In den sozialen Medien verbreitete sich am Sonntag blitzschnell ein verstörendes Video, das ein Polizeieinsatz auf dem Meer vor der Insel Pašman zeigt. Darin ist deutlich zu sehen, wie einer von drei Polizisten auf dem Dienstboot einen Hund hochhebt und über die Reling ins Meer wirft, was eine Welle negativer Reaktionen und Empörung in der Öffentlichkeit auslöste.
Das Video wurde ursprünglich in der Facebook-Gruppe "Polizei stoppt - Gespanschaft Zadar" veröffentlicht. Die Aufnahme zeigt zwei Polizisten, die am Bug einen Mann überwältigen, während ein dritter Polizist auf den Hund zugeht, der sich auf dem Boot bewegt. Der Hund wirkt nach Aussagen der Zuschauer nicht aggressiv, doch der Polizist packt ihn in einem Moment und wirft ihn ins Meer. Der Hund schwamm daraufhin und versuchte, zum Boot zurückzukehren.
Polizei: Hund sprang selbst aufs Boot und stellte eine Gefahr dar
Aufgrund zahlreicher Anfragen meldete sich auch die Polizeidirektion Zadar, die 24sata und Slobodna Dalmacija eine ausführliche Erklärung des gesamten Vorfalls zukommen ließ. Nach ihrer Version ereignete sich der Vorfall am Samstag, dem 8. August 2026, gegen 17:40 Uhr im Ort Kraj auf der Insel Pašman.
Polizeibeamte der Polizeistation für See- und Flughafenpolizei Zadar intervenierten nach einer Meldung, dass eine geankerte Segelyacht Badegäste behindere. An Bord trafen sie einen 37-jährigen kroatischen Staatsbürger und seinen Hund an. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass nach dem Mann wegen des Verdachts auf eine Straftat im Bereich der Straftaten gegen Ehe, Kinder und Familie im Gebiet der Gespanschaft Karlovac gefahndet wurde.
"Durch die durchgeführten Überprüfungen der Polizeibeamten wurde festgestellt, dass es sich um einen 37-jährigen kroatischen Staatsbürger handelt, nach dem wegen des Verdachts gefahndet wurde, eine Straftat im Bereich der Straftaten gegen Ehe, Kinder und Familie im Gebiet der Gespanschaft Karlovac begangen zu haben. Nach Beginn des Einsatzes der Polizeibeamten leistete der Mann sofort aktiven Widerstand und sprang zusammen mit dem Hund vom Boot ins Meer, mit dem er sich unangemessen verhielt und dessen Kopf er mehrmals unter die Wasseroberfläche tauchte", teilte die Polizeidirektion Zadar 24sata mit.
Widerstand, Beleidigungen und Alkohol
Nachdem sie den Mann auf das Dienstboot gehoben hatten, leistete er weiterhin Widerstand. Nach Angaben der Polizei "wedelte er unkontrolliert mit Armen und Beinen in der Absicht, das Dienstboot zu beschädigen", griff die Polizisten körperlich an und beleidigte und verunglimpfte sie. Er wurde unter Anwendung von Zwangsmitteln festgenommen, und ein Alkoholtest ergab, dass er Alkohol im Blut hatte. Eine ärztliche Untersuchung im Allgemeinen Krankenhaus Zadar stellte leichte Körperverletzungen sowohl bei dem 37-Jährigen als auch bei einem Polizeibeamten fest.
Was den Hund selbst betrifft, bietet die Polizei ein anderes Bild als das im Video. Sie behaupten, der Hund sei selbstständig auf das Dienstboot gesprungen und es habe "unmittelbare Gefahr des Auflaufens" und "Gefahr eines Angriffs des Hundes auf die Polizeibeamten" bestanden.
"Während des Einsatzes der Polizeibeamten sprang der Hund des 37-jährigen Besitzers selbstständig auf das Dienstboot, und wegen der unmittelbaren Gefahr des Auflaufens des Dienstbootes und des Bestehens einer Gefahr sowie der Bedrohung durch einen Angriff des Hundes auf die Polizeibeamten, die gegen seinen Besitzer auf dem Dienstboot vorgingen, wurde der Hund in Absprache mit dem Gemeindewachtmeister ins Meer gelassen, wo ihn der Gemeindewachtmeister aufnahm, der die weitere Fürsorge für den Hund übernahm", heißt es in der Antwort der Polizeidirektion Zadar an Slobodna Dalmacija.
Gemeindewachtmeister übernahm die Fürsorge für den Hund
Die Polizei fügt hinzu, dass sie zu Beginn des Einsatzes den zuständigen Gemeindewachtmeister über die Notwendigkeit der Unterbringung des Hundes informiert hätten. Dieser befand sich während des Vorfalls an Land in der Nähe des Dienstbootes und nahm den Hund, nachdem er ins Meer gelassen worden war, auf und übernahm die weitere Fürsorge für ihn.
Wegen des aktiven Widerstands und des Angriffs auf Polizeibeamte folgen gegen den 37-Jährigen kriminalistische Ermittlungen und entsprechende Anzeigen. Das Video sorgte jedoch weiterhin für heftige Reaktionen in den sozialen Medien, wo in den Kommentaren unter dem Beitrag Ausdrücke wie "Schrecklich!" und "Armer Hund" sowie zahlreiche Fragen zu seinem Schicksal geäußert wurden.