Ministerpräsident Andrej Plenković hat am Dienstag in Knin bei der zentralen Feier zum 31. Jahrestag der Militäroperation Oluja konkrete Pläne zur Erhöhung der Bezüge kroatischer Veteranen vorgestellt. Zusammen mit der Staatsführung und zahlreichen Bürgern kündigte Plenković Gesetzesänderungen an, die im Herbst ins Parlament eingebracht werden sollen und einen Rentenzuschlag sowie die Abschaffung der jahrzehntealten Kürzung vorsehen.
In seiner Rede an die Versammelten betonte der Premierminister, dass der Rentenzuschlag nach der Dauer der Teilnahme an der Verteidigung der Souveränität der Republik Kroatien berechnet wird. "Nach demselben Kriterium werden wir auch die niedrigsten Veteranenrenten erhöhen. Auch die Rentenkürzung für Angehörige von Armee und Polizei aus dem Jahr 2002 wird abgeschafft, womit wir 200.000 kroatische Veteranen erreichen werden", so Plenković.
Ehrung in Knin
Vor der feierlichen Rede legte Plenković zusammen mit Regierungsmitgliedern einen Kranz nieder und zündete eine Kerze am Denkmal des kroatischen Sieges "Oluja 95" an. Mit diesem Akt ehrten sie alle gefallenen Veteranen. Anschließend nahm die Staatsdelegation an der heiligen Messe für gefallene, verstorbene und vermisste kroatische Veteranen des Heimatkrieges teil, die in der Kirche Unserer Lieben Frau des Großen Kroatischen Taufgelübdes vom Militärordinarius Monsignore Jure Bogdan zelebriert wurde.
"Glänzender militärischer Sieg und Krönung des Freiheitskampfes"
In seiner Rede ging der Premierminister auf die historische Bedeutung der Oluja ein und nannte sie "einen glänzenden militärischen Sieg, eine legitime Befreiungsoperation und die Krönung des kroatischen Freiheitskampfes". Er hob die Rolle des ersten Präsidenten Franjo Tuđman hervor und erinnerte daran, dass die Operation in nur wenigen Tagen den größten Teil des besetzten Territoriums befreite und die Rückkehr der Vertriebenen ermöglichte.
"Wir haben auch Bihać vor einer drohenden humanitären Katastrophe gerettet, die Oluja veränderte das Kräfteverhältnis auch in Bosnien und Herzegowina, ebnete den Weg zum Frieden und zum Dayton-Abkommen. Auch die friedliche Wiedereingliederung des kroatischen Donauraums wurde durchgeführt", sagte Plenković und fügte hinzu, dass diese historischen Tatsachen die Grundlage seien, auf der der nationale Stolz beruhe.
Investitionen in die Armee als Garant der Sicherheit
Neben sozialen Maßnahmen für Veteranen sandte der Premierminister auch eine starke Botschaft zum Zustand der nationalen Sicherheit. Er betonte, dass Kroatien mit niemandem im Wettrüsten konkurriere und niemanden bedrohe, aber auch niemanden fürchte. "Wir werden nie wieder ungeschützt sein, und deshalb investieren wir stark in die kroatische Armee. Wir sind nicht allein, wir sind Mitglied der NATO und aktiv an der Stärkung der europäischen strategischen Autonomie beteiligt", erklärte er.
Plenković erläuterte, dass Investitionen in die Verteidigung keine Vorbereitung auf den Krieg seien, sondern Investitionen in Frieden und Sicherheit, die sich direkt auf das Vertrauen der Investoren auswirken. "Ein sicheres, starkes und gut geschütztes Kroatien ist ein attraktiver Ort zum Leben, Arbeiten und Investieren", schloss er.
Gelübde an künftige Generationen
Zum Abschluss seiner Rede betonte der Premierminister, dass die Bewahrung der Freiheit und die Stärkung des Staates eine dauerhafte Verantwortung seien. "Wir bauen ein Kroatien, das seine Geschichte kennt, aber in die Zukunft blickt. Für das kroatische Volk gibt es kein größeres Geschenk und kein helleres Erbe als die Freiheit, die ihr erkämpft habt", sagte Plenković und gratulierte allen zum Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit sowie zum Tag der kroatischen Veteranen.