Ein großer Waldbrand ist am Donnerstagnachmittag in der Touristenregion Chalkidiki im Norden Griechenlands ausgebrochen, was große Luftstreitkräfte mobilisierte und die Evakuierung von Touristen einleitete. Die Feuerwehr gab auf der Plattform X bekannt, dass 142 Feuerwehrleute und 51 Fahrzeuge im Einsatz sind, unterstützt von neun Flugzeugen und sieben Hubschraubern.
Das Feuer erfasste ein bewaldetes Gebiet etwa 90 Kilometer südlich von Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Der Zivilschutz hat drei Evakuierungsaufrufe für die Gebiete Siviri und Fourka herausgegeben, wo sich derzeit eine große Anzahl von Gästen aufhält.
Touristen auf dem Seeweg evakuiert
Nach Aufnahmen des öffentlichen Fernsehens ERT begannen Touristen am Strand von Fourka, noch in Badekleidung und mit Kindern auf dem Arm, sich ruhig auf dem Seeweg zu evakuieren. Viele machten sich auf den Weg zum Anleger, um mit dem Boot in Sicherheit gebracht zu werden, während dichter Rauch den Himmel über dem Ferienort verdeckte.
Für den Transport aller Interessierten wurden fünfzehn kleinere Boote eingesetzt, die gesamte Aktion verläuft ohne Panik und geordnet. Eine große Anzahl von Autos versuchte ebenfalls, aus der Zone zu fliehen, was zu langen Fahrzeugschlangen führte.
Die Front erstreckt sich über drei Kilometer
Nach Informationen von ERT erstreckt sich die Front über drei Kilometer, und die Flammen im dichten Kiefernwald erreichen eine Höhe von 20 bis 30 Metern. "Der Brand brach in niedrigem Gestrüpp aus und wütet weiter außer Kontrolle; die Flammen nähern sich Häusern", berichtete der Fernsehsender ERT.
Der freiwillige Feuerwehrmann Themis Ierissiotis, der von ERT interviewt wurde, erklärte: "Die Front rückt in Richtung Meer vor, und etwa 70 Prozent der Menschen wurden aus dem Gebiet evakuiert."
"Der Wind ist sehr stark, was zur schnellen Ausbreitung des Feuers beiträgt, das sich in der Nähe von Wohngebieten in Siviri und Fourka befindet. Die Bedingungen sind extrem und lassen uns nur sehr wenig Zeit zum Reagieren", sagte der Präsident des Panhellenischen Verbands der Waldbrandbekämpfer, Stratos Gitsoudis, gegenüber ERT.
Höchste Alarmstufe
Die Behörden befanden sich am Donnerstag in höchster Alarmbereitschaft wegen der extremen Brandgefahr, Stufe fünf, der höchsten, die speziell für Attika, Mittelgriechenland und Chalkidiki angekündigt wurde. In Chalkidiki haben die lokalen Behörden ein vollständiges Verbot der Bewegung in Waldgebieten verhängt.
Nach Angaben des Zivilschutzes bleibt die Brandgefahr auch am Freitag sehr hoch, mit erwarteten Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Wie Touristen aus Serbien, die in Griechenland Urlaub machen, berichten, brach das Feuer im Ort Siviri auf der Halbinsel Chalkidiki aus.