Die Rettung eines verletzten deutschen Staatsbürgers von der Dinara am Samstag war aufgrund des Berggeländes, des spezifischen Mikroklimas und der Unzugänglichkeit des Gebiets äußerst anspruchsvoll, erklärte am Sonntag ein Pilot der kroatischen Luftwaffe (HRZ). Der Verletzte wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus in Knin gebracht, die gesamte Aktion fand in den Abendstunden statt.
"Die diensthabende Besatzung der 395. Staffel für Transporthelikopter erhielt den Anruf bezüglich der Suche und Rettung einer verletzten Person an der Dinara. Die Person befand sich in Begleitung von zwei weiteren Personen in der Nähe der Berghütte an der Dinara nahe Knin. Der Hubschrauber startete um 19:40 Uhr von Divulje, mit zwei Angehörigen des Spezialkräftekommandos (ZSS), und auf dem Fußballplatz des NK Dinara bei Knin stiegen zwei Angehörige des Kroatischen Bergrettungsdienstes (HGSS) zu", sagte der Pilot gegenüber 24sata.
Hubschrauber kann nicht landen, Seilwinde wird eingesetzt
Der Militärpilot betonte, dass Such- und Rettungsaufgaben im Berggelände zu den anspruchsvollsten gehören, die die HRZ durchführt. Das Gelände ist für Bodentruppen oft unzugänglich, und der Hubschrauber hat keine Landemöglichkeit. Daher wird für die Rettung der Verletzten eine Seilwinde verwendet, wobei die Angehörigen von HGSS und HZZ zur verletzten Person abgeseilt werden und sie in das Luftfahrzeug heben.
Dabei muss der Hubschrauber vollkommen stabil bleiben, ohne jegliches Schaukeln, was viel Übung und Präzision erfordert. "Dafür sind wir dank der guten Koordination und Zusammenarbeit aller Dienste immer bereit", erklärte der Pilot.
Fußgelenksverletzung stoppt Aufstieg
Nach den Worten des Piloten hatte sich der deutsche Staatsbürger das Fußgelenk verletzt und konnte daher den geplanten Aufstieg nicht fortsetzen. Glücklicherweise befanden sich zwei weitere Personen in seiner Nähe, die die Rettungsdienste informieren konnten.
Die Aktion vor Ort dauerte etwa fünfzehn Minuten, während der Hubschrauberflug weniger als eine Stunde dauerte. Der Verletzte wurde um 20:25 Uhr dem Krankenhaus in Knin zur weiteren medizinischen Versorgung übergeben. Über die Aktion berichtete am Morgen auch das Verteidigungsministerium und bestätigte, dass Angehörige der 395. Staffel für Transporthelikopter der HRZ, des Spezialkräftekommandos und des HGSS daran teilgenommen hatten.