Die Familie des 38-jährigen Rijekaers Denis Vejzović durchlebt eine Qual, während er nach einem Aneurysma-Riss im Koma in einem Krankenhaus in der irischen Stadt Cork liegt. Während das irische Ärzteteam der Ansicht ist, dass es keine Aussicht auf Genesung mehr gibt und erwägt, den Patienten von den lebenserhaltenden Geräten zu trennen, liefern sich seine Angehörigen ein Rennen gegen die Zeit, um ihn mit einem medizinischen Notfalltransport nach Kroatien zu bringen, in der Hoffnung, dass eine Fortsetzung der Behandlung in der Heimat neue Hoffnung bringen könnte.
Gesundheitsministerium: Koordinierte Aktivitäten laufen
Aus dem Gesundheitsministerium der Republik Kroatien wurde bestätigt, dass man über den Fall informiert ist und konkrete Schritte unternimmt. "In solchen Situationen ist es übliches Protokoll, dass sich die Familie so schnell wie möglich an die Botschaft der Republik Kroatien in Irland wendet, die konsularische Hilfe leistet und die notwendigen operativen Aktivitäten koordiniert", betonten sie aus dem Ministerium gegenüber der Novi list.
Nach ihren Angaben wandte sich die kroatische Botschaft in Dublin am 6. August 2026 mit der Bitte der Familie Vejzović um die Möglichkeit einer Fortsetzung der Behandlung in Kroatien an sie. Sofort nach Eingang des Antrags wurden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitseinrichtungen Maßnahmen ergriffen.
Kontakt zwischen Krankenhäusern hergestellt, auch HZZO einbezogen
Um ein vollständiges Bild über den Zustand des Patienten zu erhalten, wurde ein direkter Kontakt zwischen den medizinischen Teams des Krankenhauses in Cork und dem Klinischen Krankenhauszentrum (KBC) Zagreb hergestellt. Ziel ist der Austausch medizinischer Unterlagen und die Erstellung einer fachlichen Einschätzung. Gleichzeitig wurden Verfahren gegenüber dem Kroatischen Institut für Krankenversicherung (HZZO) eingeleitet, um die formalrechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen eines eventuellen Transports zu klären.
Eine entscheidende Voraussetzung für jeden weiteren Schritt ist die Einschätzung, ob der Patient überhaupt medizinisch für einen Transport geeignet ist, was derzeit evaluiert wird.
Das letzte Wort haben die irischen Ärzte
Aus dem Gesundheitsministerium wird betont, dass die Möglichkeit der Aufnahme von Denis Vejzović in Kroatien in erster Linie von der Haltung und Einschätzung des irischen Ärzteteams abhängt, das ihn derzeit betreut, sowie von der Vereinbarung zwischen kroatischen und irischen Fachleuten. Sie betonen, dass sie in ständiger Zusammenarbeit mit der kroatischen diplomatischen Vertretung in Irland stehen und die Situation weiterhin aktiv verfolgen, während seine Verwandten und Bekannten mit großer Besorgnis auf jede ermutigende Information warten, die Hoffnung auf sein Überleben bringen könnte.