Die Geschichte von Adrian Jagušić bei Panathinaikos Athen hat eine neue, glanzvolle Wendung genommen. Der junge kroatische Fußballer, der im Februar 2026 für fünf Millionen Euro vom kroatischen Klub Slaven Belupo aus Koprivnica kam, hat den Weg von völliger Vergessenheit zu einem der Schlüsselspieler des griechischen Spitzenklubs zurückgelegt. Der Wendepunkt kam mit der Ankunft des neuen Trainers Jacob Neestrup, nachdem der vorherige Coach Rafa Benitez sein Potenzial völlig ignoriert hatte.
84 Minuten in fünf Monaten: Benitez' Schatten
Die Ankunft in Griechenland sollte ein Karrieresprung sein, doch die ersten fünf Monate wurden zum Albtraum. Unter der Leitung des Spaniers Benitez, bekannt für seine Vorliebe für physische Stärke statt Technik, spielte Jagušić in allen Wettbewerben nur 84 Minuten. Er schaute sich die Spiele von der Bank und den Rängen an, und sein Talent versank in Vergessenheit. Viele begannen bereits zu zweifeln, ob er ein weiterer kroatischer Spieler werden würde, der im Strudel des europäischen Fußballs verschwindet.
Sein Fehlen auf dem Platz schmerzte besonders, da er bereits als potenzieller Kandidat für die Nationalmannschaft gehandelt wurde, zunächst unter Trainer Zlatko Dalić und nun unter Slaven Bilić. Doch ohne Einsatzzeiten im Verein blieben diese Türen fest verschlossen.
Neuer Trainer, neues Leben: Vorlage gegen Ajax und Tore in Europa
Die Situation änderte sich dramatisch mit der Ankunft von Jacob Neestrup auf der Bank von Panathinaikos. Jagušić bekam seine Chance und ergriff sie mit beiden Händen. Bereits in der Sommer-Vorbereitung drängte er sich mit starken Leistungen auf, besonders hervorstechen tat er mit einer meisterhaften Vorlage beim Sieg gegen den niederländischen Klub Ajax. Das war nur der Auftakt zu dem, was folgen sollte.
Im vorherigen Spieltag der Conference League erzielte er zwei Tore gegen den ungarischen Klub Paks und traf dann auch im ersten Spiel der dritten Qualifikationsrunde gegen ZSKA 1948 Sofia. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt, und die griechischen Medien sind nun begeistert und fragen sich offen, wie Benitez seine technische Überlegenheit und Bereitschaft nicht erkannt hat.
Rückkehr ins Leben und Hoffnung auf die Nationalmannschaft
Jagušićs Wiederaufstieg ist nicht nur eine Sportgeschichte, sondern auch ein Beweis für seinen Charakter. Er war nicht schuld an seiner Situation, und nach Benitez' Abgang beweist er mit jedem Spiel, dass Panathinaikos nicht ohne Grund fünf Millionen Euro für ihn bezahlt hat. Nun stellt sich erneut die Frage nach seinem Platz in der kroatischen Nationalmannschaft.
Seine Rückkehr auf die große Bühne gibt Hoffnung, dass er bald eine Einladung von Trainer Slaven Bilić erhalten könnte. Die Geschichte des jungen Mannes, der buchstäblich aus der "Grube", in die er ohne eigenes Verschulden gefallen war, zurückkehrte, ist nun eine der schönsten Fußballgeschichten mit kroatischem Vorzeichen.