milliarden Dollar erforderlich ist. Larry Fink, Chef von BlackRock, ergänzte mit der Schätzung, dass allein die USA mehr als 70 Gigawatt KI-Rechenzentrumskapazität benötigen werden.
Den Kontext dieser Zahlen liefern auch Daten zu den Gesamtausgaben der Technologiegiganten. Die kombinierten Ausgaben großer Technologieunternehmen für KI werden in diesem Jahr 730 Milliarden Dollar übersteigen. Financije.hr fügt hinzu, dass Unternehmen wie Google, Meta, Amazon, Microsoft, Tesla, SpaceX, OpenAI und Anthropic, die alle große Käufer von Nvidias Chips sind, in den letzten drei Jahren zusammen mehr als eine Billion Dollar für KI-Projekte und -Infrastruktur ausgegeben haben.
Daily Sabah betont außerdem, dass Nvidia in den letzten Monaten selbst in KI-Unternehmen investiert hat, wobei einige dieser Firmen die erhaltenen Mittel anschließend für den Kauf von Nvidia-Technologie verwendeten. Solche zirkulären Geschäfte haben bei einem Teil der Anleger Besorgnis ausgelöst.
Der Fonds wird nicht nur für den Bau von Rechenzentren dienen. Nach Informationen der BBC, die von Financije.hr übernommen wurden, werden die Mittel auch für die Finanzierung neuer Fabriken zur Herstellung von KI-Chips verwendet. Ziel ist es, deren Verfügbarkeit auf einem Markt zu erhöhen, der einen unersättlichen Hunger nach Nvidias Grafikprozessoren (GPUs) zeigt.
David Solomon, CEO von Goldman Sachs, räumte ein, dass es im Wettlauf um die Entwicklung künstlicher Intelligenz sowohl Gewinner als auch Verlierer geben werde. Trotzdem erwarten die Partner, dass Rechenkapazität zu einer etablierten Anlagekategorie wird. Die Nachfrage nach Nvidias Produkten hat den Marktwert des Unternehmens in nur drei Jahren verfünffacht, was die finanzielle Stärke hinter diesem Sektor zusätzlich verdeutlicht.