Stürmischer Scirocco an der Adria: Segelschiffskipper bei Šolta vermisst
Ungünstige Wetterbedingungen an der Adria erschwerten die Suche nach dem über Bord gegangenen Skipper. Bei dem Einsatz sind Boote und Hubschrauber im Einsatz.
Ungünstige Wetterbedingungen an der Adria erschwerten die Suche nach dem über Bord gegangenen Skipper. Bei dem Einsatz sind Boote und Hubschrauber im Einsatz.
An der Adria herrschten am Sonntag, den 26. Juli 2026, äußerst ungünstige Wetterbedingungen, verursacht durch einen stürmischen Scirocco. Unter genau diesen Umständen wurde das Verschwinden eines Segelschiffskippers bei der Insel Šolta gemeldet. Der Unfall wurde um 9:10 Uhr bei der Nationalen Koordinierungsstelle für die Suche und Rettung auf See in Rijeka, bekannt als MRCC Rijeka, gemeldet.
Nach Informationen des Portals 24sata ist der Skipper des Segelschiffs bei Šolta ins Meer gefallen und verschwunden. Da zum Zeitpunkt der Meldung im Seegebiet des Verschwindens äußerst ungünstige Wetterbedingungen herrschten, wurden alle verfügbaren Einheiten für die Such- und Rettungsaktion eingesetzt, darunter Boote und Hubschrauber. Der Scirocco ist ein Wind, der aus Südosten weht, Feuchtigkeit und Niederschläge bringt und hohe Wellen verursachen kann, was die Schifffahrt extrem anspruchsvoll und gefährlich macht, insbesondere für kleinere Wasserfahrzeuge.
Der Scirocco ist einer der gefährlichsten Winde in der Adria, besonders wenn er Sturmstärke erreicht. Im Gegensatz zur Bora, die kalt und trocken ist, ist der Scirocco ein warmer und feuchter Wind, der tagelang anhalten kann. Die von ihm erzeugten Wellen können hoch und langperiodisch sein, was sie besonders gefährlich für kleinere Boote und Segelschiffe macht. Seefahrern und allen, die einen Ausflug aufs Meer planen, wird empfohlen, vor jedem Auslaufen die aktuellen Wettervorhersagen und Warnungen der zuständigen Behörden zu prüfen. Konkrete Werte für Windgeschwindigkeit und Wellenhöhe für diese Scirocco-Episode wurden in den verfügbaren Quellen nicht veröffentlicht.
Am selben Tag war der stürmische Scirocco nicht das einzige Unwetter, das den adriatischen Raum heimsuchte. Auf Mali Lošinj kam es auf der Staatsstraße DC 100 am Morgen bei der Öffnung der Brücke Privlaka zu einer Störung des Antriebssystems. Nach einer Mitteilung der kroatischen Straßenverwaltung versuchte der diensthabende Mitarbeiter, die Brücke mit dem Notmechanismus zu schließen, was jedoch nicht möglich war, sodass alle zuständigen Dienste umgehend informiert wurden. Zur Intervention kamen die Feuerwehr der Feuerwache der Stadt Mali Lošinj sowie Elektro- und Maschinenbauspezialisten, und der Verkehr wurde um 11:17 Uhr wiederhergestellt. Bis zur Behebung der Störung ist der Schiffsverkehr nicht möglich.
Das Verschwinden des Skippers bei Šolta erinnert einmal mehr an die Bedeutung der Einhaltung der Sicherheitsprotokolle auf See, insbesondere bei stürmischem Scirocco. Allen Seefahrern wird geraten, nicht ohne Überprüfung der aktuellen Wetterwarnungen von DHMZ und MRCC auszulaufen, stets Schwimmwesten zu tragen und jemanden an Land über die geplante Route zu informieren. Im Notfall ist MRCC Rijeka über UKW-Kanal 16 erreichbar, dem internationalen Kanal für Alarmierung und Sicherheit auf See.
Die Suche nach dem vermissten Skipper war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der verfügbaren Informationen noch im Gange, und die weitere Entwicklung der Situation wurde von den zuständigen Behörden verfolgt. Die äußerst ungünstigen Wetterbedingungen an der Adria unterstreichen die Bedeutung vorsichtigen und verantwortungsbewussten Verhaltens aller Teilnehmer des nautischen Tourismus, der im Juli auf dem Höhepunkt der Saison ist.