Im schottischen Grandtully gewann der kroatische Kanute Petar Habek Gold in der Disziplin C1 Classic bei der Junioren-Europameisterschaft im Wildwasserrennsport und wurde damit Junioren-Europameister. Laut einem Bericht von Narodno.hr triumphierte der 16-jährige Vertreter Kroatiens mit einer Zeit von 16:51,60 Minuten, was Kroatien die erste Goldmedaille bei diesem Wettbewerb für Junioren und U23-Sportler in diesem Jahr bescherte.
Habek besiegte den Franzosen Gabriel Dominique Daniel Auvolat, während der Italiener Diego Efrem Babat den dritten Platz belegte. Bereits am ersten Wettkampftag stand der kroatische Kanute auf dem obersten Podestplatz unter den besten jungen Athleten Europas.
Die Konkurrenz in Grandtully war außergewöhnlich stark
Das Ergebnis gewinnt zusätzlich an Bedeutung, wenn man die Konkurrenz in Grandtully betrachtet. Nach dem ersten Tag führte Frankreich die Nationenwertung mit vier Goldmedaillen und insgesamt 11 Medaillen an, Tschechien hatte ebenfalls 11 Medaillen, und Kroatien fand sich dank Habeks Gold unter den Ländern mit einem Europameister wieder.
Habek tritt bereits in zwei Disziplinen an
Für den jungen kroatischen Nationalfahrer ist dies nicht der erste Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Habek startet bereits im Wildwasserrennsport und im Kanuslalom, und laut dem offiziellen Profil des Internationalen Kanuverbands vertritt er Kroatien mit nur 16 Jahren in beiden Disziplinen.
Der Erfolg aus Schottland ist also mehr als nur eine weitere Medaille in der Reihe kroatischer Sporterfolge. In Sportarten, die nicht die mediale Aufmerksamkeit von Fußball, Handball oder Basketball erhalten, bleiben Erfolge junger kroatischer Athleten oft nahezu unbemerkt. Doch das Europagold verliert dadurch nicht an Wert, dass es fernab großer Stadien und Fernsehübertragungen errungen wird.
In Grandtully hat Habek das erreicht, was im Sport messbar ist: Er hat alle europäischen Konkurrenten an Geschwindigkeit übertroffen. Kroatien hat nun einen neuen Europameister und einen Sportler, dessen Name es wert ist, in Erinnerung zu bleiben. Mit nur 16 Jahren steht er bereits an der europäischen Spitze, und seine sportliche Karriere hat gerade erst begonnen.