Polizei warnt vor nächtlichen Pilgern
Bereits am Freitagnachmittag wird mit dichterem Verkehr gerechnet, das größte Risiko stellen Begegnungen zwischen Fahrzeugen und Fußgängern auf schlecht beleuchteten Strecken dar.
Bereits am Freitagnachmittag wird mit dichterem Verkehr gerechnet, das größte Risiko stellen Begegnungen zwischen Fahrzeugen und Fußgängern auf schlecht beleuchteten Strecken dar.
Die Polizei erwartet, dass an diesem Wochenende tausende Gläubige zu den kroatischen Marienwallfahrtsorten aufbrechen werden, was bereits ab Freitagnachmittag, dem 14. August 2026, zu erhöhtem Verkehrsaufkommen führen wird. Die Fahrer werden besonders vor Pilgern gewarnt, die sich nachts und in den frühen Morgenstunden zu Fuß auf den Weg zu ihren Zielen machen, wie Narodno.hr berichtet.
Da Mariä Himmelfahrt in diesem Jahr auf Samstag, den 15. August 2026, fällt, wird der größte Druck auf die Straßen nicht nur am Feiertag selbst erwartet. Eine beträchtliche Anzahl von Reisenden wird bereits einen Tag früher aufbrechen, was die Autobahnen und Zufahrtsstraßen zu Marija Bistrica, Sinj, Aljmaš und anderen Zielen zusätzlich belasten wird.
Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, wird die Polizei die maximal verfügbare Anzahl von Beamten einsetzen, insbesondere auf den Routen, auf denen Pilger unterwegs sein werden. Die Hauptgefahr liegt in nächtlichen Begegnungen zwischen Fahrzeugen und Fußgängern auf Abschnitten ohne ausreichende Straßenbeleuchtung.
Für Fußgänger, die sich außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Fahrbahn bewegen, gilt die Regel, am linken Fahrbahnrand in Gehrichtung zu gehen. Bei Nacht und eingeschränkter Sicht müssen sie mit einer Lichtquelle oder reflektierendem Material gekennzeichnet sein. Die Polizei empfiehlt das Tragen von Warnwesten und heller Kleidung, damit sie von Fahrern rechtzeitig gesehen werden können.
Die Polizeidirektion Zagreb warnt Pilger außerdem, dass sie häufig Straßen ohne Gehwege, durch unbeleuchtete Gebiete und entlang von Wäldern oder anderen dunklen natürlichen Umgebungen passieren. Jüngeren Pilgern wird geraten, beim Gehen keine Kopfhörer zu benutzen und den Kopf nicht so zu bedecken, dass ihre Aufmerksamkeit auf die Umgebung eingeschränkt wird; zudem wird vor Alkoholkonsum gewarnt. Radfahrer müssen neben Warnweste und Helm bei Nacht und eingeschränkter Sicht auch das vordere und hintere Licht eingeschaltet haben.
Von den Fahrern wird eine zusätzliche Geschwindigkeitsreduzierung auf den Zufahrten zu den Wallfahrtsorten sowie erhöhte Vorsicht beim Annähern an Fußgängerüberwege verlangt. Auf Autobahnen wird das Verbot, den Standstreifen zu befahren, die Pflicht zur Einhaltung des Sicherheitsabstands und die Regel, dass die linke Spur ausschließlich zum Überholen genutzt werden darf, betont.
Die verstärkte Überwachung wird sich auf Geschwindigkeitskontrollen, Fahren unter Alkoholeinfluss, Handynutzung und Anlegen des Sicherheitsgurts konzentrieren. Zusätzliche Vorsicht wird auch von Motorrad- und Mopedfahrern erwartet, von denen die Polizei vorgeschriebene Schutzkleidung und eine Anpassung der Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse verlangt. Ein besonderer Appell richtet sich auch an Fahrer von E-Scootern und anderen persönlichen Transportmitteln, die sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten, ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Fußgängerzonenverhältnissen anpassen und auf die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer achten sollen.
Mariä Himmelfahrt gehört zu den Tagen, an denen auf kroatischen Straßen gleichzeitig intensiver Tourismusverkehr und eine große Zahl von Pilgern aufeinandertreffen. Daher ist es in diesem Jahr nicht nur entscheidend, pünktlich am Ziel anzukommen. Besonders nachts können ein paar Kilometer weniger Geschwindigkeit und ein paar Sekunden zusätzliche Aufmerksamkeit darüber entscheiden, ob die Reise im Heiligtum oder an einer Unfallstelle endet.
In Sinj werden nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Gläubige und Pilger aus Kroatien und der ganzen Welt erwartet. Bürgermeister Miro Bulj hat angeordnet, dass alle Parkplätze in Sinj für Pilger und Besucher kostenlos sein sollen, und an zahlreichen Punkten in der Stadt sowie auf den Pilgerrouten wird Trinkwasser bereitgestellt. Gastronomiebetriebe dürfen am Freitag und Samstag ohne zeitliche Einschränkung geöffnet haben, müssen jedoch die religiöse Ruhe während der wichtigsten Veranstaltungen respektieren.