Das Unwetter, das am Montag, dem 17. August 2026, am späten Nachmittag den äußersten Nordwesten Sloweniens erfasst hatte, breitete sich weiter in Richtung Südosten aus und erreichte im Laufe des Abends Kroatien. Nach Angaben der slowenischen Umweltagentur ARSO deuteten Radarbilder auf kräftige Gewitterzellen hin, die sich entlang der Front entwickelten.
Slowenien zuerst betroffen: Starker Regen und Windböen
An der Wetterstation Krn wurden in nur einer halben Stunde 25 Millimeter Regen gemessen, während es am Kanin im gleichen Zeitraum 20 Millimeter waren. Neben starkem Regen und Gewittern warnten die Meteorologen auch vor kräftigen Nordwindböen. Am Flughafen Jože Pučnik in Ljubljana wurden Windböen von bis zu 76 Kilometern pro Stunde registriert, und an der slowenischen Küste war zudem Tramontana möglich.
Das slowenische Amt für Schutz und Rettung erhielt mehrere Meldungen über umgestürzte Bäume und Überschwemmungen durch Regenwasser in der Umgebung von Radovljica und Kranj, diese Vorfälle waren jedoch noch nicht bestätigt. Das Eintreffen der Front verursachte einen plötzlichen Temperaturabfall, sodass die Quecksilbersäule im Westen Sloweniens nach dem Durchzug des Unwetters unter 20 Grad fiel, während sie im Osten des Landes zur gleichen Zeit etwa 25 Grad betrug.
Unwetter erreicht Kroatien: Hagel bei Ogulin, Autofahrer halten auf der A1 an
Die Front setzte ihren Weg in Richtung Kroatien fort, und stärkere Unwetter erfassten Teile Mittelkroatiens und der Lika. Besonders heftig war es in Ogulin, wo es neben starkem Regen auch zu hageln begann. Auf der Autobahn A1 waren die Niederschläge so intensiv, dass der Verkehr erheblich behindert war und einige Autofahrer auf dem Seitenstreifen anhielten. Neben dem starken Regen war auch Donner zu hören.
Der Schauer traf auch Zagreb, wo der stärkste Regen nur kurz anhielt und dann mit geringerer Intensität weiterging. Die Temperatur fiel dabei deutlich, um mindestens etwa fünf Grad. Nach 20 Uhr begann es auch in der Hauptstadt zu regnen.
DHMZ aktiviert Wetterwarnungen: Gelb für den Großteil des Landes, Orange für Rijeka
Aufgrund der erwarteten kräftigeren Schauer mit Gewittern an der nördlichen Adria und in Mittelkroatien sowie zeitweise möglicher stürmischer Winde hat der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) gelbe Wetterwarnungen für den Großteil des Landes aktiviert. Für das Gebiet Rijeka wurde eine orangefarbene Warnung herausgegeben, was bedeutet, dass gefährlichere Wettererscheinungen mit möglichen Schäden erwartet werden.
Im Laufe der Nacht wird eine Beruhigung des Wetters und eine teilweise Auflockerung erwartet, und in einigen Niederungen kann sich bis zum Morgen Nebel bilden. Autofahrern wird erhöhte Vorsicht empfohlen wegen eingeschränkter Sicht, Wasser auf der Fahrbahn und möglicher plötzlicher Windböen während stärkerer Gewitterschauer.