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Hölle am Gardasee: Mehr als 200 Menschen fliehen vor den Flammen

In der Gemeinde Tignale ist am Freitagabend ein großer Waldbrand ausgebrochen, die Feuerwehr kämpft weiterhin gegen die nicht unter Kontrolle befindlichen Flammen. Italien kämpft gleichzeitig mit einer Hitzewelle und roten Warnungen.

Foto: Wikipedia (Evakuacija i spašavanje)
Kurz gesagt
  • Mehr als 200 Menschen, darunter Touristen, wurden wegen eines Waldbrandes am Gardasee evakuiert.
  • Das Feuer brach am Freitagabend in der Gemeinde Tignale aus und ist noch nicht unter Kontrolle.
  • Die Löscharbeiten werden durch starke Winde und unwegsames Gelände erschwert; auch Flugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz.
  • Italien leidet unter einer Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad und roten Warnungen in den größeren Städten.

Mehr als 200 Menschen, darunter zahlreiche Touristen, wurden wegen eines großen Waldbrandes evakuiert, der in der Nähe des Gardasees in Norditalien wütet. Das Feuer brach am Freitagabend in der Gemeinde Tignale am Westufer des größten italienischen Sees aus, einem der beliebtesten Touristenziele des Landes.

Die Feuerwehr Vigili del Fuoco teilte mit, dass sich das Feuer über Nacht schnell im Berggebiet oberhalb des Ufers ausgebreitet habe. Aus Vorsichtsgründen wurden Dutzende Touristen, die sich in einer Ferienanlage aufhielten, sowie Bewohner mehrerer Ferienhäuser evakuiert. Nach Angaben der italienischen Zeitung Il Giorno wurden ein Hotel und fünf Ferienhäuser geräumt.

Feuer noch nicht unter Kontrolle

Zahlreiche Einsatzkräfte konnten das Feuer auch am Samstagmorgen, dem 8. August, noch nicht eindämmen. "Derzeit konzentrieren sich die Bemühungen darauf, die Ausbreitung des Feuers zu stoppen und mehrere Wohngebäude zu schützen", teilte die Feuerwehr mit. Die Löscharbeiten werden durch starke Winde und steile Klippen am See erschwert, wodurch Bodentruppen nur schwer an das Feuer herankommen.

An der Brandbekämpfung sind auch Löschflugzeuge und -hubschrauber beteiligt. Die Feuerwehr bestätigte in einem Beitrag in den sozialen Medien, dass die Operationen im Gebiet von Tignale in der Provinz Brescia fortgesetzt werden.

Italien unter Hitzeschock

Italien kämpft seit Wochen mit einer anhaltenden Hitzewelle. Die Temperaturen lagen in einigen Gebieten über 40 Grad Celsius. Aufgrund der Gesundheitsrisiken durch extreme Hitze gelten in fast allen größeren italienischen Städten rote Warnungen. Gleichzeitig ist der Wasserstand des Po, des längsten italienischen Flusses, drastisch gesunken. Es wird erwartet, dass die hohen Temperaturen bis Mitte August anhalten.

Dieses Feuer ist Teil einer größeren Welle von Feuersbrünsten, die Südeuropa heimsucht. Anfang Juli zerstörten Brände mindestens tausend Hektar Natur in Südfrankreich, und Ende desselben Monats kehrten Zehntausende evakuierte Franzosen nach Hause zurück, nachdem die Lage unter Kontrolle gebracht worden war. Spanien hatte am 24. Juli 2026 wegen der Brände den Notstand ausgerufen, der am 30. Juli 2026 aufgehoben wurde.

Häufige Fragen
Wo genau brennt es am Gardasee? +
Das Feuer wütet in der Gemeinde Tignale am Westufer des Gardasees, in der Provinz Brescia in Norditalien.
Wie viele Menschen wurden evakuiert und wer sind sie? +
Mehr als 200 Menschen wurden evakuiert, darunter zahlreiche Touristen, die sich in einer Ferienanlage aufhielten, sowie Bewohner mehrerer Ferienhäuser.
Warum ist die Brandbekämpfung erschwert? +
Die Löscharbeiten werden durch starke Winde und steile Klippen am See erschwert, wodurch Bodentruppen nur schwer an das Feuer herankommen.
Wie ist die Wetterlage in Italien? +
Italien leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle, die Temperaturen lagen über 40 Grad, und in fast allen größeren Städten gelten rote Warnungen.

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