Neue Zweitliga-Saison gestartet: Brekalo führt Hertha als Kapitän zum Sieg
Die Saison der 2. Bundesliga wurde mit einem Auswärtssieg von Hertha in Bochum eröffnet, wobei Josip Brekalo als neuer Kapitän des Berliner Klubs eine Schlüsselrolle spielte.
Die Saison der 2. Bundesliga wurde mit einem Auswärtssieg von Hertha in Bochum eröffnet, wobei Josip Brekalo als neuer Kapitän des Berliner Klubs eine Schlüsselrolle spielte.
Die neue Saison der deutschen zweiten Liga, der sogenannten "Zweiten", begann am Freitag, dem 7. August 2026, mit einem Spiel, in dem Hertha Berlin bei Bochum mit 0:1 als Gast siegte. Die Begegnung war auch vom Auftritt des ehemaligen kroatischen Nationalspielers Josip Brekalo geprägt, der die Kapitänsbinde trug und sein Team zu einem wichtigen Auftaktsieg führte.
Das einzige Tor des Spiels fiel in der 39. Minute, als Gronning nach Vorlage von Gouram das Netz der Gastgeber traf. Brekalo, der in seiner Karriere die Trikots von Hajduk und Dinamo trug, spielte bis zur 86. Minute und zeigte eine solide Leistung im ersten Saisonspiel. Bochum hatte in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel und erspielte sich einige Chancen, konnte den Gästetorhüter jedoch nicht überwinden.
Nach dem schockierenden Abstieg aus der Bundesliga im Mai 2026, der eine Serie von 29 aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der Eliteklasse beendete, wird Wolfsburg sofort als Top-Favorit für eine schnelle Rückkehr gehandelt. Sportdirektor Dieter Hecking, der diese Funktion im Juni 2026 übernahm, ist sich des Drucks bewusst. "Wir wissen, dass uns alle als Favoriten sehen, aber zuerst müssen wir die Ärmel hochkrempeln und uns an die Arbeit machen", so Hecking.
Der Klub erlebte im Sommer erhebliche personelle Veränderungen. Schlüsselspieler wie Konstantinos Koulierakis, Patrick Wimmer, Jonas Wind, aber auch der kroatische Mittelfeldspieler Lovre Majer, der seine Karriere bei AEK Athen fortsetzte, haben den Verein verlassen. Um die verlorene Qualität zu kompensieren, verpflichteten die "Wölfe" Hauke Wahl, Robert Glatzel, Elvis Rexhbecaj und den jungen Muhammed Damar. Trainer Tobias Strobl zeigt sich nach einem überzeugenden Testspielsieg gegen Telstar (3:1) optimistisch: "Wir spüren, dass wir für den Start des Meisterschaftsrennens vollkommen bereit sind."
Hannover 96 verpasste in der vergangenen Saison nur knapp den Aufstieg und belegte mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Zweitplatzierten Elversberg den vierten Platz. Die Hauptwaffe im Angriff wird Benjamin Källman sein, der in der Saison 2025/26 14 Ligatore erzielte. Der Klub verstärkte sich mit Torhüter Pascal Loretz von Luzern, Jean Hugonet von Magdeburg und Taycan Etçibaşı von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Der Abgang von Kapitän Enzo Leopold zu Borussia Mönchengladbach ist ein Handicap, doch unter Trainer Christian Titz hofft man, die siebenjährige Abstinenz von der Bundesliga zu beenden.
St. Pauli kehrt mit dem neuen Trainer Marcel Rapp, der bereits Holstein Kiel in die Eliteklasse führte, ins Zweitliga-Geschehen zurück. Obwohl Kapitän Jackson Irvine, Mittelfeldspieler Daniel Sinani und Torhüter Nikola Vasilj den Verein verlassen haben, gelang es Rapp, den schwedischen Nationalspieler Eric Smith und den bewährten Torjäger Martijn Kaars zu halten. Letzterer erzielte in der Saison 2024/25 19 Tore für Magdeburg und traf für St. Pauli bereits in den ersten drei Spielen der letzten Saison zweimal.
Heidenheim ist der zweite Rückkehrer aus der Bundesliga, und an der Seitenlinie steht weiterhin der legendäre Frank Schmidt, der in seine 19. Saison als Cheftrainer geht, davon die zehnte in der zweiten Liga. "Niemand hat Grund zur Angst. Wir haben bereits gezeigt, dass wir in der Lage sind, Situationen schnell zu analysieren und einen kompletten Reset durchzuführen. Die Unterstützung und Reaktion unserer Fans geben uns unerschöpfliche Kraft und Selbstvertrauen", so der 52-jährige Schmidt. Im Kader von Heidenheim steht auch der junge kroatische Mittelfeldspieler Marko Zrilić (18), und die Mannschaft wurde durch Paul Hennrich von Hoffenheim und Marcel Costly von Ingolstadt verstärkt, der in der letzten Drittliga-Saison 18 Tore und 10 Vorlagen erzielte.
Kaiserslautern beendete die letzte Saison auf dem sechsten Platz und zielt in dieser Saison mit Trainer Torsten Lieberknecht, der seit April 2025 an der Seitenlinie steht, auf die Spitze. Der Heimvorteil im kultigen Fritz-Walter-Stadion mit 49.000 Plätzen wird ein erheblicher Trumpf sein. Für kroatische Fans besonders interessant sind Ivan Prtajin, ehemaliger Stürmer von Hajduk, der als Stoßspitze in die Saison geht, und der U-19-Nationalspieler Ivan Knežević.
Darmstadt 98 strebt ebenfalls einen Platz in den Top 3 an, obwohl der Verein im Sommer sein Sturmduo Isac Lidberg und Fraser Hornby verloren hat. Der kroatische Innenverteidiger Matej Maglica (27) kam in zwei Spielzeiten für den Klub auf 48 Einsätze und erzielte sechs Tore. Trainer Florian Kohfeldt, der das Team seit September 2024 führt, betont die Stärke des Kollektivs: "Wir haben eine authentische und feste Gemeinschaft aufgebaut. Ich bin außerordentlich stolz auf die Atmosphäre in der Kabine, das kann man nicht über Nacht schaffen oder mit Geld kaufen." Obwohl der Rückstand auf die Aufstiegsplätze in der letzten Saison zehn Punkte betrug, ist Darmstadt in seiner besten Verfassung in der Lage, jeden in der Liga zu schlagen.