Stromversorgung trotz Rekordtiefstständen sicher
Direktorin der Binnenschifffahrtsbehörde räumt ein, dass es derzeit keine Lösung für extrem niedrige Wasserstände gibt.
Direktorin der Binnenschifffahrtsbehörde räumt ein, dass es derzeit keine Lösung für extrem niedrige Wasserstände gibt.
Die kroatische Regierung versichert der Öffentlichkeit, dass die Stromversorgung trotz der rekordniedrigen Wasserstände der Flüsse, die in ganz Europa Probleme verursachen, sicher ist. Premierminister Andrej Plenković erklärte am Dienstag aus Bol auf Brač, dass es keinen Grund zur Sorge gebe, während Experten gleichzeitig vor beispiellosen Herausforderungen warnen.
Mit Blick auf die Energiesituation war Premierminister Plenković deutlich. "HEP hat gestern eine Mitteilung veröffentlicht, und in dieser Hinsicht besteht kein Zweifel, dass es Strom geben wird", sagte Plenković gegenüber HRT Vijesti. Er betonte auch, dass die gesamte Situation nach Informationen aus einem Gespräch mit dem zuständigen Minister unter Kontrolle sei.
Zusätzliche Sicherheit, wie er ankündigte, werde er auch in einem direkten Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden von HEP suchen, der sich ebenfalls auf Brač befindet und von dem er die neuesten Informationen über den Zustand des Systems erwartet.
Der rekordniedrige Wasserstand der Donau hat den Betrieb des einzigen ungarischen Kernkraftwerks Paks nahezu zum Erliegen gebracht, was in Teilen Europas Alarm ausgelöst hat. Der Premierminister bestätigte, dass solche extremen Bedingungen die Sicherheitsprotokolle dieses Kraftwerks beeinflussen. Was das Kernkraftwerk Krško betrifft, so behauptet Plenković, dass derzeit alles unter Kontrolle sei und keine Gefahr für seinen Betrieb bestehe.
Andererseits sprach Duška Kunštek, Direktorin der Binnenschifffahrtsbehörde, in der Sendung Novi dan auf N1 Television offen über das Ausmaß der Krise. Bei der Erklärung, was während extremer Wasserstandsschwankungen an der Donau passiert, räumte sie ein, dass es derzeit keine fertige Lösung für diese Situation gibt. "Wir haben derzeit keine Antwort auf extrem niedrige Wasserstände", sagte sie im Gespräch mit Moderator Ivan Hrstić.
Ihre Aussage wirft ein neues Licht auf die Herausforderungen, denen sich Kroatien gegenübersieht, da auch die heimischen Flüsse mit rekordniedrigen Wasserständen zu kämpfen haben und extreme Wetterbedingungen zunehmend die Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur testen.