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Von Krankenhaus zu Krankenhaus: 21 Radfahrer legten 250 km zurück

Der Verein Helden sterben nicht organisierte eine zweitägige Reise von Popovača nach Vukovar, um den Verteidigerinnen zu huldigen, deren Beitrag im Kroatienkrieg oft im Schatten blieb.

Foto: Wikipedia (Vukovar)
Kurz gesagt
  • Die Fahrradkarawane legte 250 km von Popovača nach Vukovar zurück, um den Verteidigerinnen zu huldigen.
  • An der Karawane nahmen 21 Radfahrer teil, darunter vier Verteidigerinnen aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina.
  • Der stellvertretende Bürgermeister Filip Sušac und der Vereinsvorsitzende Igor Vuković betonten die Notwendigkeit, die Rolle der Frauen im Kroatienkrieg stärker hervorzuheben.
  • Die Organisatoren möchten, dass diese Initiative zur Tradition wird und die Geschichten der Verteidigerinnen den jüngeren Generationen näherbringt.

Sie legten in zwei Tagen rund 250 Kilometer zurück und verbanden dabei Orte des Leidens und der Erinnerung. Unter den 21 Radfahrern waren auch vier Verteidigerinnen aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina. Die Fahrradkarawane "Zu Ehren der mutigen Verteidigerinnen" endete am Samstag, dem 8. August 2026, ihre anspruchsvolle Reise in Vukovar mit einer klaren Botschaft: Die Rolle der Frauen im Krieg darf im öffentlichen Raum nicht länger vernachlässigt werden.

Hinter der Organisation steht der Marathonläuferverein der Gespanschaft Sisak-Moslavina "Helden sterben nicht", der mit dieser Initiative die Frauen vor dem Vergessen bewahren wollte, die im Kroatienkrieg als Angehörige der Streitkräfte, medizinisches Personal oder Freiwillige teilnahmen. Ihre Geschichten, so der Verein, verdienen einen prominenteren Platz im kollektiven Gedächtnis der Nation.

Eine Route, die Orte des Leidens und der Erinnerung verbindet

Die Reise stand unter dem Motto "Von Krankenhaus zu Krankenhaus" und startete am 7. August vor der Neuropsychiatrischen Klinik Dr. Ivan Barbot in Popovača. Das Endziel war das Nationale Gedenkkrankenhaus Dr. Juraj Njavro in Vukovar. Die Wahl genau dieser Einrichtungen erinnerte symbolisch an die entscheidende Bedeutung von Krankenhäusern, Ärzten und Krankenschwestern in den schwersten Kriegszeiten.

Innerhalb von 48 Stunden durchquerten die Teilnehmer eine Reihe von vom Krieg geprägten Orten: Novska, Okučani, Nova Gradiška, Sibinj, Slavonski Brod, Vrpolje, Ivankovo und Nuštar. So verbanden sie Orte mit tragischer Vergangenheit und Gemeinden, die heute aktiv die Erinnerung an ihre Verteidiger und Verteidigerinnen pflegen.

Ehrung mit Kerzen am Denkmal "Ruža hrvatska"

Bei der Ankunft in der Stadt wurden die Radfahrer vom stellvertretenden Bürgermeister von Vukovar, Filip Sušac, empfangen. Die Kolonne hielt am Mahnmal "Ruža hrvatska" (Kroatische Rose). Dort zündeten die Versammelten Kerzen an und erwiesen allen kroatischen Verteidigerinnen ihre Ehre. Anschließend besichtigten sie die Museumsausstellung des Kriegskrankenhauses Vukovar, eines der erschütterndsten Zeugnisse des Leidens der Stadt.

Sušac betonte dabei, dass die Rolle der Verteidigerinnen bei der Verteidigung des Landes stärker hervorgehoben werden müsse. "Die Rolle der Verteidigerinnen bei der Verteidigung der Republik Kroatien muss stärker betont werden", sagte er und fügte hinzu, dass die Stadt Vukovar kontinuierlich ihren Beitrag hervorhebe und dass gerade die Verteidigerinnen im vergangenen Jahr an der Spitze der Erinnerungskolonne gestanden hätten.

Der Vorsitzende des Vereins "Helden sterben nicht", Igor Vuković, betonte, dass die Verteidigerinnen die ersten Kampflinien mit ihren Kameraden geteilt hätten, Gefahren geteilt, Verwundeten geholfen und gemeinsam mit den Verteidigern gelitten hätten. "Die Verteidigerinnen standen an der Seite ihrer Kameraden an den vordersten Verteidigungslinien. Sie teilten Gefahren, halfen Verwundeten und litten gemeinsam mit den Verteidigern", erklärte Vuković und fügte hinzu, dass diese Initiative eine klare Botschaft sende: Kein Verteidiger und keine Verteidigerin dürfen in Vergessenheit geraten, egal wie viele Jahre vergangen sind.

Was den jüngeren Generationen vermittelt wird

Die Organisatoren hoffen, dass diese Veranstaltung zur Tradition wird und das öffentliche Interesse an den Erfahrungen der Frauen in Kriegszeiten weckt. Ihre Lebensgeschichten sind nicht nur ein bloßer Teil der Militärgeschichte, sondern zeugen von Mut, Solidarität und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Besonders wichtig ist, dass junge Menschen sie kennenlernen, die über den Krieg hauptsächlich aus Lehrbüchern und Dokumentarfilmen lernen.

Mit der Ankunft in Vukovar hat die Fahrradkarawane ihre Hauptaufgabe erfüllt: Sie verband Orte der Erinnerung und würdigte die Frauen, die das Vaterland verteidigt haben. Die zurückgelegten Kilometer waren nicht nur eine sportliche Leistung, sondern ein starker Ausdruck der Dankbarkeit und ein Beweis dafür, dass Erinnerung durch konkrete Taten lebendig gehalten wird.

Häufige Fragen
Welche Route nahm die Fahrradkarawane? +
Die Karawane startete in Popovača und führte über zwei Tage durch Novska, Okučani, Nova Gradiška, Sibinj, Slavonski Brod, Vrpolje, Ivankovo und Nuštar bis zum endgültigen Ziel in Vukovar.
Wer organisierte die Karawane "Zu Ehren der mutigen Verteidigerinnen"? +
Organisator ist der Marathonläuferverein der Gespanschaft Sisak-Moslavina "Helden sterben nicht", unter der Leitung von Präsident Igor Vuković.
Wie viele Radfahrer nahmen teil und wer war alles dabei? +
Es nahmen 21 Radfahrer teil, darunter vier Verteidigerinnen aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina.
Wo wurde in Vukovar den Verteidigerinnen die Ehre erwiesen? +
Die Ehrung erfolgte durch das Anzünden von Kerzen am Mahnmal "Ruža hrvatska", danach besichtigten die Teilnehmer die Museumsausstellung des Kriegskrankenhauses Vukovar.

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