Die Ära nach Guardiola beginnt: Neun neue Trainer
Die Premier League startet mit einer Rekordzahl an Trainerwechseln in die neue Saison, und Manchester City beginnt zum ersten Mal seit zehn Jahren ohne Pep Guardiola.
Die Premier League startet mit einer Rekordzahl an Trainerwechseln in die neue Saison, und Manchester City beginnt zum ersten Mal seit zehn Jahren ohne Pep Guardiola.
Die neue Saison der englischen Premier League beginnt am Freitag, und zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wird sie nicht von Pep Guardiola geprägt sein. Sein Abschied von Manchester City nach zehn Rekordjahren hat eine Ära der Unsicherheit eingeläutet, die sich laut Zimbabwe Mail und Daily Sabah über die gesamte Liga erstreckt.
Ganze neun Klubs starten mit neuen festen Trainern in die neue Saison, ein beispielloser Wert zu Beginn einer englischen Erstligasaison. Die Situation ist so ungewöhnlich, dass der 33-jährige Fabian Hürzeler, der erst seit zwei Jahren bei Brighton ist, der fünftdienstälteste Trainer der Liga ist.
Die größte Lücke muss Enzo Maresca bei Manchester City füllen, insbesondere nach der enttäuschenden Niederlage gegen Arsenal im Community Shield am vergangenen Sonntag. Zu den führenden Klubs mit neuen Trainern gehören auch Liverpool (Andoni Iraola), Chelsea (Xabi Alonso) und Newcastle (Matthias Jaissle).
Im Gegensatz zu diesem Generationenwechsel wirkt Arsenal wie ein Hort der Kontinuität. Mikel Arteta geht in seine siebte volle Saison an der Seitenlinie und ist mit Abstand der dienstälteste Manager der Liga. Die Gunners haben letzte Saison zum ersten Mal seit 22 Jahren den Meistertitel gewonnen, und nun sehen die britischen Buchmacher sie als klare Favoriten auf die Titelverteidigung.
Der brasilianische Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes kam für 100 Millionen Dollar von Newcastle, um das ohnehin starke Mittelfeld zu verstärken, während der linke Flügelspieler Christos Tzolis von Club Brügge als Ersatz für Leandro Trossard verpflichtet wurde. Allerdings wird Arsenal in den ersten Monaten auf den verletzten französischen Verteidiger William Saliba verzichten müssen.
Marcus Rashford kehrte nach einer Leihe beim FC Barcelona zu Manchester United zurück, und Frank Lampard, einst ein Star des FC Chelsea, trainiert nun Coventry. Dieser Klub, einer der Gründungsmitglieder der Premier League, stieg 2001 ab und fiel nach einem finanziellen Chaos sogar in die vierte Liga. Nun kehrt er nach 25 Jahren Abwesenheit zusammen mit Ipswich und Hull in die Elitegesellschaft zurück.
Die Premier League bleibt mit Abstand der größte Geldgeber der Welt. Die Klubs haben in diesem Transferfenster fast drei Milliarden Dollar für neue Spieler ausgegeben, und das Transferfenster ist noch zwei Wochen geöffnet. Die größten Transfers bisher sind Mittelfeldspieler: Morgan Rogers zu Chelsea für 156 Millionen Dollar, Elliot Anderson zu Manchester City für 155 Millionen, Sandro Tonali zu Tottenham für 133 Millionen sowie der bereits erwähnte Guimaraes zu Arsenal für 100 Millionen.
Die Nettoausgaben von Chelsea belaufen sich auf fast 300 Millionen Dollar, während Xabi Alonso das Team umbaut, und Tottenham hat allein für neue Spieler rund 300 Millionen Dollar ausgegeben, eine abrupte Kehrtwende nach zwei aufeinanderfolgenden 17. Plätzen.
Es stellt sich die Frage, ob die größte Liga der Welt ohne ihre größten Spieler dasteht. Cristiano Ronaldo ging 2022, Harry Kane 2023, Kevin De Bruyne 2025, und Mohamed Salah wechselte diesen Sommer in die Türkei. Rodri steht kurz vor einem Wechsel zum FC Barcelona. Stars wie Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé, Vinícius Júnior, Lamine Yamal und Jude Bellingham spielen in anderen Ländern, und Größen wie Lionel Messi, Ronaldinho und Zinedine Zidane haben nie in England gespielt.
Manchester City hat immer noch Erling Haaland, dessen Popularität nach seinem Auftritt bei der Weltmeisterschaft vor amerikanischem Publikum weiter gestiegen ist. Doch mit dem Abgang von Guardiola und Jürgen Klopp verlässt sich die Liga zunehmend auf ihre Breite und finanzielle Stärke und weniger auf einzelne Superstars.