Das Eindringen von Salzwasser droht die landwirtschaftliche Produktion zu zerstören, von der das Neretva-Tal zu einem großen Teil lebt, und der Bau eines Staudamms flussabwärts, das zentrale Thema des Arbeitstreffens in Metković, ist der einzige Weg, dieses Eindringen zu stoppen. Premierminister Andrej Plenković besuchte am Samstag, dem 9. August 2026, Metković, wo er sich am Vorabend des traditionellen Lađa-Marathons mit dem Gespanschaftspräfekten von Dubrovnik-Neretva, Blaž Pezo, sowie den Bürgermeistern und Gemeindevorstehern aus der Neretva-Region traf. Die Schlüsselprojekte, über die gesprochen wurde, Schutz vor Versalzung, Abwasserentsorgung und bessere Anbindung an die Autobahn, entscheiden darüber, ob die Menschen in dieser Region überhaupt bleiben werden.
Staudamm als Schutzschild gegen Salzwasser
Plenković war deutlich: Dieses Vorhaben geht weit über den Rahmen gewöhnlicher Infrastruktur hinaus. "Für das Neretva-Tal ist dies eine der Schlüsselfragen. Das Eindringen von Salzwasser gefährdet die landwirtschaftliche Produktion, weshalb das Projekt nicht nur ein Infrastrukturvorhaben ist, sondern direkt eine Frage des Überlebens der Produktion in einer Region, die zu einem großen Teil von der Landwirtschaft lebt", so der Premierminister. Neben dem Staudamm standen auch zwei kapital Projekte auf der Tagesordnung: die Fortsetzung der Investitionen über die Kroatischen Straßen, mit besonderem Schwerpunkt auf einer Zufahrtsstraße, die das Tal endlich besser an die Autobahn anbinden wird, sowie das große Abwasserprojekt, das Metković, Ploče und Opuzen umfasst.
Unterstützung für die Hüter der Tradition
Unmittelbar vor dem Treffen mit der lokalen Verwaltung traf sich Plenković mit Vertretern des Vereins der Lađa-Ruderer Neretva und bestätigte die Fortsetzung der starken staatlichen Unterstützung für die Veranstaltung, die 31 Teams und etwa 400 Ruderer aus ganz Kroatien vereint. Es handelt sich um die 29. Ausgabe des Lađa-Marathons, einer einzigartigen Veranstaltung, die sich in fast drei Jahrzehnten zu einer der größten Amateursportveranstaltungen in diesem Teil Europas entwickelt hat. "Diese einzigartige Veranstaltung verbindet erfolgreich Tradition, Gemeinschaftssinn und Wettbewerbsgeist und bewahrt das Erbe und die Identität des Neretva-Tals", schrieb Plenković am Vortag auf seinem Twitter-Profil.
Der diesjährige Marathon war äußerst spannend, und die Teams des Vereins der Lađa-Ruderer Crni Put und des Vereins der Lađa-Ruderer Gusari Komin feierten den Sieg. Die Regierung der Republik Kroatien gratulierte den Siegern mit der Botschaft, dass "der Lađa-Marathon Jahr für Jahr die Stärke der Tradition, des Zusammenhalts und des kroatischen Erbes bestätigt".
Von Müll in Gospić bis zur Unterstützung für die Ukraine
Den Aufenthalt in Metković nutzte der Premierminister auch für einen Rückblick auf mehrere aktuelle Themen. Mit Blick auf die illegale Müllentsorgung im Gebiet von Gospić und der Gespanschaft Lika-Senj war er deutlich: Alle Verantwortlichen müssen strafrechtlich verfolgt werden, und parallel dazu sollte ein Sanierungsplan mit Unterstützung des Umweltfonds vorbereitet werden. Zum Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Serbien sagte er, dass dieses Ereignis die kroatische Politik nicht ändere: Kroatien werde der Ukraine weiterhin politische, diplomatische, militärische und humanitäre Hilfe leisten. Er ging auch auf den jüngsten Eisenbahnunfall zwischen Sveti Ivan Žabno und Gradec ein und betonte, dass die Ursache durch eine Untersuchung geklärt werden müsse.
Für die Bewohner der Neretva-Region waren jedoch die Botschaften über Projekte am wichtigsten, die direkt die Zukunft der Landwirtschaft, der Wirtschaft und des Verbleibs der Menschen in dieser Region bestimmen, und der Staudamm ist die erste Verteidigungslinie.