An dem Standort in Jastrebarsko, wo sich heute ein Parkplatz und ein Messegelände befinden, soll eine neue Grundschule für 560 Schüler entstehen. Doch statt des ersten Spatenstichs haben geologische Untersuchungen eine vergrabene illegale Mülldeponie zutage gefördert.
Grundstück 2022 geschenkt, Wert 664.000 Euro
Die Stadt Jastrebarsko hat das fast 18.800 Quadratmeter große Grundstück im Jahr 2022 dem Landkreis Zagreb genau für den Bau der Schule und der Sporthalle geschenkt. Der geschätzte Wert des Grundstücks beträgt 664.000 Euro.
Danach hat der Landkreis einen Plan vorbereitet, die Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft eingeholt und mit der Beantragung der Mittel aus der Nationalen Aufbau- und Resilienzfazilität (NPOO) begonnen. Doch während der geomechanischen Untersuchungen wurde entdeckt, was jahrzehntelang nicht sichtbar war.
Abfall in bis zu drei Metern Tiefe, erstreckt sich über 6000 Quadratmeter
Auf alten Karten aus dem Jahr 1968 war an diesem Standort ein See verzeichnet, und das heutige Gelände wurde aufgeschüttet und eingeebnet. Beim Bohren wurde in einer Tiefe zwischen 0,7 und drei Metern vergrabener Abfall entdeckt.
Eine gründliche Analyse hat ein erhebliches Problem aufgezeigt. Nach Schätzungen der vom Landkreis beauftragten Experten erstreckt sich der Abfall über etwa 6000 Quadratmeter, und die Gesamtmenge wird auf ganze 12.000 Kubikmeter geschätzt. Es handelt sich hauptsächlich um Erde, vermischt mit Haus- und Sperrmüll, großen Mengen an Glas und Plastik, Blech, Kleidung, Rohren und Baumaterial. Es wird angenommen, dass die Ablagerung vor mehreren Jahrzehnten erfolgt ist und sich möglicherweise auch auf benachbarte Grundstücke erstreckt.
Zwei Fachgutachten, eine Frage: Wie sanieren?
In diesem Moment entsteht ein rechtliches und technisches Dilemma. Die Experten des Geotechnischen Studienbüros, das vom Landkreis beauftragt wurde, empfahlen, die Deponie zu registrieren, zu entfernen und zu sanieren, bevor die Schule gebaut wird.
Die Stadt Jastrebarsko beauftragte daraufhin IPZ Uniprojekt TERRA, das der Ansicht ist, dass die Sanierung parallel zum Bau erfolgen könnte, indem der Abfall an den Stellen der Fundamente und Verkehrswege entfernt und der Rest des Geländes technisch rekultiviert wird.
Landkreis will kein Risiko eingehen, sucht Antwort vom Ministerium
Der Landkreis Zagreb hat die gesamte Dokumentation an das Ministerium für Umweltschutz und grüne Wende weitergeleitet. Es wird eine klare Antwort verlangt: Ist es zulässig, eine Schule auf diesem Grundstück zu bauen, unter welchen Bedingungen und mit welcher Methode, um sicherzustellen, dass die Gesundheit der künftigen Schüler und des Personals in keiner Weise gefährdet wird.
Das Ministerium für Wissenschaft hat betont, dass die Umweltschutzvorschriften eingehalten werden müssen. Der Landkreis Zagreb baut und erweitert im Rahmen der NPOO insgesamt 27 Schulprojekte mit einem geschätzten Gesamtwert von 150 Millionen Euro, von denen 117 Millionen Euro ohne Rückzahlungsverpflichtung gesichert sind. Für Jastrebarsko sucht man daher eine Lösung, aber eine, die sowohl gesetzeskonform als auch sicher ist.